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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juli 1529.

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3) 1529, 30. Juli (penult. Julii). Bern an seine Boten in Baden. Antwort auf ihren Bericht überden Punct, welchen Zürich in seine Instruction gesetzt. Man habe an der deßhalb gepflogenen Verhandlung(der Städte) gutes Genügen und Gefallen ünd wolle diesen Artikel ebenfalls ruhen lassen, bis man weitererfahre, wie die V Orte den Frieden halten wollen. Dem entsprechend sollen die Boten in der angefangenenHandlung tapfer beharren.

4) 1529, 3. August. Bern an Dieselben. Antwort auf ihr jüngstes Schreiben und die gemeldete Bitte derSchiedlcute. Man verwundere sich über den gefallenen Ausspruch und die gestellte Zumuthnng größlich, seidagegen mit der Handlung der Voten zufrieden. In dieser Lage sei man nun nicht geneigt, sich zu entschließen,bevor man sich mit Zürich darüber bcrathen habe, und wolle jetzt vor allem den unterwaldischen Handel erledigtwissen, um sich nach dem (diesfälligen) Spruche richten zu können, s) u»i> 4) im St. A. Venn Teuts-h Miss. n. sss», eos».

5) 1529, 1. August, Baden. Die Gesandten von Bern an ihre Obern. 1. (Zu s). „Wir Hand üchnächstmals fast ylends geschriben(?)uf Mittwuch zuo nacht (28. Juli), das wend wir hie anfangs wyter erklären.Nachdem und an uns durch die vier Ort und ouch die früntlichen scheidlüt kein gesuoch, früntlich bitt und Werbunggespart, Underwalden betreffend, Hand wir beharrlich gcantwurt, wir rüefend an um recht, in kraft des besigletenlandfridens. Demnach Hand sich die scheidlüt beraten und uns zuo müssen gethan, sy wellind gan Bern, üchselbs (zuo) bitten, daß ir üch nochmals eins früntlichen usspruchs wellend benüegen und inen den vertruwen,doch daß wir und ander von (den) Orten jetz zuo Baden nit verrytend; dann sött der tag also zerrütt, werdendunser mißgünstigen nachburen fröid und Hoffnung darab ncmen, verhoffcnde der frid zwttschen uns sige schonam todbctt, und möcht etwas böser pratik inryßen. Haruf wir sy gewarnet, sy werdend mit by üch schaffen;ob sy aber je nit erwinden, wellend wir ouch heimrytcu und üch ze underrichten ouch zun fachen reden, dess syeben scr erschrocken und eins andren fürncmcns worden sind, nämlich klag und antwurt zuo hören, das nun zuoHänden gnummcn, wie im nächsten schryhcn zum teil verstanden. So bald aber die von Underwalden rat suoch-tend by den Kotten von Luzcrn, Uri, Schwyz und Zug, Hand sich die gedachten vier Ort offenlich erlütret vorallen Eid und Bundsgnosscn, dicwyl von den gnaden gotts wir nun in ein friden kummcn, sygcnd sy nun für-hin eim teil als vil zuo raten und helfen schuldig als dem andren, und sind also von dem underwaldischenHandel, als unpartygischcn zimpt, abtrettcn. Aber die dry Kotten von Undcrivalden, nämlich Amman Halter,Amman Wirz, Amman „Ammad" (von Matt), Hand gcantwurt, diewyl der frid üch die mal, das recht oder diefrüntlichkeit anzuoncmcn, zuogcbc, habend sy noch zur zyt nit mögen müssen, ob ir recht(lichen) oder früntlichenusspruch wurdend anncmen, sunder hellend trost und Hoffnung gchebt, ir wärend so güetig gsyn und (hettend) diefrüntlichkeit angnumcn, Harum sy in ein recht zuo treten nit verfaßt, und Hand aber demüctenklich gcbctten, bydem abgeredtcn friden zuo blyben, das by uns, als billich, kein statt hat mögen haben. Uf das ist inen dieurteil worden, bis nächstkünftig Mentag antwurt zuo geben oder sunst ein urteil »messen erlyden zc. 2. (Zu a).Uf das Hand wir morndcs erfordret den kosten, so wir von Zürich und Bern und unser anhänger und Mithelferin nächst verschinem krieg erlitten Hand, und uns strags uf den artikel gelassen, der im friden ustruckt, man sölleuns obgenemptcn um unser» kosten ein usspruch thuon, und mög derselb artikel keinswegs uf die fünf Ort ver-standen werden, als ob sy ouch kosten höischcn und die schidlüt darum sprechen füllend. An disem notstein sindwir bis uf jetz Sunntag gestanden, cb wir bcschluss habend mögen erlangen. Die fünf Ort Hand hoch frünt-lich antwurts wys dargethan, sy verhoffend, diewyl im selben artikel heiter stände, man sölle gestaltsame undgelegenheit der fach eigentlich bedenken; da sigcnd sy hoffend, diewyl man sy die fünf Ort überzogen Hab, sölltinen der kost wol als billich und billicher werden; aber sy hoffend, ob schon gesprochen und billich wurde, daßst) die fünf Ort den kosten geben söttend, wir sundcrlich von beben Stetten Zürich und Bern wurdend bedenken,wie vil landen und lütcu sy uns hettend (gc)holfen schützen, schirmen und behalten, dnrnnder sy ir bluot vergossen,Meuchen biderman verloren, so vil glücklichs sigs von gott erlangt, ja so vil licbs und lcids erlitten, und so eszuo nöten käm, da gott vor sige, noch gern täten und tuon wurdend; das söttend wir bedenken und inen nütabnemen. Aber wir Hand stark und nnnbläßlich beharret, doch alles mit so früntlichen lieblichen reden, daß es<uu tust zno hören ist, uf unser part durch doctor Joachim von Watt, burgermeister zuo Saut Gallen, nf derWiderpart durch schulthciß Goldcr von Luzern. Znoletst Hand nur nf der schidlüten anmuotcn unfern kosten