August 1529.
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entgegenkämen, so würde man der Kosten halb nicht so strenge sein, damit vor allen Dingen die Ehre Gottesgefördert und den Eidgenossen und christlichen Brüdern, die um der Wahrheit willen in ihren Herzen Zwangsalleiden, geholfen würde; doch werde man unter die gesprochene Summe jedenfalls nicht herabsteigen; denn esmüßte das den Gegnern und ihren Nachkommen zu ewigem Gedächtniß und einem Spiegel dienen, da sie (dieStädte) wider die Bünde und die Billigkeit beleidigt haben; auch wolle man sie mit diesen Kosten nicht zumGlauben, sondern zur Freiheit des Glaubens nöthigen, oder aber laut des Friedens ihnen den Proviant ab-schlagen. Die Boten sollen deßhalb Bern zum höchsten und dringlichsten ersuchen, sich hierin nicht abzusöndernund nöthigenfalls auf dem Abschlag des Proviants zu beharren.
3. Da sich Lucern in allen Dingen widerwärtig erweise und seinen Zusagen in der Sache Murners nichtnachlebe, so soll es an dessen Statt auf die Klage antworten und in seine Fußstapfcn treten; wenn aber Bernden Proceß nur gegen Murner richten wollte, so hat die Botschaft Gewalt, darin nachzugeben.
4. Betreffend den Handel mit Uuterwalden bestätigt man die letzte Erklärung, daß man Bern zu einemehrenvollen Frieden, mit dem es sich vollkommen begnügen könne, verhelfen wolle, und hoffe dagegen, daß esandere Sachen sich gleichermaßen angelegen sein lasse und Zürich treuen Beistand leisten werde, ze.
II. An die heimlichen Näthe, und nicht an Näthe und Burger zu bringen:
1. Zur Antwort auf die Zuschrift der Heimlichen von Bern, dd. 3. August, über die Vurgrechte mit denschwäbischen Städten: Es „sollent unser botten inen zuo verstan geben, daß uns disc fach zuo Handhabung undbeschirmung göttlicher warheit und eeren, ouch zuo widerstand und bekränknng der fygend der warheit fast für-ständig, nutz und guot und keinerlei wys uszeschlachen, snndcr trostlich und mit fröiden anzuonemcn sin bedunkcnwell, als wir onch noch des geneigten beständigen willens sygent, sölichs anzuoncmen. Dann so vil unser hilfmit der kraft gottcs zuonäme, so vil me unser widerwärtigen uns zuo bekümbern oder sich an uns ze länen (?)abschüchens übcrkomind, und inen ir argwillig gottlos practicieren dest meer gebrochen wurd. Und wicwol esnoch nit wyter dann für uns die heimlichen Rat kommen, sygent wir doch der guotcn ungezwyfclten Hoffnungund habind deß gar kein Mangel, dann daß wir ein guoten gneigten willen und alles guots by unseren kleinund großen Räten finden, und da kein abschlachens sin werde, und sige daruf an sy unser trungenlich ansuochen,(daß) sy der fach im besten nachsinnen, die trostlich an die Hand nemcn und stattlich sich darüber beratschlagenwcllint, ob sy gedenken mögend, sölichs by iren gemeinden zuo erhebende sin, damit nit die fach uf und nidcrgetrölet werde, wie mit Straßburgischem burgrechtcn vornacher beschechen, da irc gesandten uf zwcycn darum ge-haltenen tagen nun jemerdar mit halbem segel faren und sich kein(s) satten, daruf biderw lüt zuo vertrösten wärind,hören oder verneinen lassen wellen, das eben schimpflich und uns ganz mißfellig, wo man mit andern lütenouch dcrmnß haudlcu söltc.
2. „Und so inen villicht dise fach (als wir hoffen) ouch anmüetig sin wölkte, ob man dann etwahin darumZuosamen käme, über die artikel dises burgrechtens, was uns da annemlich sin wölkte, zuo beratschlagen und unsdeß zuo vereinigen; oder ob man setz zuo Baden Frytags nach unser lieben Frowen tag, als die sechs Stett ondas dasclbs zuosamen komen werden, vom Handel red hielte, damit man denen von Costenz ein antwurt zuo-kommen lassen möcht.
3. „Unsere botten söllent onch gedenken, mit den heimlichen unserer Eidgnossen von Basel ze handle» von wegender schwäbischen burgrechtcn, weß willens sy hierin, und ob inen die anmüetig sin wellend oder nit, damit wirü'es gemüets deßhalb onch bcricht werden." . . .
III. „Und weß sich unsere botten mit unsere» lieben Eidgnosscn und cristenlichen Mitbürgern von Bernund Basel obgcmcltcr dingen und artiklen halb (I. und II.) verglychend und entschließend, mögent die von^>ern denen von Biel, und die von Basel denen von Mülhnscn zuoschribcn, sich wissen mögen daruf ze beratenund »f nächstem tag zuo Baden . . darnmb antwurt ze geben, damit wir glych gefinnct und nit also wie vorue unser» Meinungen und fürnemen zerteilt sygent."
IV. Verwendung (in Bern) für Emcrita Lütscher, alte Aebtissin von Königsfelden, daß mit Rücksicht auf'hr Alter und die geleisteten Dienste ihr Leibgcding noch um etwas gebessert oder die 300 Gulden, die sie ans