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September 1529.
Bürgermeister zuo Kur; Gaudenz von Kastclmur, Vogt zuo Fürstuow, uß dein Gölls- j hns; Uolrich Wolf,Ott Wienz, uß den Zechen Gerichten, und von Salgans Hans Gabertüller und Hans Walther; diser zit ußbefelch und gwalt unser aller Herren und Obern > zuo Baden in Ergöw versampt, bekennen und tuond kundallermenklichem mit disem brief, daß hüt dato dis briefs vor uns erschinen sind der edlen strengen vesten j frommenfürstchtigcn und wysen Burgermeister, Schulthessen und Räten der beider Stetten Zürich und Bern vollmächtiganwält und ratsbotten, nämlich die vesten frommen fürsichtigen j fürnemen und wysen von Zürich RuodolfThnmyscn, Hans Nnodolf Lavater, der Räten und Vogt zuo Kybnrg, Wernherr Bygel, Stattschribcr; von BernBernhart Tillmann, Seckelmeister, j Niclaus Manuel, Venner, beid der Räten, Lienhart Tremp, Spitalmeister,Benedict Schütz, Vogt zuo Lenzburg, und beid des großen Rats, des einen, und der edlen strengen vesten und jfrommen wysen Schultheß und der Räten der Statt Luzern auch vollmächtig anwält und ratsbotten, demandern teil; offnetend gedachter unser lieben Eidgnossen der beiden j Stetten Zürich und Bern gesandten, wiedann ein artikel in dem Landfriden vermöge, daß Thoman Murncr, Doctor, inen den beiden Stetten uf vorigemhie zuo Baden vor I uns den Schidlüten des rechten gestendig (sin) solle, und daß er onch on alles widcrsagen vondenen von Luzern darzno gehalten und nach sinem verdienen gestraft werde, ^ und diewyl aber nun sölichs ufnächstem tag nit beschechen, so sye ir beger an die von Luzern, daß st inen gichtung geben, ob st gedachtenMnrner uf discn tag stellen wöllent ! oder nit. Daruf der genannten unser lieben Eidgnossen von Luzern rats-botten geantwurt, daß st nit befelch habent, den Mnrner zuo verantwurten, sunder ir Herren j und obern, undhabe die gstalt. Als dann der beider Stetten anwält anziechen, wie der artikel im Landfriden vergriffen ver-möge, daß der Murner inen den beiden Stetten j uf dem tag hie zuo Baden uf ir anklag geständig, und daßer auch on alles widersagen von inen von Luzern darzno gehalten und nach sinem verdienen gestraft j werde,verstanden si den selben artikel, wann er by inen beliben, so sollten st in nit verhalten, sunder on alles wider-sagen hinus geben werden, das si onch, wann er by inen s beliben, gern gethan wölkten haben; der selb Murnersye aber vor und ee der schriber mit den briefen kamen, und si onch des abgeredten frides kein grundliche bericht!und copy Helten, ane irer Herren gunst, wüsten und willen von ir(er) statt abgescheiden; dcßhalb sye irerHerren und obern ernstlich beger, daß die beid stett si sölichs anzugs s rüewig und unersuocht wöllent lassen,und wo sy das güetlich ze thuonde nit vermeinten, so verhofften sy doch, wir die Schidlüt werden si mit un-serm rechtlichen spruch dess s wisen. Daruf der gcmeldten beider stellen Zürich und Bern ratsbotten reden ließenuf die Meinung wie vor, und daß si an unser Eidgnossen von Luzern rats- s botten endlichen begertcn, ob stinen den Murner uf disen tag stellen wöllint oder nit. Uf das unser Eidgnossen von Luzern botten antwurtgabent wie vor, und s daß si Pen Murner nit wöllent noch mögent stellen. Uf das der beider stellen ratsbottenwiter redten, diewyl und sich unser Eidgnossen von Luzern gesandten ent- s schlössen, daß si den Murner nit wöllentnoch mögent stellen, so satzten si zuo unser rechtlichen erkanntnnß, ob unser Eidgnossen von Luzern den Landfridenan ^ inen gehalten habent oder nit. Dargegen aber unser Eidgnossen von Luzern botten witer redten, diewyl sides frides nit glonbliche copy gehebt, onch einem gwalt i siderhar von des Murncrs wegen nützit zuogeschribensye, so vcrhoffen si nit, daß si den Landfriden gebrochen habent. Und als beid pnrtycn discrn Handel Z»ounser I der Schidlüten rechtlichen erkanntnnß gesetzt und beschlossen, so habent wir die Schidlüt uns zuo rechterkennt und gesprochen: Wann unser Eidgnossen von j Luzern mögen darbringen, daß si die bcsiglet copy imfeld ufgericht nit in ir(er) statt gehept oder der selben grundliche und warliche abgcschrift, vor und ee derrecht j originalbrief inen zuo bcsiglen in ir statt gebracht sye, daß dann witer beschechen solle, was recht sye-Und als nun unser Eidgnossen von Luzern die kuntschaft j nach lut nsgangner urteil benamset und die für unsdie Schidlüt gestellt, so haben unser Eidgnossen von Zürich und Bern botten sy solicher kuntschaft er- j lassenund dero snnst glaubt. Und als beid teil uf irer vorigen klag und antwurt, onch irem gethanen rechtsatz beharretund bliben, so habent wir die Schidlüt nach j gnuogsamer verhörung uns zuo recht erkennt und gesprochen-Diewyl unser Eidgnossen von Luzern (weder) die besiglct copy noch dero glonblich abgschriften nit gchebt,und der beider stellen Zürich und Bern anwält dasselbig geloubt Hand, daß si den Landfriden in disem artikenit gebrochen habent. Diser unser rechtlichen ^ erkanntnnß begerten der beider Stetten Zürich und Bern ratsbotteneins briefs, den wir inen zuo geben erkennt haben. Und dess alles zuo einein waren stillen vesten > nrkund st