Juni 1529.
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5. „Zum fünften, von wegen daß etliche Ort gen Veckenriet oder an ander end zuo tagen sich zesamenverfüegent*), da ist unser der schidlüten willen, bedunken und guot gefallen**), daß nun hinfür weder die vierWaldstett nach ander stctt, so burgrecht mit einander Hand, nüt mer umb dheincrlei fachen, so ginein Eidgnossenbetreffend, an dhein end (sich?) zuosamen verstiegen, und die fachen also zuo übertrommen; dann ze besorgen, daßin die harr nützit gnots daruß entspringen möchte. Ob aber etliche Ort bnrgrccht oder alt pündtnussen gegeneinandren habent, und fachen vorhanden wärent, die allein st) betreffen, dorumb mögcnt st) sich versamlen, anwölchem end sy wöllent, und so man zuo tagen kompt, mit ernst helfen handlcn, ane alles praticiercn und rotten.
»Zum sechsten, als dick und vil zuo tagen gcredt worden, daß etliche Ort in namen gemeiner Eidgnoschaftvon Orten (stellen!) und ländren gehandlot und ußgcschriben, darin alle andre Ort nüt gchandlat nach darzuoverwilgot, sölichs soll hinfür vermitten blyben und die Ort, so sölichs ußschriben thuond, sich mit namen benamßenund underschriben, und die Ort, so um sölich fachen nüt wüssent oder iren willen nüt dar zuo geben, underlassenund nüt gemeldet werden.
7. „Zum sibenden, von wegen Herr Jacob Schlossers seligen*) kinden, da wäre miner Herren der schidlütenfrüntlich pitt, daß min Herren von Schwyz den armen kinden etwas um gotts willen wöllent geben, damit unddie armen kind bester baß erzogen mögent werden.
8. Zum achtenden, daß all und jede zuosngungen, so die vier stell Zürich, Bern, Basel und Sant Gallensampt und sonders göttlichs worts halb gethon habent, by iren kreften, war, stät, vest und ungeändrct bestanund beliben, unverhindret und ane intrag menklichs; wo man ouch die messen, bilder, kilchenzierden und ander*)gottsdienst hin und ab gethan, daß ouch jederman**) deßhnlb unangefochten belybe, und nüt widcrumb ufgerichtnach zethuond geheißen, gestattet oder gestraft, doch daß harinne niemand zum glouben gezwungen werde.
9. „Zum nünden, daß alle die (allen denen), so den beiden stellen Zürich und Bern zuogezogen oder inenzuo disem krieklichen fürnemen trost, hilf, rat und zuoschuob erzöugt und bcwysen, in was wys und gstalt daszuogangen und bcschechen, es sige Basel, statt Sant Gallen*), Mülhuscn, Biel, Thurgöw, Vremgartcn, Mellingen,die fryen gmeincn Empter im Ergöw, des glichen Toggenburg, Gastal, Wesen und ander, daß dieselben all
^.ck 5. ^IZ: * „verfücgend, daß nun" w.
7. ** „gelaßnen kinden, sol diser artikelder schidlüten bescheidenhcit heimgesetzt und übergebenwerden, also daß berüerten kinden, damit sy erzogenund zuo eeren gebracht werdint, ein zimliche underhaltungund narung verlange; doch sofer inen den kinden nit nachbilligkeit bcgegneti, wurdint wir den eeren und der gebürnach Wyler handle»."
^.ck 8. L: * „vcrwendt" gottsdienst w.
L: „wem er joch zuogehörig sy uff dise stund",deßhalb w.
^Vl!! * „Brcmgarten, Mellingen, die srygengemeinen Empter im Ergöw" w.
^zuogesagt, ufgericht und vcrsiglet werde."
5. 6. (übergangen, resp. acceptirt).
7. „Item von pfaff Schlossers kind(en) wegen wellenunser Eidgnossen von Schwyz das heim an ir Herren undobcrn bringen! waS die thuond, lassend wir geschcchcn, dochhierin unverbundcn sin."
8. „Item dero im Gastal, ouch zuo Wesen und dergrasschaft Tockenburg, so allein denen von Schwyz und Glaruszuogehörend, daß sich die von Zürich dero mint beladen unddie zwei Ort früntlich mit einander» da regieren und handle»lasten."
g. ^. . . . „Von wegen des zuozugs jedem teil bescheche»,daß die zuo beiden teilen in glicher maß ungsccht (und) un-gstrast (bliben), es sigen gmcinden ald soudrig Personen,geistlich ald welllich, daß jedermann widcrumb zuo dem siuenkommen, darby bliben söll und mög au(e) all entgcltnuß,und besonder als etlich p-rsonen an etlichen Orten ufgschribeirund nit sicher gsm sind, daß also aller unwill und ergangenfachen zuo beiden teilen ufgehebt und jederman on sorg blibensöll."