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August 1529.
Tag in Baden erklären, den Frieden nicht anzuerkennen, oder die Sache auf die lange Bank spielen wollen;alsdann soll ihnen sofort der Proviant abgeschlagen und aller Verkehr gesperrt sein; doch wolle man sich morgennoch stattlicher berathen und dann weitere Weisungen folgen lassen. Darum sollen die Boten genau erforschen,wie die Sachen stehen, und eilends Bericht geben, wenn ein Verzug gefährlich wäre, damit man feindlichen An-schlägen zuvorkommen und zur Gegenwehr rüsten könne; denn wahrlich befinde man, daß die Nothdurft erheische,gemeinsam und weislich zu handeln, keinen Vortheil zu übergeben und die listigen Nathschläge der Feinde nichtzu verachten. St. A. Bern'. Teutsch Miss. It. Sö0, S80a.
2) 1529, 23. August (Montag vor Vartholomäi), um 12 Uhr Mittags. Basel au seine Boten inBaden, Jacob Meyer und Diebold Wyßach. „Uns hat uf hüt datum durch ein burgcr von Costanz gloublichangelaugt, daß dise künftige wuchen durch die regenten zuo Jnsbruck, Prelaten, Ritterschaft und die fünf Ortein tag zuo Ueberlingen gehalten werden soll, und wiewol wir kleinen glouben druf setzen, daß die fünf Ort aninen selb so uutür (sio), über ufgerichten landfriden fürer tag mit inen ze halten widerstanden; dwyl aber nützuo verachten, die löuf ouch so gschwind und seltsam, so wellen unfern trüwen lieben Eidgnossen und christlichenMitbürgern von Zürich, dcßglichen denen von Costanz und Sant Gallen solichs in geheim anzeigen, sy darbyfründlich bitten, daß sy förderlich jemans dar ordnen und ir flyßige erfarung, ob etwas an der fach sig oder nit,haben wellen, und was je erfaren, daß uns solches ze wissen g(e)ton und nit verhalten werd." . . .
K. A. Basel: Abscheldschriften. -
3) 1529, 25. August, Bern. Mandat an alle Vögte in den (das Gebiet der V Orte berührenden undden benachbarten) Aemtern. Auftrag, die starken Kornkäufe für jene Orte zu verhindern, w.
St. A. Bern! Teiltsch Miss. Ii. sss b.
Zu tjs. Wir legen noch einige bezügliche Acten bei:
1) 1529, 29. August (Sonntag nach Vartholomäi). VM., OM. und heimliche Näthc von Zürich auSch., Venuer und heimliche Näthe zu Bern. Man habe den Entwurf des christlichen Burgrechts mit Straß-burg, wie er letzthin zu Baden geändert worden, geprüft und finde denselben, wovon eine Copie mitfolge, füralle Theile nahezu annehmbar, hoffe auch, daß hicrscits der Große Rath (der „merer gwalt") sich denselbengefallen lasse, sofern die Frage des Vorstands besser bedacht und von Straßburg in dieser Sache nachgegeben werde;man halte nämlich dafür, daß die drei Städte in diesem Puncte sich nichts vergeben dürfen, und zwar aus fol-genden Ursachen. (Folgt eine Paraphrase des Gutachtens von Zwingli (s. Nr. 149 a., N. 4), in vier Artikeln).„Und diewyl dann . . . unsere vorderen und wir uns nit dermaß gehalten, daß wir uns erst nideren noch unserswohlthuons entgelten, oder man uns den nachstand mit billigkcit anzemuoten fuog, so haben wir üch unser ge-müet, daß wir uns hinder oder nachstellig machen und gemelten von Straßburg den titel und vorstand ze lassennit willens sind, nit bergen noch verhalten wellen, damit ir dest bas der fach und was wyter in disem fal zehandlen, nachtrachten und üch üwer gelegcnheit nach ze halten Wissens haben möchten; dann wir gemelten unserenund üweren l. E. und ch. M. von Basel sölich unser Meinung ouch zuogeschriben, der achtung, weder die vonStraßburg noch sunst jemands anders sölichs unserm hochmuot zuomessen, sunder der Meinung, als es üch undgemeiner Eidguoschaft, unserem vatterland, zuo eeren und ufgang beschickst, ufnemen werden. Dann so uns jemandstolzmüetigkeit oder unchristcnlichen sinns schelten (wellt), soll der selb gedenken, daß es (als) hochmüetig möchteverdacht werden, so wir nit allweg zuo vorderist gewesen und aber uns erst setz fürschieben wölltind. So aberdas nit, wirt unsers bcdunkens menklichem cristenlich anstan, daß man uns nit abgang anmuote, so doch Gottdurch uns den wagen noch bishar wol angefüert und noch niemands keinen abfal by uns funden hat und, obgott will, meiner befinden soll. So nun aber ir oder andere denen von Straßburg hierin statt ze geben besinnt,wellent wir üch darin nützit getragen, aber uns, daß wir zuo eeren der Eidguoschaft hierin ze wychen nit gesinnctsind, hiemit erlütert haben, dann je mer und (?) ganzer Eidgnoßschaft uns mer dann unser eigen eer angelegen ist,bezügen wir uns an Gott, der üch seliklich zuo aller wolfart lybs und guots erhalten well."
St. A. B-M! Kirchl. Angel-g-nh.
2) 1529, 31. August (Dienstag vor Verena). BM., OM. und heimliche Räthc von Zürich an VM- undgeheime Näthe von Constanz. Mitthcilung einer Copie des kürzlich geänderten Entwurfs zu dem Burgrcckst