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Juli 1529.
Baden zuo verritcn und da danncn nit kamen, unz die houptbrief nach lnt der coppen ufgericht und von sölichen(von?) uns verordneten schidlütcn innamcn unser aller vcrsiglct werden, und dem nach der schribcr allenthalbumhin, nämlich zno den sechs Stetten und auch den fünf Orten riten und jedes Orts und lands mcrer secrct insigclan die brief henken und demnach den partigcn überantworten, und hnrin kein vcrzug nit ze brnchcn, und daß esalso stis und gcwüß gehalten werde, so haben wir obgcnannten schidlnt, Hans Aebli, aminan zuo Glarns, JacobFrpbnrgcr, Peter Hcbolt, alt schnlthes zno Solothorn, Gaudenz von Kastelinur, vogt zuo Fürstnow, zuo vcstemUrkunde unsere eigne insigel und bütschet für uns und ander obgcmelt unser mitgsellen getruckt in diser gschriftenzwo, von wort zuo wort glych lutcud, und zuo noch merer sicherheit und warem bestand aller obgeschribnen dingenund artiklen so haben wir Amman, Nät und ganze gemeind der statt Zug unser statt und gemeinen ainpts Zuginsigel in namen für uns selbs und der obgenanntcn vier Orten Luzern, Uri, Schweiz und Undcrwalden, ouchoffenlich lassen drucken in discrn brief und den den obgemclten unfern gctrüwcn lieben Eidgnossen von den sechsstellen Zürich, Bern, Basel, Santgallen, Millhusen und Biel zuo iren Händen geben und überantwurt uff Frptagnach Sauet Johanns Baptisten tag nach Christus unsers behaltcrs gcpnrt gezelt tuscnd fünf hundert zwenzig
und NÜII jare/' St. A. Zürich! Acten I. Cappclcrkrteg.
Das hier benutzte Original ist nicht die angezogene Ausfertigung, sondern Copie, jedoch ohne Zivcifel vongleichem Datum; es besteht aus einem Folioheft von 19 Blättern (wovon 8 beschrieben), in welches der vereinbarteText durch verschiedene (drei oder vier) Hände abwechselnd (je 1 Bogen) eilig eingetragen wurde; das erste Blattträgt die Spup eines Siegels. Das Haupteremplar der evangelischen Partei liegt im Staatsarchiv Bern; dasletzte Blatt ist theilwcisc weggerissen; auf der obern Hälfte hangen an einem horizontalen Papierstreifen dieSiegel der genannten Schiedleute; dasjenige Zugs ist beseitigt.
Die Acten des Lncerncr Staatsarchivs enthalten außer den oben benutzten Vorschlägen nur die ProjccteN. 43 (doppelt, von Hnbcr und dem Landschreibcr zu Baden, letzteres Exemplar mit einigen Aeudernngcn vonHuber), N. 46, IZ: 1. von unbekannter Hand, nach HL, mit Anfang und Schluß aus dem Pergament;2. von Hnbcr's Hand, unter dem Titel „Hernach folgt abermals die Mäßigung der artiklen, so die früntlichcnuntertädinger zwüschend den vj Stetten . . . und andren iren mithaften eins, und de» fünf Orten . . . andersteils zuo aunemung eins fridens fürgetragen und gestellt habend, darby die sechs obbemeldten Stell mit irenMithelfern endlich wellend bliben." Art. 2, 13, 14, 16 sind nachträglich von gleicher Hand, Uli entsprechend,corrigirt. In Art. 14 sind merkwürdigerweise vier Sätze aus dem Bern er Vorschlag aufgenommen, dann abergestrichen und durch die Redaction 1111 ersetzt.
N. 46 II findet sich ferner im Staatsarchiv Bern: A. Kirchl. Angelegenheiten; im Kantonsarchiv Solo-thurn: Abschiede Bd. 15, auch im Stiftsarchiv St. Gallen. Abschriften des Hauptbriefes sind ziemlich häufig-Bemerkungen zu letzterem, folgen unter Beilage 8. (Deren Datum 26. Juni wird theilweise aus N. 34 zuerklären sein).
137.
Basel. 1529. i. Juli.
Staatsarchiv Zürich: Acten Strasburg. Stadtarchiv Consta»,1.
Tag der dier Städte Straßburg, Zürich, Bern und Basel.
1. Nachdem die Botschaften zusammengetreten, um auf Hiutersichbringen über ein christliches Vurgrechtoder Verständnis; eine (vorläufige) Abrede zu thun, haben die Gesandten von Straßburg zum ersten vorgebracht,(1-) daß, wofern die Sache zn Stande käme, ihre Stadt, weil sie auf Reichstagen gleich nach Köln unterden Städten den Vorsitz habe, in den aufzurichtenden Briefen auch billig vorangesetzt und genanntwerde, in Betracht daß die eidgenössischen Städte sich auch als Glieder des Reiches berühmen, und dieses