Juni 152S.
abkamen, dar??f wir dann dm unscrn im fcld geschribcn, daß s?) sich zuo unscrn Eidgnosse» von Zürich thüendund nit warten, daß st) fürkomen werdind. Deßglichen schicken wir hüt ein fänli lüt an (den) Brünig, damitwir unser land und lüt bcwarind ?c. Darum laud üch die fach zuo herzen gan und gmeiner Eidguoschaftwolfart bedenken" . . . ' St. A. Bern: Teutsch Atiss. Ii. SIS.
3) 1529, 14. Juni, 4 Uhr Nachmittags. Bern an seine Heerführer. Man vernehme durch glaub-würdige Personen, daß heute 2999 Walliser in das Lager der V Orte kommen sollen, und daß sie dann sofortdie zu Cappel liegenden Zürcher angreifen wollen, sofern nicht-die Berner bei denselben stehen. Wie manheute morgen geschrieben, begehre man jetzt abermals ernstlich, daß das Heer Angesichts dieses Briefes aufbrecheund ohne allen Aufenthalt zu den Zürchern ziehe, damit der Anschlag der V Orte vereitelt und Blutvergießenverhütet werde; jedoch soll kein Angriff geschehen, „es möge dann nit anders gsin." Man rathc also zu guterVorsicht und entschlossenem Handeln; denn sollte denen von Zürich etwas widerfahren, so hätte hernach auchBern einen Schaden zu gewärtigen. si. B-r»? Te,asch Miss. ??. s?i.
4) 1529, 14. Juni, gleiche Stunde. Bern an Zürich. - Entsprechende Benachrichtigung. w. wo».
5) 1529, 14. Juni. Freiburg an Wallis. Da Zürich und Bern und die V Orte gegen einander aus-gezogen, so seien Botschaften von Basel, Solothnrn, Schaffhausen, Appenzell, den III Bünden und Freibnrgdazwischen getreten und versuchen nun, den Handel ohne Thätlichkeitcn ins Recht zu leiten; das melde man,damit Wallis, wenn etwas Gutes geschafft werden könnte, nicht zu hitzig sei und es nicht „an rucken" werfe;Anderes werde man wieder zu wissen thun. «. A. zr°iburg: Miss. B. ix.». x. os».
6) 1529, 15. Juni, 19 Uhr Vormittags. Bern an die Schicdleute. Verweisung ans das gestrigeSchreiben an sie. Da nun die Widerwärtigen sich immerfort stärken und auch um fremde Hülfe werben, so sei manabermals veranlaßt zu begehren, daß die Sache bald zum Austrag gebracht werde; denn wenn die Unterhand-lung in die Länge gezogen und die vorgeschlagenen Artikel nicht angenommen würden, müßte man sich zu andernSchritten entschließen, um zu einem Ende zu kommen, zc. St. A. Ben,: Zeutsch Miss. ??. sisv.
7) 1529, 14. Juni, 4 Uhr Abends. Bern an seine Hauptlcute im Feld. Antwort auf den mündlichen Berichtihres Boten, Hans Rudolf von Graffenricd. Mm? habe auch das an sie gerichtete Schreiben der Schiedlcnteerwogen, müsse aber gänzlich bei der Weisung beharren, ohne allen Verzug mit dem ganzen Heere zu den Zürcher??zu ziehen; denn sollte diesen etwas Schädliches widerfahren, so könnte man es „mit keinen Ehren" entschuldigen;darum soll der Aufbruch sofort geschehe??, um den? Anschlag der V Orte zuvorzukommen; indessen soll Niemandangegriffen werden, es wäre denn Ehren und Roth halb nicht anders möglich. Und wenn die V Orte dieaufgesetzten Mittel zurückweisen, so wolle man ihnen Recht biete??, doch nicht nach den Bünden, da diese schlechtgehalten worden, sondern vor den freundlichen Unterhändlern, die jetzt in? Felde seien. Wen?? aber auch dasnichts helfen wollte, so würde man sich weiter berathen; darum sollen die Schiedlcnte angestrengt werden, dieSache kurz zu machen und zu berichten, was sie bei den V Orten finden, damit man sich zu verhalten wisse.Diese Meinung sollte auch den Zürchern mitgctheilt werden. Weiterer Bescheid sei nun nicht zu erwarten.
St. A. Bern! Zeutsch Miss. I?. sss?>, ssii.
Der Bericht voi? Graffenrieds scheint nach einer Andeutung im Rathsbuch die Räthe nicht befriedigt zuhabe??, da er die Zürcher „verunglimpfte".
8) 1529, IL. Juni, Abends. Bern an Hauptmann, Lütiner und Vcnner zu Vrienz. Antwort ans dieeingesendeten Schriften. 1. Sie sollen nun alle Knechte, die sie bekommen können, znsammenberufen und zurAntwort auf das Schreibe?? der Walliser gegen die Zürcher ihnen die ganze Sache vortrage??; zu diese??? Zweckllge mm? ei??e Copie der (letzte??) Missive an Wallis bei, ans der sie das Dienliche schöpfen mögen. Dabeisollen sie betonen, wie die Untcrwaldncr die armen Leute von Haslc, Jntcrlaken ?c. verführt und ii? großeGefahr gebracht habe??, und überhaupt, aber nur der Wahrheit gemäß, den Unglimpf der V Orte darthnn.2. Da die Unterwaldner starke Wachen halten, so soll auch diesseits nichts versäumt werden; namentlich seiden Wächtern zu verbiete??, mit den gegnerischen irgend welche Geineinschaft zu haben; vielmehr sollen letztere,wenn sie herwärtiges Gebiet betrete??, gefangen und anderseits auch das feindliche nicht betreten werden. 3. Die
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