September 1529.
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der V Orte abgesagt. Es werden ihm diese freundschaftlichen Gesinnungen bestens verdankt. I». 1. DerBote berichtet ferner, daß die Berner bei Älen (Aigle), welches zum Visthum Wallis gehöre, einige Kirchenund Kirchenzierden verwüstet haben; da dies dem Bischof sehr zu Herzen gegangen, und er bereits krank ge-wesen, so habe er freiwillig resiguirt, was den Wallisern nicht lieb gewesen; darauf sei ein anderer Ehren-Mann von Cnpitel und ganzer Gemeinde zum Bischof erwühlt worden; da derselbe aber dürftig sei, so bitteWallis, daß die V Orte bei dem Papst und dem Kaiser sich für dessen Bestätigung verwenden möchten. Eswird das zugesagt und Lucern mit der Sache beauftragt. 2. Auch wird beschlossen, dem Boten von Walliseine Abschrift des letzten Abschiedes von Baden mitzugeben, damit die Landschaft sich darnach zu halten wisse.
Der Bote von Wallis schlägt auch vor, mit dem Herzog von Savoyen und mit Freiburg Rücksprache zuuehmen, um zu erfahren, wessen man sich von ihnen zu versehen hätte, wenn etwa der Friede nicht gehaltenwürde. Es wird ihm das anheimgestellt. «R. Ueber die Frage, ob man in Betreff des Fürstbischofs vonWallis an Papst und Kaiser mündlich oder schriftlich sich wenden wolle, um denselben ihrem Schutze zuempfehlen, ist mau ungleich instruirt; darum wird beschlossen, es heimzubringen und unverzüglich die gefaßten^athschläge nach Lucern zu melden.
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SchnffhMlsell. 1529. 28. und 29. September.
Staatsarchiv Zürich: Acten Schasfhauscn. Staatsarchiv Bern: Acten Kirchliche Angelegenheiten.
Gesandte: Zürich. (Hans Bleuler; Hans Balthasar Keller). Bern. (Lienhard Trcmp; Niklaus Manuel).Basel. - St. Gallen. — Mtthlhnuscu. -
Die Gesandten der evangelischen Städte erwirken die Abstellung der Messe und Bilder, bereiten Schaff-hausen's Beitritt zu dem christlichen Burgrecht vor und veraulaßcn es zu der Theilunhiue an ihrer Sendungnach Rothweil.
Em Abschied fehlt. Ergänzende Notizen gibt M. Kirchhofcr, Schaffhauscr Jahrbücher, 2. Ausg.x. 117, 149. Wir ziehen noch zwei bezügliche Berichte bei:
1) 1529, 29. September (St. Michclstag), Schaffhausen. Die Gesandten von Zürich an ihre Obern.Sie seien gestern mit den Boten von andern Vurgerstädten vor den kleinen Rath getreten, haben aber nichtsanderes begehrt, als vor den Großen Rath zu kommen, der dann gutwillig auf heute (angesagt und) gehaltenworden. Auf den gethanen Vortrag haben dann Räthe und Bürger erklärt, daß sie einhellig gesonnen seien,die Messe und Bilder samt allen andern verkehrten Gottesdiensten auf das allerbäldeste abzuthun w. Des christ-lichen Burgrechts halb habe mau eröffnet, daß Schasfhauscn, sofern es solches begehre, wohl darein komme» möge,worauf die Näthe um eine Abschrift desselben gebeten haben. In der Hoffnung, daß das Zürich nicht mißfalle,bitten die Boten, dem Ucbcrbringer dieses Schreibens eine Copie zu verabfolgen, damit Schasfhauscn, wenn sievon Rothiveil wieder herkommen, darüber Antwort zu geben wisse... St. A. Zürich- «. Schaffhaus-».
2) 1529, 29. September (Michaelis), Schaffhansen. Lienhard Tremp und Niklans Manuel au Schult-heiß und Rath in Bern. 1. „Als wir uf Mentag (27. Sept.) gan Schaffhuscn kummcn, sind wir am Zinstngvor kleinem Rat erschinen, begcrcude uns vor dem großen Rat zuo verhören, das uns nachgelassen, und nachdemwir fh gcgrüeßt und inen irs kostens, mücg und arbeit gedankt, so st) erlitten habend in unser widerwärtikeit,Hand wir st) zum höchsten crmant, diewyl st) gottes willen erkennt und sölichs mit der that bcwiscu, daß st)