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August 1529.
2) 1529, (o. 9. August). Johanu vou Fuchsstein, würtembergischer Gesandter, an Zürich. „Strengenzc. ?c. Von wegen des durchleuchtigen hochgebornen surften und Herrn, Herrn Ulrichen, Herzogen zu Wirtem-bcrg zc., meius gnädigen Herrn, gib ich E. g. zu erkennen, daß hoch benempter min gnediger Herr ergangnerZeiten, als sein gnaden verstanden, welichermaßen E. g. und gonst umb göttliches worts erhaltuug, auch ab-stellung willen etzliches gewaltiges bedrangs, so E. g. derhalb begegnet ist,' in rüstung waren, mich abgefertiget,des Handels grüntlich erfaruug, auch darneben crbictung zu thun, was sein gnad sambt etlichen ircu Herren undfreunden beistands (in) der fachen thun wollten, darob sonder Zweifels Eur gn. benügig gut gefallen gehabtwurden haben. Als ich aber zu Straßburg ankamen, Hab ich daselbst erkundet, daß sölich irthümben gütlichvereint und vertragen, derhalb mein Handlung uf das selbige mal ferner anzubringen nit von nöten, sonder michwider zu inynein gnedigen Herren verstiegt; so sich aber die fachen noch dermaßen zutragen und schicken, daß diewiderparti göttliches wortes mit unablässigen practikcn und (ge)swinder griffen noch teglichs fürfaren, wäre mingnediger Herr der Neigung, daß sein gnad mit allem jenem, so sein gnad jetzuud haben, auch vermittels göttlicherVerleihung durch hilf und rat seiner Herren und freund an landen und lcuten weiter erobern und bekommen möcht,sonderlich mit dem sloss Hohcntwiel, bei E. g. und andern iren cristcnlichen bundsverwandten in ein cristenlichburgrccht zu begeben, und nach höchstem vermögen leibs und gutes ungcspart solichcn widerwärtigen practikenhelfen verhindrung und widerstand thun, auch darzu im teil des sloss Hohcntwiel offnung zu geben, wie mansich des weiter vergleichen würde, dermaßen wo di widcrpnrtei E. g. oder ire cristenlich(en) bundsverwandtcnangreifen, heimlich oder öffentlich beschcdigcn wurden, daß man dargcgen aus bcmeltem sloss widerumb handeln,halten und straifen möchte, darzu dann sein gnad zu roß und fuoß den zusatz zu mercn erbüttig. Wiewol nundas sloss Twiel uf ein jar lang mit profiand und aller notdurft genugsam gespeist und fürsehen, so wurde dochzu angezeigter Handlung und merung des zusatz(es) noch eines merern kosten zu halten von nöten syn; demnachsyner gnaden bittlich ersuchen, daß E. g. sambt iren cristeulichcn Mitbürgern, mynen Herren von Kostenz, denendann solich sloss zu gebrauchen zu sonderlichem vorteil dienstlich und wol gelegen, wollen seinen gnaden mit derprofiand und fürsehung des hau(se)s noch uf ein jar lang zu statten kamen, und wiewol sein gnaden uf einsoliche jars fürsehung ein dapfer somma und vil merers, denn hierzu von E. g. bcgert wirdet, uflouft, so wolltendoch sein gnad mit tnusent gülden fürzustrecken crsettigt und benüegig sein, der Zuversicht, solichs werde E. g-in betrachtung aller gelegenheit nit beschweren; das ist mein gnediger Herr wie obgemelt nach allem vermögenzu vergleichen erbietig."
St. A. Zürich: A. Würtemberg. — St. A. Lern: Kirchl. Angelegenh. (Zürcher Copie). — Stadtarchiv Constanz.
164.
Meilmrg und Bern. 1529, 19. bis 29. August.
Archive Bern und Frciburg.
Verhandlungen betreffend den Rechtshandel mit Sadohen, insbesondere wegen des Genfer Vurgrechts.
Wir legen die bezüglichen Notizen vor:
1) 1529, 19. August, Frciburg. Das Begehren des Herrn von Grcycrz, ihn laut der Veredlung ">der Sache gütlich handeln zu lassen, wird auf morgen an die Bürget gewiesen. — (2V. August, leer gelassen.)
2) 1529, 27. August, cbcndort. Auf das „Ausehen" des Herrn von Greyers ist abgeredet, man wolledas Beste thun und das Recht gegen den Herzog erwarten. K. A. Fr-wurg- Ralhswch Nr. »«-
3) 1529, 24. August (Bartholoinni, Bern). Der Graf von Grcycrz erscheint im Begleit von stellburgischen Boten und begehrt, ihm eine freundliche Unterhandlung zu gestatten; er schlägt dafür das erste zuPeterlingeu genannte Mittel vor. — Man antwortet, (zu der Gütlichkeit) willige man gerne ein; es stehe aber