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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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384
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384 October 1529.

Eine gleichzeitige Copie der Artikel, mit dem Anhang: «ExMontlo Aninglmna. ml singulos urtionlos»,in flüchtiger Schrift, hat das St. A. B-r»: «rchl. A»gel-g-»h.

Zu 1». I. 1.Nachdem sich die lönf allenthalben sorglich, geschwind und sonderlich dergestalt erzeigend,als ob man bcgerte die jenen, so das hell klar wort gottes in iren fürstenthumbcn, stellen, landen und gebietenpredigen und verkünden lassen, daruf allerlei missbrüch abgestellt und verändert (haben), mit gewalt oder der thatvon sölchem irem christenlichen fürnemen ze tringen;

2.Und aber je einer christenlichen oberkeit schuldig ampt ist, nit allein iren underthanen das wort gottszuo verkünden lassen, sonder onch mit allem ernst und vermögen davor sin, daß sy von dem wort gottes nitgctrungen oder abfellig gemacht werdint;

3.Derhalben so will die notdurft und das schuldig ampt der oberkeit erfordren, wo jemands sich under-stüende, ire underthanen mit gwalt oder der that von dem wort gottes und erkannter warheit zuo den abge-thancn mißbrüchen wider ze tringen, nach allen mittlen und wegen zuo gedenken und trachten, damit sölcher gwaltabgewendt und Verdorbenheit an lib und seel der unterthanen verhüetet werde.

4.Diewyl aber sölichs einer oberkeit oder einichem stand allein ze thuon in ansechung der lönf villicht zeschwer, war uf folgende nnttel ze gedenken.

II. 1.Erstlich, daß alle oder der merteil der oberkeiten, so bißhar das wort gottes inen verkündenlassen, sich mit und gegen einander trüwlich und von herzen meinen und fürdren und vor schaden warnen söltem"

2.Und ob sich in künftigem begäbe, daß jemants inen gefechtet, vergwaltiget oder überzogen wurdiumb des wort gottes oder was dem selben anhängig oder darus gefolget ist, willen, oder so ein andre fach für-gcwendet wurdi zno einem schin, da doch die andren erkennen möchtent, daß es fürnemlich umb des wort gotteswillen bescheche, daß dann alle die andren, so in disem cristenlichen verstand wärind, und ein jeder für sich selbs,sobald sp dess von dem uergwaltigeten verstendigt oder sunst innen wurdent, inen (das) nit anders (angelegen) sinsölte lassen, dann als ob ein jeder selbs angegriffen, bcvechtet oder überzogen würi, und also on einichen gcfar-lichen Verzug sinem bestem vermögen nach helfen retten und wercn, es wär mit angrifung der jenen, so im gelegenund sich wider sine pundsverwandten embörtent, oder dem angegriffnen oder befechten mit macht zuozüchen oderin andre weg, wie es sich jeder zpt zuotragen und gelegenheit des Handels und die notdurft erheischen odererfordren wurdi, und also den Handel trülich helfen frieren, sich ouch kein teil on der andren wüsten und willenin kein rachtung begeben.

3.Ob sich ouch zuotragen wurdi, daß einicher oberkeit ire underthanen durch heimlich pratiken oder sunstzuo abfall von dem wort gottes und also zuo ungehorsame und empörung wider sölche oberkeit bewegt wurdent,so söllent die andren und fürnemlich die, so dem Handel zum nächsten gelegen, allen flyß und ernst ankeren,söliche underthanen wider zuo gehorsami irer oberkeit zuo bringen, wie sich je die gelegenheit und sölcher oberkeitnotdurft erheischen wurdi.

4.Es sol ouch sölcher christenlicher verstand keiserlicher Majestät oder keim stand des Helgen Rpchs odersunst jemands zuowider, sonder allein zuo erhaltung göttlicher warheit und fridens im Helgen Rich und zuoentschüttung uubillichs gewalts fürgenomen werden.

5.Ob ouch jemands wäri, der in solchen verstand sich zuo nemen begerti, und erstmals nit darin begriffenwäre, der soll mit wüsten und willen der andren ouch darin genomen werden.

Es sol ouch diser verstand n jar wären.'')Original-Hmidschrist des Zürcher Gesandte» Funk,

") Da dieser Entwurf nur in wenigen Puncten wesentlich verändert wurde, so lassen wir ein zweites Project, das nochBern unter den betheiligten Städten nennt, ganz unberücksichtigt, indem diese neue Redaction mit geringen Ausnahmen indas Hauptdocument überging.