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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Octvbcr 1529.

(ze) wissen (thuon), daß wir sider er nächstvergangenen Zinstags vor dem imbis by uns frisch, gesund undwolmögend (Gott Hab lob) ankommen, anderer obligender uniuuoßen und treffenlicher geschäften halb, damitwir beladen gewesen, in noch nie haben mögen verhören. So er uns nun hüt siner wegfart bericht, verneinenwir, als er zuosampt sinem mitgcsellen und wcg(g)ferten, den wir im zuog(g)cben, von Straßburg verruckt,daß sy da mit unserer fremden von Straßburg rütern und soldncrn erstlich uf ir schloss Kochersberg, da dcnnen nfir schloss Herrstein begleitet, auch friindlich, ccrlich, ivol und kostfryg gehalten und da dannen durch HerzogLudwigs von Zweibrügken reisigen zuosampt Herren Jacoben Sturm, ouch zweien predicanten und fünf knechtendurch abweg, wäld, berg und thal gar sicher und heimlich gnn Zwcyenbrügken, da danilcn gan Lichtenberg undMeisenheim unz zuo Landgräfischcr grcuitz gcfücrt, friindlich med wol empfangen, kostfryg gehalten und darnachdurch des Herren Landgrafen vierzig reisigen empfangen, sicher und trostlich gan Sauet Gewer (St. Goar?) uf dasschloss Nynfels und von demselben über den Ryn den nächsten uf Markburg an (den) ernempten platz des gesprächsglücklich bracht, und inen alles zuosagcn by cim wort, für und nit hindcr, gehalten, daselbs ganz gnediklichempfangen, angesprochen und dermaß so friindlich vom Fürsten gehalten worden, daß sy uns (die) erbotteneecr und wolthat nit gnnog vcrrücmcn können. Und als nun der Herr Landgraf erstlich Oecolampadium undLutheruin in ein, und M. Huldrichcn Zwingli und Philippum Melanchthonem in das ander gemach, jede partyallein zuosamcn verordnet, der Meinung, so sy villicht also allein by einandcrn wärind, einander dest fründlichcrberichten und dest ce sich verglychen wurden; als es aber ein bctrettener rat nf Martin Luthers sytcn was,dann sy darvor zuo Wittembcrg etlich tag darüber beratschlaget und einmündig ze blyben bedacht und verfaßt,wnndcnt sy sich (spricht M. Hnldrych) als eitt al im gras und fielcnt von einer Meinung in die anderen, alsowas sy erst geredt, gcrad wider im fnoßstapsen sich sölichs nit geredt haben vcrlougnetcnd. Deßhalb morndis,diewyl sy sich heimlich nit verglychen mochtend, das offen gespräch mit züchten, ouch ganz früntlich und tugentlichilnd mit hübscher ordnung fürgenoinmen, und erstlich die biblisch geschrift, demnach die leerer mit allertapferkeit in bysin und persönlicher gcgenwürtigkeit des Landgrafen von Hessen, sines Canzlers und anderergeleerter männer, die dann von beiden partyen zuo disem gespräch berücft gewesen, nach aller notdurft zwen,dryg oder meer tag crdnrct und ergründet worden, darin sich aber Martinas Luther allweg hochbrachtlich erzöigtund mit Höchen stolzen worlen siner gcwonheit nach sin fürnemcn on allen grund hindurch trucken wellen, alsowenn er in schon jetz in eim winkel hatt, schlupft er im gerad wider darus, und ward geredter und bekennterWorten widerum abred, das ouch M. Hnldrych in einsmals mit allen bysitzendcn erwysen muoßt, das er nungar für unguot ufgenommen, und als die gemein sag in allem Markburg by den hoflüten und den Herren, sogegenwärtig gewesen, daß Martinus nun fast übel bestanden sig, und kein anderer grund in im steckt, dann siustolz gemüet, und daß er sich so thür ufgethan und aber jetz ungern der irrung gestraft wirt. Dann als derHerr Landgraf am abscheid die verglychung machen und sy vereinigen und benanntlich setzen wellen, daß sy e>n-ander für brücder halten und bekennen füllend, hat er kein ander fürwort noch uszug, sich dess ze weigeren,finden können, dann wann er und sine mithaften M. Huldrychen und sine mithällenden für brüedcr bekanntind,so müeßtind sy M. Hnldrychs Meinung in Sachsen fry predigen lassen, das im aber nit gezymcn welle; dannetlich der predicanten Sachsen haben ir heimlich kundschaft by M. Huldrychen gchebt und sich bitterlich be-klagt, daß sy die warheit vor Martins unsiunigkeit nit bekennen dörfind. Doch sind sy jüngst nach aller Hand-lung, wiewol kein artikcl spännig gewesen, dann allein des sacraments des lybs und blnots Jesu Christi, cumworden und haben sich verglycht, wie ir in hie bygelegtem trückli haben zuo verncmcn, dardnrch dcnnocht so vilgeschafft, daß der Landgraf in all sinem land erloubt hat, unser Meinung zuo predigen, weliches aber vor-naher zum höchsten vcrbotten gewesen. Ist man wol guoter zuoversicht, ire nachburen, die Sachsen und anderanstoßende land, ouch nit lang nur heben werdint; dann das voll allenthalben unser Meinung besinnt undbedacht. Sunst ist ander ding zuo fürstand und Handhabung göttlicher warheit ouch mit im gehandlet worden,das wir üch zum schieristen, wenn wir wytcrcn und gründlicheren bericht empfaheud, zuo wissen thuon und >»tbergen wellend, der hohen zuoversicht, (daß) Gott sin glori in uns offnen und unser fygend schier zuoschänden machen werd; der welle üch scliklich zuo siner cer erhalten und innere herzen in rechtem glauben, wäretHoffnung und begründter liebe stärken." St. A. Bern: «rchl. A»g-l-g-»h.