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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
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August 1529.

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2) 1529, 5. August, Freiburg. 1. Eine Botschaft von Lausanne äußert die Besorgniß, daß der Herzogvon Savoyen, wenn er (es gegen die Genfer gewinne), dann vermuthlich auch ihr Burgrecht zu schwächen unter-nehme, und bittet, die Stadt für empfohlen zu halten. 2. „Des übrigen soll die tagsatzung des spans halbvon wegen etlicher marchen zwüschen Echallens und dem Jurten gegen inen besuocht werden."

K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr. SS.

3) 1529, k. August, Freiburg. Das Begehren des Grafen von Greyers, mit Beistand des Herrnvon Stäfsis und Anderer, ihm einen Monat Frist zu geben, wird an die Burger gewiesen.

4) 1529, 9. August, ebendort. Antwort: Man wolle ihm auch einen Monat vergönnen, jetzt aber keineBotschaft zum Herzog schicken; finde er da etwas, so lasse man es geschehen und werde dann weiter darüber

rathschlagen. K. A. Freiburg: Rathsbuch Nr, SS.

Mellingen. 1539, 7. Angust.

Staatsarchiv Bern: Acten Kirchliche Angelegenheiten.

Eine Botschaft von Bern bewirkt in der Abtei den Uebertritt des Abtes und der Mehrheit der Con-dentualen zum evangelischen Glauben.

Wir legen den diesfalls erstatteten Botschaftsbericht ein und lassen auch das bezügliche Schreiben vonBern folgen:

1) 1529, 8. August („am achtenden lorenci"), Baden. Niklaus Manuel an Schultheiß und Rath inBern. „Müssend daß ich gestern anzöig gchebt Hab, gan Wettingen in das kloster zuo kummen; dann dermerrheil der München daselbst sigend in iren conscienzcn getruckt und wol bericht, daß sy in eim torechten gefarlichenstand vor gott wandlind, darum ich mich zuo iuen verfüegt Hab, mit bysin üwcrs Hofmeisters zuo Küngsfelden,ouch Bernharden Brunners, alt undervogt zuo Baden, und fründlich mit inen geredt. Also habend sr> sich ein-hellig vereinbart, usgenomen ein einiger Münch, den inhalt des Helgen wort gottes nach inhalt üwer gnadenreformatio» zuo erstatten mit göttlicher hilf, und daruf von Zürich ein ratsbotschaft erworben, ouch uns vor ge-nampt erbeiten, daß wir Hütt darby sin wellen, das wir gethan und den Abt erbettcn habend, ouch darynzuo bewilligen, das er mit weinen und süfzen gewagt und zuogsagt hat zuo thuond, doch daß sy die götzen niteinswegs (ver)brennend, sunder still und mit züchten ab dem weg jetz verbergind, daß st) im zuogcsagt und irkutten abzogen habend, sich ouch erbottcn, gan Baden und andre ort, do st) kilchensätz habend, cristenlich undwarhaft bredikanten zuo setzen, die eer gottes getrülich zuo fürdren :c. Uf das Hab ich inen auzöigt, ich habevon üch kein befelch; aber es sige nüt gewüsser, dann daß ir lyb und guot in großen trüwen zuo inen setzen,st) schützen, schirmen und handhaben werdend nach vermög üwers vor usgangncn zuosagens, ouch im friden vor-behalten, dicwpl sy doch ouch der grafschaft Baden halb üch zuo schirm und gehorsam zuostaudend, ?c. . . .Harum ich üch dcmüetig bitten, ir wellend dem Abt und Convent ein tröstliche schrift zuoschickcn uf der post,die sy rüeme und tröste; dann es ist warlich ein ort, das vil vil frucht bringen wirt, ob gott will." . . .

2) 1529, 19. Angust. Bern an den Abt und Convent zu Wettingen. „Unser oenner und mitratNiclaus Manuel hat uns schriftlich bericht, wie ir üch erinnert habind der verfüerung, darinne wir all gemein-lich gestecket, dadurch wir von evangelischer leer abgefüert und bishar von wegen menschlicher eigennütziger in-satzung geirret (worden). So nun der allmächtig ewig güetig gott st» heilsam wort allenthalben crschincn laßt,deß glänz üch ouch berüert hat, sagen wir ime dank, mit innerlicher pitt, (daß) er uns und üch sinem göttlichenwillen nach leiten und vcrharrlichen sinem wort anzehangen gnad verliehen well. Dwyl ir nun in den warenchristenlichen stand getrettcn, so sagen wir üch, als zum teil üwer ober und schirmherren, zuo, üch mit hilf und