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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
359
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September 1529. Z59

Ehre Gottes und seines ewig beständigen Wortes mit Sperrung des Kaufes sich den Burgerstädten gleichförmigzeigen, sich auch gerüstet halten und zugleich, so viel möglich, in den V Orten heimliche Kundschaft einziehen.

St. A. Zürich: Missiven. Stadtarchiv Brcmgarten.

Die Ausfertigung für Constanz ist datirt auf Mittwoch nach F. und R.

6) 1529, 14. September (Dienstag nach Felicis et Regulä). Zürich an den Untervogt zu Wohle».Nachricht, daß den V Orten wegen ihres Sträubens gegen die Annahme des Friedens und des Schiedspruchcsüber die Kosten der Proviant abgeschlagen und zudem in Zürich beschlossen worden, sich mit einem neuen Auszugzu Panncr und Fähnlein vorzusehen, da man wohl berichtet sei, daß jene Orte nichts versäumen, um fremdeHülfe zu erlangen. Dies solle der Untervogt den Gutwilligen in den Freien Acmtern, in Muri und an andernOrten, anzeigen und dieselben vermögen, sich in guter Rüstung zu halten und wachsam zu sein, auch ohne Verzugberichten, was etwa Verdächtiges begegnen könnte. St. A. Zürich-. Misswe».

Nutatis mutauäts auch an den Cominenthur zu Hitzkirch und den Vogt zu Knonau.

7) 1529, 15. September (Mittwoch zc.). Bezügliche Mittheilungen an die Untervögte des Zürchergcbiets.

ib. ib.

3) 1529, 16. September, Bern. Mandat an die Vögte, betreffend den Proviantabschlag gegen dieV Orte, mit Hinweisung auf mündliche oder schriftliche Berichte, die man den Gemeinden über die Beweggründevortragen werde.

9) 1529, 16. September. Bern an den Vogt in Lenzbnrg. Weisung, ans den Comthur zu Hitzkirch, dieStädte Brcmgarten und Mellingen und die Freien Aemter ein gutes Aufsehen zu halten für den Fall, daß sieder Sperre wegen angegriffen würden.

10) 1529, 16. September. Bern an Brcmgarten und Mellingen. Da den V Orten infolge der jüngstenVerhandlungen der Proviant abgeschlagen worden, und die beiden Städte nicht weniger als Bern (resp. dieev. Orte) in Sorgen stehen, so wolle man sie treulich warnen und ermahnen, sich wohl vorzusehen und sobaldihnen etwas Gefährliches begegnete, den Amtmann in Lenzburg zu berichten, dem befohlen sei, ein gutes Auf-sehen zu üben; doch sollen sie Niemandem Ursache geben, etwas Thätliches wider sie zu versuchen, und danebenGott walten lassen. s)10) im St. A. Bern: Teutsch Miss. R. 8W SS.

11) 1529, 16. September, Bern. Vortrag NN die Gemeinden zu Stadt und Land, . . .inen (zuo) erzcllendie Ursachen, die unser Herren bewegt Hand, den fünf Orten feilen kouf und profnnt abzuoschlachen." Folgt eineZusammenfassung der Verhandlungen mit den V Orten (seit 1528), z. B. der Beschwerden über Schmähungen zc.,und die Darlegung der bisher gepflogenen Erörterungen über den Frieden; schließlich Aufgebot von 12000Mann, um einem Angriffe rasch begegnen zu können, zc. St. A. Bern: Jnstruct. ^r. sr?-sss».

12) Am 17. September wurde in alle Aemter, besonders in diejenigen, die keine Boten geschickt hatten,geschrieben. Das Wesentliche cuthält der Eintrag im Nathsbuch (Nr. 223, p. 14).

13) 1529, 18. September. Bern an seine besonder» Bundesverwandten. Nachricht von dem Proviant-abschlag gegen die V Orte, der besorgten Kriegsgefahr und dem Aufgebot von 12000 Mann; demzufolge Mah-nung zur Bereithaltung der bestimmten Zuzüge, zc. (Lausanne 100 Schützen, Greyerz 140 Mann, Oesch 80,Neuenburg 100, Valangin 64, Münster in Granval 50, Payerne 80). St. sc. Bern: Welsch Miss. 1°°.

Die Anordnungen für den Auszug (zwei Panner) verzeichnet das Rathsbuch 223, x. 2023.

14) 1529, 18. September, Bern. Aufgebot von 12000 Mann, mit Hinweisung ans einen nächstens ge-schehenden Vortrag über die Ursachen. Teutsch Miss. n. 400».

15) 1529, 22. September. Bern an Solothurn, dcßgleichcn an Biel. Man vernehme, daß letzthin denLucernern Pulver zugefertigt worden sei, und bedaure größlich, daß die Obrigkeiten solches gestatten, wiewohlman voraussetze, sie haben daran keinen Theil; im Hinblick auf die gegenwärtige Lage der Dinge ersuche mansie nun freundlich und ernstlich, inskünftig solche Sendungen zu verhüten, zc. St. sc. Bern: T-utsch Miss. n. rosv.