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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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September 1529.

181.

Solothurn. 1529, 11. September.

Kantoiisarchiv Solothurn: Rathsbuch Nr. iL, p, lii, ris, 4is.

Der Herr von Stäffis, im Namen des Grafen Johann von Greyerz, als Obmanns in dem Rechtshandelzwischen dem Herzog von Savoyen und den Städten Bern und Freiburg wegen des genfischen Burgrechts,bittet um Rath (für den zu fällenden Spruch). Nach Verhörung des zu Peterlingen verlaufenen Processeshaben etliche Herren, obwohl sie meinen, daß der Graf ihres Gutachtens nicht bedürfte, folgende Meinungeröffnet:

1.Des ersten, diewyl obgenannter min Herr von Gryers von den partycn und rechtsprechern zuo obnmngenommen, und mines gnädigen Herrn von Savoy zuogesatzten Urteilsprecher erkannt, daß nach besag der altenund nüwcn pündtnussen, abscheideil nnd ander vergangnen Händel das burkrechte, mit der Stadt Jens angenommen,hin und ab sin fälle, und aber beider Stetten rechtsprecher die alten pündtnnssen in kraft erkannt, in mölichcnsich erfindt, daß dhein party cinich burger annemen noch empfachen solle, so gegen der andren in fordrnng undansprach standen, in kraft ivölichs artikels beider Stetten zuogesatzten erkannt haben, soferr die von Jens, vorund ee und in der zyt, als das burkrecht angenommen, gegen dem surften von Savoy in fordrnng und spännengestanden syen, alsdann minen Herren von beiden Stetten nit gcbürot haben, sölich burgrechte anzenemen.

2.Zu dem andern, nachdem des leisten burkrecht brief halb, durch min Herren von Bern und Solotornbcsiglot, darin min Herren von Fryburg ouch begriffen, und doch durch sy nit bcsiglot, beider Stetten zuoge-satzten in Iren urteilen zerfallen, also daß der rechtsprecher von Bern gedachten brief in kraft erkannt, und aberder Urteilsprecher von Fryburg solichen kraftlos geachtet, es werde dann kuntlich, daß ire Kotten oder st darzuobewilligst;

3.Diewyl dann min Herren bericht, daß um soliche beide stuck, nämlich daß die gedachten von Jensgcgeir dein surften vor annemung des burkrechten in flößen und Hangenden spännen gstanden, darzuo nein Herrenvon Fryburg, wiemol sy den leisten brief nit besiglet, doch iren willen darzuo geben und solichen zuo halten z»o-gesagt, bedanke min Herren, daß mins gnädigen Herren von Savoy botschaft dieselb kuntschaft, soferr si mit dcroverfasset, stellen sollen, guotcr Hoffnung, daß die urteilsprecher sich alsdann bas vereinbaren, und min Herr vonGryers der obmanschaft entladen sölle werden.

4.Ob aber nach demselben si wyter zerfielen, und min Herr von Gryers zuo der obmanschaft ersuochtwurde, weißt er dannathin nach billikeit wol wyter zuo erkennen; dann min Herren noch den iren in bedenkender pflichten, damit si allen teilen, sunderlich minen Herren von beiden Stetten verpflicht, nit gebären will, woder Handel zuo wytrer rechtsfertigung kommen wurde, sich dcß fcrrer zuo underzüchen noch zuo beladen, bittenouch abgedachten minen Herren von Gryers, dasselb nit arger Meinung von inen ufzenemcn."