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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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August 15,29.

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Zu ! mag folgender Act genügen:

1529, 21. August (Samstag vor Bartholom«!). Lucern qn Zürich. Antwort auf dessen Schreiben wegendes Auflaufs zu Hitzkirch. Man habe einiges Bedauern darüber empfunden, daß die Schuld und derUnglimpf den Angehörigen von Luccrn zugelegt worden, während diese keine Schuld tragen und die Obern auchnichts von der Sache gewußt haben; man spüre wohl, daß der Handel in Zürich ganz anders dargestellt wordenals nach dem eigentlichen Verlauf, und nehme gerne an, daß man jenes ernstlichen Schreibens überhoben geblieben,wenn die Sache der Wahrheit gemäß berichtet worden wäre. Die Lucerner hätten zu Klagen weit mehr Grundals die von Hitzkirch, die beiden Orten gleich viel verwandt seien; man lasse dies aber bis auf gelegene Zeitruhen. Nun gebe man über den Hergang der Sache auf's kürzeste diesen Bericht:

Als am vergangenen St. Laurcnzcntag (10. August) die von Meycnbcrg, die von Rothenburg und Andereaus guter Nachbarschaft, und keineswegs aus Hochmuth oder in der Absicht, Jemand zu trotzen, nach Hitzkirchzu Markt gekommen und dort bei Essen und Trinken fröhlich gewesen, wobei die Meycnbcrger und vielleicht auchAndere „Tnnnstüdli" auf ihren Hüten oder Baretten getragen, sich jedoch keiner Widerwärtigkeit versehen haben,sei am Abend, als mau eben habe heimkehren wollen, zwischen etlichen Personen von Hitzkirch und Merenberg einWortwechsel entstanden, der aber wieder gestillt worden, sodaß man keinerlei unfreundliche Folgen habe erwartenkönnen. Während also die Mcyenbcrgcr (und Andere) im Begriffe gewesen abzuscheiden, haben die von Hitz-kirch, die sich darauf gerüstet, mit Waffen, großen Sparren, Stangen und „Trempcln" die schon zerstreutenund heimfahrenden Leute freventlich und unversehens überfallen; obwohl die Rothenburger und Andere, die da-zwischen getreten, gütlich scheiden wollten und beiden Theilen bei Eiden und Ehren, Leib und Gut Frieden geboten,seien die Hitzkircher, ohne Zweifel weil die Sache so verabredet gewesen, mit ihrem frevelhaften Angriff weitergegangen und haben ohne Unterschied die Widersacher wie die Vermittler zu Boden geschlagen und schwer ver-wundet, was den zahlreichen Angreifern gegen die wenigen Andern freilich leicht gewesen; also haben sie auchgegen diejenigen, die gänzlich unschuldig gewesen und ihnen niemals etwas zu Leide gethan, so freventlich gehandelt,daß sie all ihr Fricdenbieten nicht geachtet. Das habe nun die Landlcute von Luccrn zu großem Unwillen ge-reizt, sodaß übel zu besorgen, daß den Hitzkirchern, wenn sie für diese hochmüthigc fricdbrüchige Handlung nichtgestraft würden, im Lucerner Gebiet das Gleiche widerfahren könnte, was der Obrigkeit von Herzen leid undund gar nicht lieb wäre. — Weil nun der Handel sich so zugetragen, so bitte sie Zürich, den Bauern vonHitzkirch nicht so viel Glauben zu schenken, sondern mit andern Orten, denen die Herrschaft zustehe, behülflichZu sein, damit dieselben gestraft und solche Sachen abgestellt werden, wodurch dann Friede und Ruhe erhalten,großer Unwille und viel Uebles verhütet werden möchte. Denn Zürich solle wissen, daß Lucern an solchen muth-willigen Händeln gar kein Gefallen habe und sie zu verhüten begehre; dessen Boten werden auch zu Tagenbereits gehört und angezeigt haben, daß man deßhalb die nöthigen Maßregeln getroffen, da man willig sei, denneuen Frieden und Vertrag treulich zu halten und sich nicht weniger als Zürich befleißen werde, nach Friedenund Ruhe zu trachten, in der Hoffnung, daß andere Eidgenossen dasselbe thun, damit alte Treue, Freundschaftund gute Nachbarschaft zwischen beiden Theilen (,stich und uns") wieder aufgerichtet, erweckt und gepflanzt werde. . .

St. A. Zürich: A. Capp. Krieg.

Zu Ic und I. Es liegen bezügliche Korrespondenzen vor, von denen hier eine Auswahl folgt:1) 1529, 22. August. Bern an seine Boten in Baden. Seit dem letzten Schreiben an sie habe mandem Schaffner zu Zofingcn und dem Vogt zu Aarburg befohlen, sich über die Proviantknufc der V Orte undandere Dinge zu erkundigen; der Bericht des Schaffners werde hier abschriftlich beigelegt. Da man zudem»unier mehr erfahre, daß etwelche geschwinde Practikcn vorhanden seien, welche zeigen daß die V Orte den Friedenuicht halten wollen, wie denn Vogt am Ort, der nach Wallis geritten, sich gegen Peter Thormann geäußert,die V Orte würden, ehe sie den Frieden annähmen, wie Zürich ihn deute, Rücken und Bauch daran setzen undkeinen Stein auf dem andern lassen, und etliche Gemeinden in den Ländern beschlossen haben, keine Kasten zngeben; da auch das Heer im Allgnu noch da verharre, und der Kaiser mit bedeutender Macht in Genua gelandethabe, so seien böse Anschläge zu besorgen. Das sollen die Boten den andern Städten anzeigen und mit ihnendarüber rathschlagen; man habe sich nun „in geheimd" entschlossen zu erwarten, ob die V Orte auf dem nächsten

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