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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juli 1529.

benamset und gefordret in einer summa lr tusend gülden, zuo Händen der sechs Stetten, mit vil me warten, un-not zuo melden, denn eben daß wir inen auch Hinwider habend antwurtswys angezöigt, daß wir mit inen unddurch irentwillen wol als vil und mee liebs und leids, auch schwer und großen kosten erlitten haben. Als symit uns zuoletst uf Sambstag nach Jacob! (gehandlet?), Hand sich die schidlüt bewilliget, ein usspruch nachvcrmög des fridcns zuo thuond, ouch wir das mit wüsscnthafter täding geschechen zuo lassen angenommen. Alsouf Hut Hand sich die schidlüt entschlossen und usgesprochen, daß nämlich die fünf Ort, ein jedes Ort insundersund für sich sclbs, de» beden Stetten Zürich und Bern sampt iren anhängern sölle geben fünfhundert krönenan iren kosten . ., tuot rrv° krönen. Das habend wir zuo beider syt in abscheid begcrt zuo kumen und dem-nach hindersich an unser Herren und obren zuo bringen, üwers gefallens darüber zuo erwarten. Glich jetz werdendwir diser stund den Murnerischen Handel angryfcn." — (Handschrift Manuel's). St. A. B-r»! A. Wrchl. Angel-g-nh-it-».

6) 1529, (E. Juli? A. August?). „Der Murner ist nidcr." — „Als wir den Murncr gefordret undernstlich angezogen, hat Schultheiß Golder gcantwurt, er syge ane menklichs in Luzern wüssen hinweg, gezogen,,wir sollend in uns nüt lassen rüwcn. Uf das habend wir uns hoch beklagt, wie er uns an eeren so hoch ge-schwächt, und aber die von Luzern in kraft des fridens schuldig si(ge)nd, den Murner uf disen tag für die schid-lüt zuo stellen, nach lut des artikels, der also stat, daß er von denen von Luzern an(e) alles widersagen darzuogehalten und nach sinem verdienen gestraft soll werden. Das alles hat er mit guoten warten und lachen wellenverantwurten; aber wir wcnd, ob gott will, so ernstlich darinnen handlen, daß es zuo üivern eren und gefallendienen soll, und nit so schimpflich lassen Hingan."

St. A. Bern: A. Kirchl. Angelegenh. (vermuthlich Anhang zn einem Gesandtschastsbericht, von Mannel'L Hand).

7) 1529, 3. August. Bern an Zürich. Die Boten auf dem jetzigen Tage zu Baden haben schriftlichangezeigt, was durch die Schiedsleute in der Kostenfragc zwischen den Parteien gehandelt worden, worüber wohlauch Zürich schon Bericht empfangen haben werde. Man habe sich über diese schimpfliche Handlung und dieseZumuthung an die Städte besonders ernstlich verwundert, sich aber zu keiner bestimmten Antwort entschließenwollen, ehe man die Ansicht Zürichs kenne, der Unterwaldner Handel zu Ende gebracht und die betreffende Ent-schädigung bestimmt worden sei. Deßhalb bitte man dringend um Mittheilung des gefaßten Rathschlages.

St. A. Zürich: A. I. Capp. Krieg. — St. A. Bern: Teutsch Miss. 15. 363 d.

Zu «.ziehe ich den Schlußartikel des Basler Exemplars: „Lieber Herr Zunftmeister (Meyer?), gedenkentdaran, daß der abscheid, so zuo Bern erlangt ist, uf nächstem tag gen Baden komme."

Zu in. Bezügliche Andeutungen liegen in der Lucerner Instruction.

Zu n. Es liegen einige Korrespondenzen vor, aus welchen sich ergibt, daß an den früher aufgesetztenVertragsentwürfen neue Veränderungen vorgenommen wurden.

Zu «. Das Wesentliche liegt in folgenden Acten:

1) 1529, 29. Jnli. Bürgermeister und heimliche Nathc von Konstanz an BM. und geheime Räthc inZürich. „Iis vcrschincn Mentag (29. d.) sind der crbcrn stctt Ulm, Mcmmingcn, Lindow, Kempten, Bibrachund Jsni haimlichen raten botschaft by uns gewesen und habent uns angezöugt, nachdem uf dem richstag zuoSpyr im rrvj ten jar durch der kais. Mt. verschribnen anwalt und orator, ouch durch all churfürsten, surften undstand des Richs ainhclliklich ain abschid gemacht, beschlossen, angenommen, gelobt und versigelt syg, daß in fachendes gloubens jede oberkait mit den iren handlen möge, deß sy getruwc gegen gott und kais. Mt. (sich) zuo ver-antworten, mit wclhem abschid vil frid und süen in allem land entstanden ist, habent doch jetz etlich lüt durchir ununderlibig practik so vil zuo wegen bracht, daß uf nechstem richstag, der in disem jar ouch zu Spyr istgehalten worden, der selbig erst abschid durch etlich churfürsten, fürstcn und stand des Nichs wider willen, ouchüber darwider beschcchne protestatio!! und appcllation etlicher churfürsten, fürsten und stett, widerumb vernicht undufgehnben und ain maß im glauben gesetzt syg, dess alles sy nit macht noch fuog habent, uß welchem jetzigenabschid (ouch) nichts dann unrat und krieg ze besorgen syge; in welhcs ansehung sy (die stett), als die einmal die süeßigkeit des ewigen worts gotts empfunden und (den) entlichen fürsatz und willen habint, das selbignimmer wer zuo verlassen und ec alle gcfar nnd wagniß dnrob ze bcston und anzcnemen, ainen verstand mit