October 1529.
3) lieber das „landgräfische ding" (nl. Nnssionnr iwgotiuna) verfaßte der geheime Rath von Zürich, am28. October, eine Instruction, welche die leitenden Motive nach allen Seiten darlegt.
I. Nach einer Einleitung, die das Geschäft auf das Marburgcr Gespräch zurückführt und die allgemeinstenBeweggründe andeutet, wird der Inhalt des bezüglichen Schreibens von Basel ausgeschrieben und dann weitererwogen, daß zwar vor allen Dingen der Handel mit Straßburg zu Ende geführt, aber der großen Notwen-digkeit wegen, und weil man jetzt sonst zusammenkomme, die Sache bei Zeiten „angezettelt" und nichts versäumtwerden sollte, weil das der ganzen deutschen Nation zu Trost und Stärke dienen möge. Daher soll den Botenvon Bern aufs allerheimlichste über die Dinge Bericht gegeben werden, damit sie das an ihre geheimen Rüthezur Prüfung bringen mögen. Zuerst sind ihnen die folgenden Anschläge zu eröffnen, die aus der „rechten Kunst-kannner" herrühren und mit den „allerheimlichsten Heimlichkeiten, mit den allcrsubtilstcn Geschwindigkeiten" bei-gebracht worden, wörtlich lautend wie folgt (vgl. Nr. 196, N. u, 8):
1. „Diewil ursprünglich die Lutherisch matery am füruemsten in den stellen geüebt und nfgenomen,darus dann die ufrücr b>) den puren allenthalben geflossen, so ist die straf fürzcnemen: etlich der vordersten undjetzigen regierenden uß den stellen zuo erfordern und anzuonemcn, wie dann etlich nfzeichnet, und inen vermögdes cdicts ?c. ire recht zc thuon, wie dann deren in allen, schier dhein(e) uSgenommcn, gefunden wcrdent.
2. „Item, darzuo die stctt an gelt und in ander weg hertiklich zuo strafen, mit abwcrfnng irer weer,cntncmung des gcschützes und inen houptlüt zno setzen und zuo verordnen, daß st) on (dero) wissen nichts für-zuoncmen oder zuo handlen habent.
3. „Item, ob glpch etlich darunder, so vermeintcnt, sich mit der lutherischen Handlung nit sonderlich ver-tieft ze haben, so sind sr> uß andren gründen, als der monopolien, wie dann Augspnrg, und andren stucken, wien und n getha», anzegrifcn.
4. „Item sy wol ze berupfcn, darmit st) nit mcister werdint, wie bißhar understandcn, und eine nachder andren.
5. „Item die stell und ir kouflüt uf dem land beschedigen zno lassen und allenthalben durch die fingcrze sechen.
6. „Item, nachdem bishar die Schnnzer die schädlichosten find aller natürlichen obcrkeit, fürstcn undritterschaft gewesen; dieivyl st) jetzund under inen sclbs uneinig und zum teil durch Bapst und F. Dt. und(schwäbischen) pund abgericht, daß st) den Zürchern und andern iren luterschen anhängcrn ganz widerwärtig, istdie recht zyt, in den schclmen ze howcn und die selben schädlichsten puren und erbfind aller fürsten und ritter-schaft gar umb zuo keren.
7. „Zu welchem dann und auch vorab zuo gänzlicher ustilgnng der lutherischen scct, all fürstcn, geistlichund weltlich, besonder bäpstliche hcligkcit uß Vermögens hilf und Frankrich und Lothringen besonder wie vordas best und ir vermögen darstreckcn söllent, dardurch gearbeit werden soll, den küng von Frankrich bim KeiserZe ledigen, als ungczwyfelt beschechcn wirk.
8. „Und söllent wie vorgenzelt die stctt usgcmergelt werden und unwerlich gemacht, dainit st) nit übernacht wider mit den puren oder landsknechten ufruor machen.
9. „Und den landsknechten (soll) onch verbottcn, sonder wie andern puren, by lyb und guot dheiu wernoch Harnisch mcr gelassen noch hinfür verkauft werden.
19. „Also mag die ordciilich obcrkeit, onch der alt harbracht gotsdicnst bliben, und fürstcn, ritterschaft odereisigen, wie recht ist, regieren und uflouf verhüllen."
II. Folgt Abschrift der Marburger Bünduiß-Artikel (s. Nr. 196, l>, mit Note).
III. In Betracht der obigen Anschläge wird nun befunden, daß es „zum allerhöchsten nöthig" sei zuüberlegen, wie dieser Verstand „zu Feld" gebracht werden könnte, und ihn keineswegs auszuschlagen.
1. Erstens, weil dieser Handel uns Alle berührt, und man von göttlicher Billigkeit wegen es nicht minder