Juni 1529.
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ruckend, üwern vorteil »it übergcbind, uf niemands angrifend, sunders also stillhaltind. Wo üch aber jcmaudsuberzicchen, angrifcn oder an landen, litten und anders schädigen und bcgwaltigen wellt zc., wurden wir üch nitverlassen, sonders alles das erstatten, das die pünd und burgrecht zuogcnd. Wir wellen üch onch hiemit unbericht»it lassen, das; wir nit der Meinung nszüchend, jemands zc schädigen. Und als dann ein gemeiner tag ganArow beschribcn, dahin aller Eidgnossen und Zuogewnndtcn Kotten, die zwüschen.uns beiden partyen, uns unddcn v Orten, rytcn, das best handlen und vcrsnochen, ob sy die fach zuo gnotem bringen mögen; wo mm unsbegegnet, das uns billich, zimlich und recht bedunkt, und so vil gefunden wirt, daß ir und wir der schand undschmachwortcn vertragen, und die v Ort dcn fcrdinandischen Knud absagen, onch Mnrner nach sinem verschuldengestraft wirt, alldann ivellen wir den Mittlern gern losen und uns rechtens benüegcn lassen. Ob aber ir oderdie v Ort üch glichmäßigcr Meinung nit halten, wurden nur nndcrstan, mit gewalt üch und sy mit hilf andererEidgnossen darzno zc wysen; dann wir je nit vermeinen üch schuldig, wider recht byständig zc sin. Dnrnmbbedenkend die fachen üben wol, waS uns allen daran gelegen ist, und land üch billichcs crscttigcn, damit derglimpf nllwegcn nf unser sytcn syc, und uns nit zuogcleit ivcrdc, wir syend zuo blnotvergicßen und andcr(cnr)übel bcgirig. Das vermerkend von uns bester Meinung, als es onch beschicht. Sodenne. . bitten wir üch, daßir üwer ersam botschaft uf obangeregten tag gan Arow schickend, daß die uf morn znacht an(c) alles seien dasye. Datum in yl," zc. El. A. Bcr»: Tculsch Aiiss. I!. Siadibibl. Zürich: SinuiU. Siimnüg. T. SS (Original).
Abgedruckt (mit einigen Varianten) in Bullingcr, Reform. Geschichte II. 172—173.
21) 1529, 1». Juni, bei Anbruch der Nacht. Hauptmann -c. vor Utznach an Zürich. Nach zweitägigemAufenthalt in Nüti haben sie hcnte Mittag dcn Weg nach Utznach fortgesetzt; dort seien ihnen einige Glarncrans der Stadt entgegen gekommen, Ivo sie mit ihrem Banner gestanden, um sie von dem Einzug abzuhalten;nachdem man ihnen die Befehle der Obern vorgewiesen, haben sie viele gute Worte gegeben. ^;hr Hauptmann,der Panncrherr und Vogt Dolder haben hierauf die Bitte erneuert, daß man nicht weiter vorgehen möchte, und»ach langer Unterhandlung sei abgeredet worden, daß die Glarncr morgen eine endliche Antwort geben sollen;sie haben zuletzt gewünscht, daß 30—40 Mann von Zürich in die Stadt einrückten; man habe es jedoch ab-geschlagen und sich ans freiem Felde gelagert. — Alwz darnach habe Franz Miles von „Lichtcnsteinangezeigt, daß 600 Toggenbnrgcr in Kaltbrnnn angelangt seien, und zwei Abgeordnete dahin gewünscht, um jicZur Vereinigung mit dcn Zürcher» zu ermahnen; diesem Begehren sei sofort entsprochen worden; da morgen dieAntwort folge, so bitte man um Befehle — und um Nachrichten über den Stand der Sache bei andern Ab-theilungen. ^
22) 1529, 10. Juni, 3 Uhr Nachmittags. Bern an Schultheiß, Nitthc, Hundert und ganze Gemeinde inöncern und die Boten von Zug daselbst. „Das schriben, so ir uns by discm üwcrm potten gcthan, haben wirverstanden, darinne ir begcrcnd, daß wir mit nnscrn Eidgnossen und cristenlichen Mitbürgern von Zürich ver-schaffen und an inen vermögen, daß sy mit irem züg heim und abzüchend, oder aber wir uns iro nützit
anncmen zc Uf sölichs füllend ir wüsscn, daß uns der Handel beschwerlich ist; mit bester minder, dwil uns
und u. E. von Zürich eben vil und mancherlei schmach, schand und unbillich reden nfgetrochcn ungcwarncterfach (als ir wüssend), wider alle billigkeit und rechtmäßig Ursachen, da aber niemands darumb gestraft wirtnoch abtrag beschicht, sonders vil mer an ccrcn verletzt, zuo dem daß by üch der Mnrner enthalten wirt, r erwider uns geredt und gchandlet, das keinem cristcn zc liden ist, deßglichcn ir mit andern Orten ein tthädl.chenpnnd mit dem Ferdinands gemacht, und als wir bericht sind, die nndcr>tand ins land (ze) fneren, ie nn erüch noch uns nie hold gsin, ja die unser erbsind sind, dero vordern unser vordern mit venenmg (veigießung. nobluots lands verjagt Hand; sölich und derglichen Ursachen uns billich zeherzen gand, und wir aber von snd undruowen wegen, onch gmeiner Eidgnoschaft zuo wolfart bishar gelitten; so wir aber jemerdar gejpnren un lccyen,daß es nützit helfen (will), können wir im anders nit thuon. Daß ir aber fürwcndcnd. ir ivellmd de^ rech engstan zc., wüßt ir wol. daß wir, onch unser Eidgnossen von Zürich nfritens halb der niiderwaldi,chen vogtendas recht anbotten, hat aber nit mögen erschießen; dann wir durch die potten, so nackter lligen y uc) gßn,verstanden, daß die von Undcrwalden nnangcsechen unser rcchtbietcn mit usfücrung ircr vogten fürfarcn wellen,