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September 1529.
Zu O Hier ist der bezügliche Hauptact einzurücken:
1529, 24. September (Freitag nach St. Matthäus), Bade». Spruch der Schicdleutc über den Streitzwischen Bern und Unterwaldeu. — (Das Original enthält eine einleitende Erzählung der seit dem Friedenneuerdings aufgenommenen Verhandlungen in Klage und Antwort ?c. und nimmt auch den Spruch vom 22. Märzd. I. wörtlich ans, da wesentlich die Bestätigung oder Entkräftung desselben in Frage stand. Nachdem dann,zu Gunsten Unterwaldens, die Bestätigung ausgesprochen war, jedoch mit Vorbehalt der Kosten, wurde nochüber diese gestritten, was die Urkunde ebenfalls recapitulirt; der bezügliche Entscheid liegt in dem Schlnßab-schnitt, der hier folgt:)
„Also nach klag, antwurt und ermägung alles Handels so Hand wir die schidlüt uns zuo recht erkennt undgesprochen, daß unser Eidgnossen von Underwalden den vilgenanntcn unfern Eidgnossen von Bern um und fürsolchen iren erlittnen kosten geben und nsrichtcn sollend iij" snnnenkronen, und inen die usrichten und bczalcn,nämlich den halben teil uf das loblich hochzyt Wienachten nächst kumend nach datum dis briefs, und von dem-selben Wienacht tag über ein jar aber uf das loblich hochzyt Wienachten den andern teil, und inen die wären,legen und antwurten hinder einen schulthesscn und rat der statt Baden; die sollend das enpfahen und sy vonUnderwalden darum guitieren, und dann die obgemelten summ, (so) uf jedes zil gefallen, den obgenannten unfernl. E. von Bern onch uf zimlich quittung überantwnrten.
„Und hieinit sond sy um solchen iren span betragen und verricht heißen und sin.
„Und Harns so habend bcd partycn solich unser gegeben urtelen uß befelch irer Herren und oberen, die alsowaar und stät zuo halten, znogsagt, gelopt und versprochen" . ..'
Die Urkunde wurde nur für Bern, auf dessen besonderes Begehren hin, ausgefertigt, med zwar inLibellform, und besiegelt von Aebli, Frybnrgcr, Hcbolt und Marbach, für sich selbst und die übrigen Spruch-lente. Das Wichtigste enthalten übrigens die vorausgegangenen Abschiede und Acten.
Einen Abdruck des ganzen Textes, mit Ausnahme des an anderer Stelle mitgetheilten Spruches vom22. März, gibt daS „Archiv für schweiz. Reformationsgeschichte", II. 139—143.
1!)3.
Lucern. 152!), 28. September (Dienstag twr Micheli).
Ttantöavchiv Lucevn: Mgem. Abschiede i. i. f. 100.
Tag der V Orte.
t». Wallis sendet den alten Hauptmann Caspar Metzelten, der gemäß seiner Instruction Folgendes vor-bringt: Es sei ans dem Schreiben der V Orte ersichtlich, in welche Noth sie durch die von Zürich »nd Berngerathcn; es thne das seinen Obern herzlich leid; Wallis möchte zwar wohl leiden, daß die V Orte den gemachte»Frieden halten, obschon die ihnen auferlegten Kriegskosten unbillig seien; doch möchte „dieses kleine Geld"wohl einen großen Krieg verhüten; sollte ihnen dagegen etwas zustoßen, oder sollten sie zu etwas genöthigttverden, was gegen den Frieden und die Billigkeit wäre, so »verde die Landschaft Wallis mit Leib undGut zu den V Orten stehen. Jetzt habe er (der Bote) vernommen, daß abcrinnls zu Baden ein Friede»und Anstand gemacht »norden, der ihm wohl gefalle, sofern er gehalten würde; sonst hätte er den Auftraggehabt, mit ihnen einen heimlichen Plan zu entwerfen, wie man sich gegenseitig zn Hülfe kommen und dieFeinde schädigen könnte; wäre der Friede nicht schon geschlossen, so hätte Wallis von sich aus den Feinde»