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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1529.

50 Büchsenschützen von Lausanne, die hier angekommen, habe man zn dem Panner geschickt; wenn übrigenseine Verstärkung nöthig wäre, so sei deßhalb eilends anher zu schreiben, zc. St. A. B-m- T-uis-h Miss. n. ess.

9) 1529, 10. Juni, Sitten. Philipp am Henggarten, erwählter Bischof zc., mit Hauptmann und Rath inWallis an Frcibnrg. Antwort ans dessen Schreiben vom Montag (14. d.) und die mündlichen Berichte desBoten, mit verbindlichem Dank und Erbieten/ Man bitte Freiburg, keine Mühe zu sparen, um einer Zerstörungder Eidgenossenschaft zuvorzukommen und die gegenseitige freundliche Nachbarschaft zu erhalten, zc. Den Auszugfür die V Orte habe man ihrer Mahnung wegen nicht unterlassen können, da es sich um den alten christ-lichen Glauben handle, welchen zu schirmen man schuldig sei; man wünsche aber von Herzen, daß gemeine Eid-genossen das Beste zu den Sachen reden, damit der Handel ans Recht gesetzt werde. Man begehre auch Nie-mand zu überziehen oder anzugreifen, wenn das Land oder die Leute im Felde nicht geschädigt werden, bittealso um ein getreues Aufsehen, das man Hinwider verspreche, zc. K. A. Fr-iwrg - A. Wallis.

10) 1529, 17. (17./13.) Juni, um Mitternacht. Bern an seine Heerführer. Antwort auf ihre heutigeZuschrift aus Bremgartcn. 1. Befremden über die Nichtvollziehung des Befehls, in das Lager der Zürchernach Cappel zu ziehen, und abermalige Ermahnung, sich dahin zu verfügen, es wäre denn daß letztere selbstdie Vereinigung unnöthig fänden. Indessen halte man sie für nothwendig und begehre, daß die Unterhändlerersucht werden, die Sache bald zum Ende zu bringen; denn es begegne so vielerlei, daß man deren in Bäldelos werden wolle; sie sollen also einmal erklären, ob die V Orte die vorgeschriebenen Artikel annehmen odernicht; doch sollte deßhalb mit Zürich und Basel geredet werden, und zwar ohne Verzug. Denn aus dem Ober-simmenthal und von dem Vogt zu Aele» kommen Nachrichten, wie die Walliscr 400 Büchsenschützen aus demAngst-Thal herbeiziehen, wollen; 2000 Walliser seien schon in Uri; in Burgund solle sich etwas Kricgsvolksammeln, und 400 Fußknechte und ebenso viele Pferde seien in die vier Städte am Rhein gezogen, was allesohne Zweifel den V Orten zum Vortheil diene; es dürfe also nichts versäumt werden. 2. Mißfallen über diemangelhafte Berichterstattung, zc. St. A. Bemi Teuts-h Miss, n. ssso, ss?.

11) 1529, 17. (17./18.) Juni, um Mitternacht. Bern an die Schiedlentc. Schon zweimal habe mansie crmahnt, den Span beförderlich auszutragen, aber noch keine Antwort erhalten, ob die Artikel bewilligt oderabgeschlagen seien; deßhalb ersuche man sie nochmals ernstlich, mit Ja oder Nein zu erklären, wie es darinstehe*); denn lange noch zu warten, sei man nicht geneigt, zc. St. A. B-rn: T-utsch Miss. ». sss».

12) 1529, 18. Juni, Baar. Hauptmann, Fähnrich, Räthe und Hundert (von Lucern) an ihre Obern.„Strengen zc. zc. 1. Wir fliegen üch zuo verneinen, daß uf gestern die von Zürich ir anmuotung, erfordren undbeger in artikel gestellt, und warlich so sind dieselben so streng und muotend uns fachen zuo, die doch uns garzuo schwer und unlidenlich sind. Deßglich Hand die von Bern, ouch die Thurgöwer, ouch artikel gestellt gegenuns, da wir üch dieselben gern hellend zuogeschickt, so Hand uns die nit mögen werden. Aber sobald uns diewerden, wellen wir üch die zuoschicken. Aber dcro von Zürich hochmuot und ouch der Berner ist so groß, daßwir nit mögen wisse», ob ein friden gemacht, ald was fürgenommen und gehandelt wirt; dann st) muotend unsfachen zuo, die doch gar nit crlich und uns ganz unlidenlich sind; doch so handlend die undertädinger darzwüsche»mit allem ernst; da mögen wir nit wissen, was da gemacht wirt. 2. Wyter so wissend, daß die Walliser mitirem volk und mit vil crenlüten hie sind mit sibcn fendlin, und daß wir ein hübschen Hufen volk by einandernHand. Doch so ist etwas unruow under dem gmeinen volk, einer will schlahen, der ander nit, und besonderunder unserm volk, da Hand wir unrücwig lüt, die nun gar ungeschickt sind, und mit nainen ist KleinhansHabermacher zuo Nickcnbach gar ungeschickt gsiu und vil unruow und Widerwillens under unserm volk gemachtund geschruwcn, wie unser fyend so stark sigen, und wie unser ding nünt sig, und zun gsellen gsagt, wir wcndheim und wend nünt schlachen, und die pensioncr und großen Hansen, die söllen die sind Machen. . . Daruf ha»dwir in wellen heimschicken, so ist er vorhin heim; darumb ist unser bitt, daß ir in beschicken, zuo red stoßen m>i>

*) Das Original ist mangelhaft redigirt, namentlich allzn kurz.