November 1529.
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3) 1529, 18. November (Donstag nach Othmari). BM., OM. und heimliche Näthe von Zürich anConstanz. Aniivort ans die Zuschrift über das würtembcrgische Bnrgrccht. Man finde, daß der ncnc Vorschlagbetreffend die Ocffnnng dem Herzog beschwerlicher »nd weniger annehmbar sein werde als der dcßhalb gemachteEntwurf, da ihm gar nicht znzumuthen sei, niemand anderm Oeffnung zu bewilligen; die constanzischen Ver-ordneten wissen übrigens wohl, daß mit diesem Artikel hauptsächlich bezweckt werde, daß man erfahre, ob vor-gehende Verträge bestehen oder nicht; wenn ja, so könne man auf weiteren Tagen darüber reden; müßte er abermit Denen, die bereits die Oeffnnug hätten, dcßhalb unterhandeln, so würde das viele Mühe kosten und dieGefahr mit sich bringen, daß diese Dinge bekannt werden möchten. Da noch nichts Endgültiges beschlossen sei,»nd man sich dcßhalb wohl noch vergleichen könne, ein längerer Verzug aber »achtheilig wäre, so lasse man denersten Vergriff hierin unverändert, nehme jedoch die andern Vorschläge an und habe dem Herzog das alles zu-geschickt uud ihm dabei geschrieben, wenn er auf diese Grundlage eintreten wolle, und die höhern Gemaltendieselbe annehmen, so wolle man weiter von der Sache reden, ?c. Man hoffe nun, daß Constanz das nichtmißfällig vernehme» werde, u. s. f. Stadtarchiv Constanz.
4) Entwurf zu einem Burgrecht mit Herzog Ulrich, betreffend Hohcntwiel (dritter oder vierter Aufsatz).
„Als dann der hochgeboren Fürst und Herr, Herzog Uolrich von Wirtcmberg von wegen eins cristenlichen
Verstands und burgrcchtcns sincs schloss und huscs Twicl halb zu treffen etwas Meinungen an uns von denbeiden stetten Zürich und Costcnz erstlich durch siner gnaden Canzlcr, Herren Johanscn von Fuchsstcin, undfolgeuds Ebcrharten von Reischach langen lassen, und wir demnach unser ratsbotschaften über den Handel, mitwas suog, weg und mittel der nnzuonemen, zuo beratschlagen verordnet, habend dieselben betrachtnng darübergethan uf nachfolgend Meinung:
1. „Daß mir vorab und allermeist zno ufnung und meercr Handhabung göttlicher warheit und evange-lischer leer, ouch dem hl. röm. Rych, dnrzuo gemeiner unserer stetten, landen, lüten und underthanen und ge-meiner diser landschaft handfesti, stcrk, cer, nutz und wolfart, ouch zuo erhaltung gemeinen Landfridcns, uns mitgemeltcm unscrm gn. Herren von Wirtcmberg (doch mit Hindansetzung und angedingter vorbehaltung und us-schließnng aller cltcrer vorerloufener fachen, handle» und sprüchen, wie oder warumb sich die vor ufrichtnng discsVerstands begeben und zuotragen, was »amen und gstalt die hellend, die wir alle hiemit usgcdingt haben unduns deren in keinen weg beladen wellent) von wegen synes schloß, huscs und bcrgs zno Twicl in ein früntlichcnverstand und cristenlich burgrecht begeben und einanderen zuo rechten trttwen bürgern und schirmsgenosscn ufncmenwellent mit punctcn, gedingen uud artiklcn, als hernach stat.
2. „Nemlich daß er Herzog Uolrich uns, und hinwiderumb wir in von wegen gemcldten sincs schlosscsTwicl, weliches dise burgerschaft und nit nnster bcrüeren soll, einander gctrüwlich, früntlich, cristenlich und nach-bürlich für burgcr meinen, achten uud halten, und je ein theil, so vil jcna müglich, des anderen nutz und cerfnrdern mid schaden wenden söllent und wellend, als guoten fründen und gctrüwcn Mitbürgern zuostat.
3. „Begcgnote aber einichem theil von wegen des gloubens, göttlichen ivorts und evangelischer leer oderanderer fachen halb, durch wen, wie oder wclichcr gcstalt die jemer gcsnocht oder fürgczogen werden möchten,von jemands, wer der wäre, etwas widcrwärtigs, gewalt, bezwang, Überfall oder ungnad, also daß gedachterHerzog Uolrich an gedachtem schloß zuo Twiel, und wir von gemcldten beiden stetten sunst an unfern oderunserer jctwäderer landen, lüten, güetern, fryheiten und gerechtigkeiten wider recht genotdrängt, gefcchdet, überzogen,geschädigt, belägert, begwaltigt oder sunst eiuicher schad, nachtheil oder schwach znogesiicgt, oder villicht uf unsgehalten und geströift wurd, wie und in was gestalt das jemer zuo weg bracht möcht werden, so soll jeder theildem andern i» sine» nötcn und anliggnugen, ouch uf sine» eigenen kosten, mit allen trüwen hilflich, beständigund beraten sin, einander das best und wägst thuon und so vil jena möglich und es jeder theil zuo wegen bringen>"og, den andern trüwlich, ecrlich und redlich retten, entschüttcn und hilf thuon, ouch jeder des andern fpgendsechden und (die) widerwärtigen zum nächsten und gelegensten er die bctrettcn und ankommen mag, fechdcn, an-giften, »öten und schädigen, und also einander, so best nur könnend und mögend, lpberung und Inst machen undsteh kein theil des cnds mit gcfärden usziehe» noch hindcrhaltcn.