Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
365
Einzelbild herunterladen
 

September 1529.

365

sollte. L. Heimzuberichtcn was in Betreff der Bttndner geredet worden. K. Uri nnd Schwyz sollen durcheine Votschaft die von Glarns berichten undermahnen", wessen man sich im Fall der Roth zu ihnen zu ver-sehen hätte. I». Unterwalden bringt vor, wasseines" Friedens sunt Bern) wegen zu Baden und zn Baargeschehen, und wie die andern Orte, als sie sich Unterwaldens gemächtigt, versprochen haben, seine Angelegen-heit als eine gemeinsame zu behandeln, und stellt jetzt die Frage, ob man ihm diese Zusicherung nochmalsgebe. Wird in den Abschied genommen, i» Es wird ab diesem Tage nach Lauis und Luggaris und anden Herrn von Musso geschrieben, wie die Boten wissen.

1lt7.

Wl)l. 1529, 20. September f. (Montag St. Matthäus Abend f.)

Staatsarchiv Zürich. TtiftSarchiv St. Gallen.

Gesandte: Zürich. (Rudolf Stoll; Peter Meyer). Glarns. (Hans Wichser; IV. Stüßi).

Verhandlungen in Sachen des Gotteshauses St. Gallen und der Landschaft Rheinthal. Ein Abschiedist nicht vorhanden; zu nothdllrftigem Ersätze dienen die noch vorliegenden Acten:

». 1529, 24. September (Freitag nach Matthäi), Wyl. Die Boten von Zürich (genannt) und Haupt-mann Frei an St. Gallen. Es wisse, wie viel das Gotteshaus gegenwärtig brauche und schuldig sei; da manjetzt aber kein baares Geld erhalte, und (die Gläubiger) ernstlich auf Zahlung dringen, so bitte man die Stadt,einen Thcil des dem Gotteshaus gehörenden Weins, jedoch nicht den besten, zu verkaufen, etwa bis auf «00 Gl.,und umgehend 200 Gl. vorzuschießen, ?c. Stadtarchiv St. Galle» (Hds. v. L. Appenzeller).

1l>. 1529, 25. September (Samstag nach St. Matthäus), Wyl. Die Boten von Zürich nnd Glarnsan Marx Sittich zu Hohenems. Die von Widnau zeigen an, daß sie mit den Niedern Gerichten ihm unter-worfen seien in Folge eines Kaufes, jedoch auf Rückkauf, und bitten nun ernstlich, ihnen zu solcher Lösungbehülflich zu sein und sie vorerst die bezüglichen Briefe verhören zu lassen. Diesem Ansuchen entspreche man gerneund stelle nun die freundliche Bitte, denen von Widnau günstig zu willfahren, w. St. A. Mich: A. Rhewthal.

v. 1529, 28. September (Dienstag vor Michaelis), Wyl. Rudolf Stoll und Peter Meyer an BM.und Rath in Zürich. Sie haben abermals mit denen von Wyl über die beiliegenden, einander ganz wider-sprechenden Artikel ernstlich, aber auf Hintersichbringen gehandelt; sonst wäre großer Schaden zu besorgen ge-wesen. Wie die Boten von Glarns, die Vollmacht haben, abschließlich zu handeln, finde man räthlich, Lucernund Schwyz in Eile zur Beschickung des Tages einzuladen, um die Leute zur Ruhe zu bringen, zumal ihnender Herbstauf dem Hals" sei. St. A. Mich: A. WM St. «-».

«I. 1529, 28. September (Dienstag vor Michaelis). Aufzeichnung der dem Gotteshaus St. Gallengehörigen Fahrhabc zn Wyl und Norschach durch die Boten der zwei Orte, in Gegenwart von SchultheißKnicht, Hans Müller, und des Hofammanns (von Wyl). (Handschrift von Lorenz Appenzeller.)

Stiftsarchiv St. Gatten.

e. (Anhörung der Beschwcrdeartikcl der Rheinthaler, s. Note).

Zu v. Die angerufenen Artikel wissen wir nicht mit Bestimmtheit nachzuweisen; einschlägige Acten folgenbei späteren Abschieden.

Zn «.Zutragend artikel der Nintalcr und gotshus S. G. lüten, mit vorbehält, wo (etwas) widergottes wort fürgnomen, dz uns berichten."