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November 1529.
210.
Zürich. 1529, 8. November (Montag vor Martini).
Stadtarchiv l5o»sta»z.
Tag der Städte Zürich nnd Co»stanz, zur Berathnng des Burgrechts mit Herzog ttlrich von Wiirtcm-berg, und Vereinbarung eines bezüglichen Entwurfes.
Ein Abschied wurde nicht ausgefertigt. Das Datum gibt eine authentische Notiz des constanzischcnStadtschreibers Georg Vögelin in der von ihm selbst angelegten Actensammlung über die Jahre 1527—1531.Boten von Constanz waren Vogt (Jacob) Zeller nnd Thomas Vlarcv.
Wir legen einige bezügliche Acten ein:
1) 1529, 4. November (Donstng nach Allerheiligen). BM,, OM. nnd heimliche Näthe von Zürichan Constanz. Herzog Ulrich von Würtemberg habe des Twielischcn Burgrechts halb eine andere Meinung zuerkennen gegeben, nämlich den beiden Städten die 1999 Gl. zu erlassen nnd einen nllfälligen Znsatz auf seineKosten zu übernehmen, auch den „näheren Kauf" zu gestatten, zc. Da man sich hierüber zunächst bcrathcnnnd vereinigen müsse, so bitte man, auf nächsten Montag oder Dienstag eine „wohl verfaßte" Botschaft abzu-ordnen, zc. zc. Stadtarchiv Eonstanz.
2) 1529, 15. November. Constanz an VM., OM. nnd heimliche Näthe in Zürich. „Wir hnbcnt denvergriff, durch üwer und unser verordnete des Twiclischen burgrechten halb gestellt, verlesen, und nachdem oinnrtikel darinnen stat, also lntende: Doch soll dise offnnng allen andern offnungcn, so des ends sin möchten, derenaller unuerhindert vorgon; will uns nit ze thnon bedüchen, den dermnß ze stellen, dann das unsers achtens merby dem Herzogen ain Unwillen bringen möcht, dann das jen, darnmb es gestellt ist, erlangen, zwar die unfernhaben uns die ursach dises artikcls muntlich angezöngt. Besonder können wir by uns änderst nit erfinden,dann daß an dem Herzogen erlernet soll werde», ob ctwar vorhin offnnng nf Twiel habe; hat nicmands offnnng,so ist dises artikels nit not, besonder an des statt ze stellen, daß hinfür uf disem schloß niemands mer oneunser baider stellen wissen und willen offnnng zuogclassen werd. Ob aber hievor etwar offnnng helle, so nnießteman daruf werben, daß der Herzog by denselbigcn, die offnnng Habens handlen sölte, daß init irem willen unseroffuung vor allen andern gon soll. — Zum andern will uns unserthalb und zuo besserer erklärnng oder Ver-ständnis im nrtikel der vorbehnltnng des Nychs zc. not sin, daß derselbig also gcschriben werd: Nnd hat hicl'Yunser jeglicher thail in disem burgrcchten ir vorbehalten und usgcdingt die Pflicht, damit sy der kaiserlichen Ml.nnd dem hl. röm. Rych als von des Ryths wegen verwandt und znogethon, auch all ander ninung und püut-nissen, so vor dato dis briefs mit jemands gemacht, und insonders wir von Zürich die Pflicht, damit wir unser»lieben Aidgnossen, denen wir mit ewiger püntnis verwandt sind; snnst aber soll sich dis burgrecht streckenund gehalten werden wider aller mcnklich zc. — Snnst und usserthalb discn zwaien mainungen lassent wir (uus)den gestellten begriff gefallen, doch daß darin begriffen und gcschriben werd, daß der jetzig und jeklicher künftigerbnrgvogt uf Twiel dises burgrecht und des Inhalt ouch swcrc, und daß von jeklicher statt zwen nf Twiel inge-lassen werden, die den nid von im nemint. — Deßglich soll billich von aincr entlichen rechtfertigung gcredtwerden, ob sich etwas spans zuo künftigen ziten zuotrüege, welches man sich, als wir achten, so man Wylerbaider syt zuosammen knmpt, gar ring verglichen mag. — Item, und so man sich baider syt vcraint, daß mauwaißt, worby es beston soll, so wellend doch wir (als durch uns in ansang ist angezöngt) nichts beschlossen nochzuogesagt haben, besonder das an unfern großen Rat, und obs not, an die gemaindcn bringen und soferr esdenselbigcn ouch gefallen wirt, alsdann erst soll es darb« bliben. Wollen wir üch hiemit ze wissen thnon, damitir des wyter den Wirtenbcrgischcn Canzler berichten mögint" ... St. A. Zürich: N. Würtemberg.