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September 1529.
1- »Zum ersten, so uns dann als fromen lüten gezimpt, nach göttlichem wort undcr uns selbst nachunserm ansahen in den landschaften zc setzen landamman, gricht amman, rät, hoch oder nider appellacionen, wiemir achtend gott gfellig, unfern landschaften, crlichen fromen cristen wol anstände, mit fromen cristenlichcn männern,die inen bißhar das göttlich wort gfallen lassen und noch, sich och gottes wort gmäß halten, welhe aber sölhenit wärend, sich glißnen, dieselben nit darzuo bruchen, och wo sy wärend, uß sölhem onverzogen ze thuon,an denen rezenten och menklich cristenlich frucht spüren, glicher gstalt mit den verkünder(n) göttlichs worts, ochnach dem wort ze erwellen, darin unser g. H. (von) Zürich und Glans vertruwen, füllend sy sähen, daß wir,so vil der Herr gott gnad gipt, fromklich regieren, und was also über das regiment gieng, soll der kost allergnomen werden und erhalten uß denen güeter(n), so bishar an dz gotshus Santgallen ghört Hand zc.
2. „Zum andern, als dann unser g. H. Zürich und Glaris an uns gotshus lüt begert, in was gstaltenwir sweren, wie ald wem, ist unser fürnemen, achtend göttlich, nämlich daß also das regiment, amptlüt, grichtund rat, och gmeind järlich einen eid sweren und thuon einem landamman, so man den gemeinen lands cidswert, der maß die Landtamman, ämman, richter, rät, menklichem zuo sinem rechten ze richten, als sy gütlichdunkt, och eines lands nutz und ecre ze fürdern; demnach dem landamman in namen u. g. h. der vier Orten, indisem eid sweren, was wir inen der Hoptmanschaft halb, burgrcchten und landrechten lut der sprächen undvertrag schuldig sind, in allweg irs Vermögens, es wärend buoßen, fräflen und anders, on schaden, sonder st)daby ze handthabcn und zuo iren rechten deshalb ze richten und ze raten, und darby mag ein hoptman sin, ober will, darmit er säch, daß sölichcr eid gescheclstn wie obstat.
3. „Zum dritten, daß zins, zechenden, rent, gült inzogen werden füllend mit hilf und rat eins hoptmans,landammans und rats, es sye durch inziecher, wie es st) komlich bedunkt, doch vorbehalten, was unbillichbeswerden uff die biderben lüt wider gottes wort geleit oder gwachsen, hindangsetzt und vorbehalten, daß die-selbigen sunst abgleit werdind, so man dieselbigen anzeigen wirt, und daß uß sölicher obluter gült zc. diearmen, dürftigen und elenden in landschaften sollend erhalten werden und betrachtet nach aller notdurft in allweg,wie dann der hoptmann sanipt landamman und rät(en) das im besten versähen, darin sy gott rechnung gebenwellend, und was also an der nutzig überblipt, daß dasselbig in der landschaften gleit (angleit?) zcsamen, inansähung eins hoptmans, landammans und rats, und daß demnach, so es sich, darvor uns gott bewar, begäb, daß ^uferstüend kriegslöuf, türinen, sterbenden, fürs not oder ander notwendig landschad, daruß erhalten, dahin gebruchtund sunst nienderthin zc.
4. „Zum Vierden, von wegen des appellacionsgericht zuo besetzen, also wer mit der urtel beschwärt, der mogdie stechen für den hoptman, landamman und rät, an ort und plich, wie sy dann beraten möchtend, am glegnosten,und was da vor dem appellatzgericht im gotshus geappelliert wirt und ze recht erkennt, darby (soll) es pliben,und niendert witer gezogen (werden) by straf.
5. „Doch deren uß dem Rintal, die bißhar mit swärem kosten gen Santgallen geapelliert, nit meer thuon,sonder by inen die appellatz ze setzen von den grichten, als sich frommen zimpt; achtend och, man werd sy nitwiter tringen zc.
6. „Item, und so sich begäb, daß der landamman und die rät malesttzisch Hendel Überkämend und hockstgricht gesetzt, daß sy dem hoptman unser g. H. das verkünden und ze wissen thuon, dz er kom und das swerttrage und ze hochgricht sitze und die umbfrag Hab, und was also erkennt, darby pliben, es wär dann fach, daßzwo glich urtel wurden, daß der hoptman, welhe in göttlicher dunk, erkenn zuo dem einen teil fallen.
7. „Und so sich dann mittlerzit begäben, als (ald?) sich begc(be)n wirt, daß man die buoßen und frävelinzezüchen und gstraft (sie) füllend werden, als billich, wie man sich des underreden mag, ist unser Meinung,daß der hoptman allweg darby sin, darin handlen helfen, wie sich frommen zimpt.
8. „Zu disem allem, so wir harin fürgnomen, wider die zuosagung an andren gethon, daß hierinne gotswort ungmäß nit ertragen möcht, sind wir allweg urbüttig, uns mit gottes wort lassen ze berichten.
9. „Zuoletst, daß die biderben lüt hieriR geartikeliert, ist doch ir begeren, dwyl u. g. h. Zürich undGlaris sölich artikel heim an unser und ir g. h. bringen wellend, der Hoffnung uns darin also ze wilfarn, und