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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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October 1529.

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gütlichs bcgercn (ist), ir wollet gutwillig nochlossen und gestatten, daß er Zwiuglin zu solchem frcuntlich un-disputirlichen und onzenkischcn gesprech erscheinen müge, so haben wir ime ein weg, wie er sicher uf und abckommen sol, augezeigt, und daß ir euch dorm unabschlegig und unweigerlich beweiset. Das verhoffcn wir, solzu freuntlicher verglcichung und allem guten gereichen, und thut daran uns zu sonderm gefallen, mit gnaden zubeschulden." ?. S.Wollet auch diß in gehaim bei euch behalten, dormit si ehe dann di Widersacher desEvangelij das innen werden, zusammen kommen und der weg desto sicherer sei." St. A. Zürich: A. R-ngi°»ssachc».

2) 1529, 24. Juli (Samstag nach Mar. Magdal.), Cassel. Landgraf Philipp von Hessen au BM., obersteMeister und sechs heimliche Räthe in Zürich. Antwort auf deren (Rück-)Schreibcn betreffend das Ansinnen, demUlrich Zwingli zu erlauben, zu einem freundlichen Gespräche über das Sacrament hinab zu reisen, und besondersauf den Vorschlag, die Malstatt nach Straßburg zu verlegen. Er habe auch überlegt, welche Städte die sicherstenwären, aber keine weniger gefährlich gefunden als Marburg; von Zürich nach Straßburg haben Zwingli unddie Seinen wohl noch mehr Gefahr zu besorgen, als von da nach Marburg; denn von dort weg könne seinOheim und Gevatter Herzog Ludwig zu Zweibrücken sie mit 3400 Mann oder mehr, wo nöthig, in dieGrafschaft Katzenellenbogen geleiten, und er dann ohne alle Gefahr in seinem Gebiet sie nach Marburg bringen.Dagegen wäre der Weg nach Straßburg für Luther, Melanchthon, Osiander uud Andere weiter und viel ge-fährlicher, da sie durch Landschaften reisen müßten, wo die Evangelischen hart verfolgt werden, uud sie dahin zuvermögen, wäre nicht möglich. Damit nun das Ausbleiben Zwingli's kein Aergerniß bringe zc., bitte er,der Landgraf, nochmals, demselben die Erlaubniß (des Großen Rathes) auszuwirken, den gesetzten Tag zubesuchen zc. St. A. Zürich: A. R-ligi°nSs°chcn.

3) 1529, 4. August, Straßburg. Jacob Sturm an Ulrich Zwingli.Min früntlich gutwillig dienstzuvor. Lieber mcistcr Ulrich, cwer schrybcu mir vergangner tag zugeschickt, Hab ich, nachdem ich ctlich tagnit anheimisch gewesen, zu myner ankunft in myner bchusung entpfangeu und verlesen, und nachdem mir solichSetwas spot behandigt worden, Hab ich nit wol etwas fruchtbarlichs daruf zu handlen gewißt; zu dem, daß ich vilcrlcy Vermutungen besorgt Hab, alle müge wurde vergebenlich und nit allein by dem fürsten, sonder auchandern, so von ime beschriben sind, unerheblich sin, die malstatt alher gon Straßburg zu verendcru. Deßhalbensolichs von mir unversucht uud im besten underlassen beliben ist. Nun sind mir uf heut wider schriften vomfürsten zukamen, in welichen er Ursachen anzeigt, derenhalben die malstatt nit wol verändert werden mage. Dweilich nun derselben schrift verstände, daß der fürst "ewer gegenwertikeit zum höchsten begyrig, und ich gcnzlichby mir acht, ir werden, obschon nit by dem gegenteil, doch zum wenigsten by dem fürsten vil nutz und gutsschaffen mögen; zu dem vilerlei reden und nachgcdenkens, so durch ewer ausplyben erwachsen möcht, fürkomcn,so wer deshalbcn myn einseitig gut beduuken, auch früntlich bitt, ir wollten euch die fcrrc und gcforlichkeit deswegs uit erschrecken oder verhindern lassen; dan derselbigen, so vil menschlicher flciß erfolgen mag, wol zu be-gegnen, und also uf des fürsten, der es je mins bedunkens christlich und gut gemeint, begern nit außplybcn,sonders bey cwern Herrn uf das sleißigist doruf arbeiten uud handlen, damit euch erlaubt und dem fürsten hieringewilfaret werde; bin ich ganz ungezweifeltcr Hoffnung und Zuversicht, es werde zu der ehre gottes und zu wolfartalles wesens scer künstlich sein. Das wollent also von mir im besten und getrewer guter Meinung, wie es dnubeschicht, verston und ufnemcn und (von) mir allen cwern Herrn burgermeister, seckclmeistern, panerherrn uud andernMin früntlich dillst, grüß UNd alles guts sagen." (Original.) St. A. Zürich: Kirchrnarchiv (Correspond. Vol. IX.)

Nachschrift als beigelegter Zeddcl: «Liupitoni, lZuasro uo milii orunino oonsultuin vickstur omniliusmockis tentaro, quo Ulli per tuos liosut Iiui« collcxpüo uässss uo xrinoiponr, in quo non purvu röstituvncksuliqus lidortutis oliristiuna sxes situ sst, voruin ulloqui. Loripsi uutsiu su cko ouusu Mrinunioa, quo si tilüa rs visuru kusrit, possos lius maus littsrus Iiis qui upiul vos prssuut, logsuckus ostsnclsrs, si lortusss st liovnonnillil Nögotium proinovsrö xossst. Vulö », ost. Abdruck in Zwingli'« Werken, VIII. sss.

4) 1529, 10. August (auf Laurcutii). BM., oberste Mcistcr uud geheime Näthc von Zürich an LandgrafPhilipp von Hessen. Antwort auf dessen zweites Schreiben betreffend das Gespräch zu Marburg zc. Man seiwohl geneigt, seinem Begehren zu willfahren, hätte sich aber versehen, daß er die Malstatt verändern würde;