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September 1529.
dry kilchen gerumpt, sind noch zwo, in welchen beden man noch all tag (und jeder in sunders) ein iness haltet;do langt uns an, nit durch die mindsten, daß so ir. . sampt ümern Mitbürgern von Zürich üwer potschaftdahin schicken wnrdcnd, mit ursach und anfordrung wie von nöten war, daß ir Stett üch etwas trüwlich zuosamentntend mit wyterm verstand und burgrechten, allen bösen pratiken bester bas zuo begegnen, sunderlich angescchenwie sy an eim anstoß lügend :c., und dcnne daby sy zum höchsten bittlich ermanen, daß sy sich üch zno volleinglychförmig halten wällend. So das für ein großen Rat bracht, wnrd es fruchtbar syn; dann die zwo messenwerdend so hoch gcacht, daß zum höchsten tum zwey oder drü mönschen dorhinder stand, und mücssend sich die,so es bishar enthalten habend, besorgen einer ungestüme vom gmeinen volk; darby wirt geacht, sy möchtendeins sölichcn glimpfs begeren. Hiemit hanktend wir die Statt auch an unser stanzen, und möcht man doch dasburgrecht wol verziechen, bis die Handlung, dorm sy scheidlüt sind, zuo end bracht, »f daß sy nit als partigischgeacht und usgestellt wurdend; dann so sy die von Kostanz Hand mögen zu untertedingern lyden, unangesccheniren glauben, könndend sy die von Schaffhusen ouch nit verwerfen. Wir habend ouch by der von Zürich bot-schaft verstanden, es werd by iren Herren nit abgeschlagen, sundcr mit fröiden erstattet. Es ficht ouch dieKotten von Basel für guot an und vermeinend, ir Herren werdend ouch schicken, wiewol wir verstandiget gwüßlichwerden, ir unser Herren habend vil das größer ansechen und bessern willen; Harum üwer Werbung der sack) fastdienstlich sin wnrd. lind so üwcrn gnaden gefellig war, größer» kosten zuo vermyden, daß wir oder etlich ußuns angezöugte Handlung zuo Schaffhusen angends nach end biß tags sölltend werben, mögend ir uns ylcndsberichten; wo uns dann üwer instruction und befelch zuokumpt, sind wir bereit zuo thuond nach üwerm gefallen.4. So denne. ., als dann zuo Rotwil etwas zwytracht gewesen, zuoletst dermaß vertragen, daß dess niemandcntgelt(en) söllt, sind etlich erenpersonen vor uns mit erbiirmklicher klag erschincn, wie man, die man lutrischnempt, fach, streck, an lib und guot, man und wib strafe, welcher tyrany iro vil nit habend wellen erwarten,sind von wib und kind, hus und Hof gewichen, nit daß sy recht fürchtend, aber den gcwalt und unzimlichen zorn,mit beger sy zuo bedenken und inen helfen scheiden, daß sy mit friden zuo dem iren kummen mögend, oder inendas ir da bannen verfolgen zuo lassen; dann iro vil mücssend swercn etlich mylen von der Statt. So wir denarmen verfolgten cristen etwas zuo guotem tuon füllend, mögend ir uns berichten, dicwyl wir in der näche sind/
St. A. Bern: Kirchl. Angelegenh.
Zur weitern Ergänzung des Textes geben wir noch einige Acten betreffend den Proviantabschlag:
4) 1529, 12. September (Sonntag nach Felicis und Negule), 5 U. Nachm., „in ilender il", Baden.Die Gesandten von Zürich und Bern an Bremgarten. 1. Necapitulation der seit dem Friedensschlüsse mit den
V Orten gepflogenen Unterhandlungen, ?c. 2. „Diewyl wir (nu) aber das widerspil, und daß sy sich vilge-mcltem friden nienarmit näheren noch der schidlüten erkanntnissen geleben wellent, rind also kein glychheit byinen findend, dcßhalb wir schlegel nach wegk gan ze lassen und inen die profiand abzestricken verursachet, alswir inen ouch die in diser stund fryg under ir ougen abgeschlagen und nundalatmeer als vil als in fcchd gegeninen stand und all stund irer fygcndschaft erwarten müessend, dardurch üch villicht ungewarneter fach etwas lastsbegegnen möchte, so haben wir üch solichs guotcr fründlicher Meinung nit bergen, sunder ilcnds zuo wissen thuonwellen, mit beger und fründlicher ermannng, ir wellint zuo mecrcr üwer bewarung guot ufsechen, wacht und sorgzuo üch und üwer statt haben") zc. zc. Stadtarchiv Bremgarten.
5) 1529, 14. September (Dienstag nach Felicis et Negule). Zürich an Constanz, Bremgarten, Mellingenund Toggenburg. Nachdem die sechs Städte Bern, Basel, St. Gallen, Mühlhausen, Biel und Zürich desaufgerichteten Landfriedens wegen einige Tagleistungen in Baden gehalten, und die Schiedleute und Vermittlerdes Friedens ihnen an die Kosten einen kleinfügigen Ersatz, nur 2590 Kronen, zugesprochen, widerstreben die
V Orte diesem Artikel dermaßen, daß sie, ivie aus ihren Rüstungen und Umtrieben und ihren Bewerbungen m»ausländische Hülfe augenscheinlich zu ersehen, den Frieden und den jüngsten Spruch der Schiedleute verletzen;darum haben sich die sechs Städte ernstlich berathcn und kraft des Landfriedens den V Orten Proviant undfeilen Kauf abgeschlagen, auch Anordnungen zu einem Auszug getroffen, um auf den Fall eines thätlichen An-griffs gerüstet zu sein. Hienach richte Zürich an die Obgenanntcn das Begehren, daß sie als Liebhaber der