September 1529.
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habent wir obgenannten Schid und spruchlüt Hans Aebly, Amman zuo Glarus, Jacob Fryburger, Venner unddes Rats zuo Fryburg, Peter Hebolt, alt Schulthes zuo j Solotor«, uud Haus Jacob Murpach, Zuuftiucisterund des Rats zuo Schaffhusen, alle vier unsere eigne insigcl in namcn und für uns, ouch die obgenanntenunser j niitgscllen die Schid uud spruchlüt von ir begerens und bitte wegen offenlichen lassen henken an disenbrief, der geben ist uf Donstag nach Saut Verena j tag nach Cristus unsers beHalters geburt gezelt tuscnd fünfhundert zwcnzig und nün jare."
Die Siegel von Aebli und Fryburger sind nicht mehr vorhanden.
Zu 2. Der Spruch betreffend Murner, der theils die abstehende Aufzahlung der Schicdlente und Partei-anwältc, theils die bisher mehrfach berührten sachlichen Motive wiederholt, ist abgedruckt im „Archiv" X. 296—298.(Die dort gegebene Ucbcrschrift ist übrigens von bedeutend späterer Hand). Das Original mit allen vier Siegelnbefindet sich nebst einer gleichzeitigen Copie in derselben Actensammlung des Berner Archivs.
Wir lassen noch zwei andere Actenstücke folgen:
1) 1529, 2. September. Bern an den heimlichen Rath in Basel. „Wir sind etlicher maß bcricht, wieunser Eidgnossen von Luccrn dem Murncr ein schriftlich fürdcruuß gan Fryburg in Brysgouw geben habind;so sy aber vermög des landfrideus schuldig, bcmeldtcu Murucr gan Baden ze stellen, und aber das nit erstattet,hat uns gebürt, sy darum rechtlich anzclangen. Uf solichs sy sich versprochen, der Murner sye dry oder vier tag,vor und ee es inen zuo müssen, abgetretten; wie glych das der warheit sye, ist ring ze ermessen. So nun unsnit wenig daran gelegen sin will, langt an üch unser trungenlich hochgcflissen pitt, wo es jenen (jemcr) möglich,by den(en) von Fryburg, üwern nachpuren, ze erkunden, welicher gstalt gedachter Murner zuo inen kommen,und ob er fürschrift von Luccrn gehcbt, und was die inhaltet." ... St. A. B-r»: Tmych Miss. ». soov.
2) 1529, 6. September. Basel an Bern. „Unser w. w. Euer schriben den Murner belangend, unddaß euer und unser treu lieb Eidgnossen von Luzern dem selbigen an die von Friburg im Brysgew fürdernußgeben, haben wir alles inhalts verstanden, wellen üch darby früntlicher Meinung nit bergen, daß wir guot wissen,demnach derselb von Luzern abgescheidcn, ist er gen Thann und von danncn gen Obern Ehenheim, do man innit hat wellen predigen lassen, sonder als er zwen tag do verharret, fürgwiscn worden und von dannen genHngnoiv in das Barfüeßer clostcr kommen; do hat in der Barfüeßer provincial, so in dem selbigen closter sinwonung hat, predigen lassen wellen; aber sobald die burgcrschaft des orts solches crfarcu, ist sy für ein crsamcuRat kert, in trungenlich gcbetten, so sy wellen vor nfruor sin und ein burgcrschaft einhellig enthalten, sollen sydisen münch fürwysen und keins wegs predigen lösten. Das ist bescheen, und hat sich also von Hagnow in einclösterlin, ligt dry mil hindcr Elsaß Zabern, versiegt; ob er aber noch aldo oder sithar gen Friburg komm,mögen wir nit wissen, wellen aber desshalb unser flyßig crfarnuß haben und was wir je erfaren, üch das nitverhalten." ... St. A. Bern: Kirchl. Angelegenh.
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Bern. 1529, 3. September.
.tkantonsaechiv F^ibueg: Jnstmct. Bd. I. vtn. Dtaatsaechi»> Bern: Rathsbuch Nr. SSS, p. S«6.
Gesandte yon Freiburg — Ulrich Schnellst!, Peter Tossis, Hans Garmiswil, Pctermann Aniinann^kleu getreulich anzeigen, daß verlaute, wie Zürich unruhig sei uud gerne Krieg anfinge; was daraus werdenföchte, könne Bern ermessen; darum bitte man es zum allerhöchsten, zu bedenken wie jetzt der türkische „Hund"^ Christenheit „obliege" und sie schädige, wie der arme Mann von der großen Thenrung leide, und wie^ Fürsten und Herren einig geworden; wenn unn die Eidgenosten einander schlügen, so sei wohl einzusehen,der von den Vorder» so mühsam erarbeitete Bau zerstört werden müßte. Darum möge Berit sich einige