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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
381
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October 1529. Z81

wortabgcricht", daß unser Eidgnossen abgericht sind, on zwyfel durchs gelt zum zwytracht. Und daß zuo lctstnit wir von Zürich allein, als die lutcrischen, sunder ein ganze Eidgnoschaft zuo vcrdilggen von inen den Keise-rischen fürgcnomen wirt, deß halb nit unfruchtbar sin wirt, ob ir erstlich mit unseren Eidgnossen und christlichenmitb(urgern) vom Handel redend und demnach die fach whter komm lassend zuo biderbeu lttten, doch unvermeldet,wannen es üch käme; dann es gwüß und sicher ist, was man uns hierin angezeigt hat.

2.Man hat uns unsäglich zucht und cer bewisen ze Straßburg von üwer unser Herren wegen; mögendwol gedenken, daß es guoter Meinung und Hoffnung beschießt. Jedoch so ist die fach gheins wegs ze vcrsumen;dann es wirt wyter langen, ob gott wil, und belanget die guotwilligen allenthalb seer übel. Gott geb, daß esalles zuo sinen eeren beschehe.

3.Füro hin werdend wir nützid mc schrybm, bis wir mit gottes hilf an unser gwarsame kumcud;dann mornigs tags werdend wir, ob gott wil, verryten. Gott bemar üch zuo sinen eeren, Amen".

Ü. wysht. allzyt willige diener

St. A. Zürich: Zwingli-Schriften.

9) 1529, 22. September, Meisenheim. Ulrich f an BM. und Rath in Zürich (von Funks Hand).Der frid unsers Herrn sy(e) mit uns allen", zc. zc. 1.Nach dem Meister Uorich in unser beder namen, wieund wenn wir von Straßbnrg verruckt sind, geschriben hat, habent uns die Herren von Straßburg mit irensoldnern uf ir schloss Kocherspcrg, da dannen uf ir schloß Herstein geleitet, ouch früntlich, erlich und wol kostfrygehalten, deß glichen Herren Jacoben Sturm sambt zweyeu predicanten und fünf knechten ouch zum lautgrafenabgefertigot, und als wir uf Herstcin konien, sind Herzog Ludwigen von Zweienbruggen reisigen au uns ge-stoßen und uns gar trüwlich und früntlich dur abweg und wäld, berg und tal gar sicher und heimlich geleitetgm Zweinbruggm, da dannen gen Luchtenberg und gen Meisenhcim uf die schloss und früntlich und wolempfangen, kostfry gehalten, und allweg fundcn, was mau uns zuogesagt hatt, für und nit hinder. Nu sind wirwillens, mit der hilf gottes uf dato diß bricfs von Meisenheim gm Saut Gwer (St. Goar?) oder uf dasschloss daselbs Rinfeld ze riten; darzwüschent werdcnt uns rl reisigen des lantgrafen von Hessen cmpfacheu unddemnach über Ri» gen Margburg zuo, und daselbs das befelch, darum man ußgeritten ist, volstreckm zc. 2. Undzeletst, gnedig ir unser Herren, so schickt Herzog Ludwig sinen kanzler hinin zum Keiser, ist der zeiger diß briefs,ein verständiger geschickter, ouch guotwilliger man, der uns vil früntschaft erzeigt und bewisen hat. Harumbwellent im ouch früntlich zuosprechm, ob im etwas augelegen sy zc., und im geselschaft bewisen, darmit er befinde,unser fürgefchrift genossen haben" ... St. A. Altrich: A. Religionssachs».

1V) 1529, 3. October. Vcrgleichs-Artikel von Marburg.Disscr h erna ch g cschr ib e nArtikelln s haben sich die hierunden geschriben s zu Marpurg verglichen» tertia s OctobrisAnno zc. xrix."^)

1. Erstlich daß wir bederseits eintrechtiklich gleuben und halten, daß allein ein einiger rechter natürlicherGott sey, schöpfer aller crcaturen, und derselbig Gott einig im ivesm und natur und dreifaltig in den Personen,ucmlich Natter, Sone und Heiliger Geist zc., allermaßen wie im Concilio Niceno beschlossen und im SymboloNstcmo gesungen imd gelesen würdet bei ganzer christlicher kirchen in der Welte.

2. Zum andern glcnben wir, daß nicht der Natter noch heiliger Geist, sonder der Sone Gottes Nattcrs,rechter natürlicher Gott, sey mensch worden, durch würkung des heiligen Geistes on zuthon mmnlichs samensgeporn von der reinen Junkfrauen Marin lciplich, vollkommcnlich, mit leib und scelc, wie ein ander mensch,o» alle sönden (sie).

Die Orthographie des Originals wird im Terte soweit möglich beibehalten, immerhin unter Beseitigung sprachwidrigerWillkürlichkeite».