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Juni 1529.
Erstlich als in vergangnem umryten zuo den fünf Orten unserer lieben Eidgnossen botten gen Undenvaldenkamen, habend st) Zürich, Bern, Basel und Straßburg schilt an ein galgen ghcnkt offcnlich fundcn, und da stlgefragt, warum sy das lydind, ist inen geantwurt worden, es irre sy nützid.
Zum andren, habend sy ein nüwe rott ufgericht, die tragend zuo eim zeichen einen dannast im hnot. Dahat ein redlicher rell uß unserem sryen Ampt, unwissend daß sy ein sölhe conspiration und rottung habend, einstechpalmen estlin ongefärd im hnot gen Zug ze merkt tragen. Also sind über in gefallen die mit den tannestc»und in jämmerlich übel geschlagen, und alle die von der rott nit gefridct, wie dann die pündt und eins jedencid fordret, sunder ein solche schalkhafte Verwirrung und blodren angehcpt, daß weder frommen noch unfrommen,so sy es hörend, erlydenlich ist, ja wir von Zürich sygind kätzer, nit allein des kätzerischen glonbens halb, vondcß wegen uns niemnn sölte laben lassen, sundcr ouch unverschamptlich gcrcdt, sy wöltind, welich unserem glaubenanhicngind, küe und merchen gehyt hettind. Und das hat nit nun einer gethon, snnder iro vil. Noch blybt esalles ongestraft.
Zum dritten, als etliche unser bürgeren zuo Schwyz schuld ynzeziehen gehept, sind sy onversehenlich on vor-genden zwytracht in ir angsicht gschlagen, daß sy bluotruns worden und die blawen streichmal Harheim gebracht-Und ist das allwcg undcr vil lütcn geschehen, und hat nieman frid genommen, ja Amman Rychmuot hat esselbs gethon. Es ist ouch der selben schuld ynziehcr einer uff fryem fäld von einem angerennt mit zucktemschwärt, das er crwütscht, und mit gefächt sovil sich brucht, daß der fycnd müed worden und doch in uß bitthat lassen hingon, da aber wol ze vermessen ist, wie jämmerlich er umbgcbracht, wo er sich nit also gcivcret,daß er den fycnd müed gemacht hett.
Zum Vierden habend die von Schwyz Herr Jacoben Keiser, den man genennet Schlosser, ist sibcn M'hindcr uns ein pfarrer ze Schwerzenbach gewesen, rrij tags Meyen in Utznacher Herrschaft gefangen und im ver-heißen gen Utznach ze stieren, nach vermög irer fryheit; dann er sust ein geborner Utznacher ist, das sy nit ge-halten, sundcr mit gwalt gen Schwyz gestiert, wie wol sy jetz Utznach nit bevogtend, sunder Glaris, und wiewol wir sy mit unser ernstlichen ratsbotschaft und geschriften angesuocht und nach den pündten, die ein jedesvoll, gricht, huß, Hof ?c. by iren gerechtigkeiten blyben lassend, erfordret, daß sy den genannten unseren pfarrerwidrum gen Utznach staltind, Hindan gesetzt, daß wir billicher begärt hettind, daß sy in fry liessind, so doch inendie fenknuß jetzmal, so sy den vogt nit da habend, nit zimpt, habend sy doch den frommen mann jämmerlichuff den rrir.-tag Weyens verbrennt, uß keiner andren ursach, weder daß er ze Oberkilch im Gastal christenlichgclert, und habend aber die von Oberkilch mit einhälligcm mer zuo irem pfarrer und predicantcn erst benemptenHerr Jacoben angenommen, doch erst zuo Sant Martinstag nfzcziehen und die pfrnond ze messen. Es habendouch die frommen lüt uss dem Gastal denen von Schwyz ires glonbens halb recht gcbotten uff die von SchwtzZselbs und die von Glaris; noch habend sy sölchcn frävel an inen und uns über alles rechtbott begangen.
Zum fünften, als die vögt von Undenvalden jetz uff den sechsten tag Vrachets habend wellen in denAemptercn im Ergöw und ze Baden ufryten, und aber noch in offner vech(d) mit unseren Eidgnossen und chnmlichen mitburgercn von Bern und mit uns unvcrricht stand, habend wir früntlicher Meinung gen Lucern geschribe»,daß wir nit gestatten wellind, daß sy ufrytind; habend die von Luccrn unseren botten one antwnrt heimschickt, darab lychtlich ze nemen, daß sy den ufrüerischen pundtbrüchigen Underwalderen byständig (ze) sin sick'genommen habend.
Zum sechsten habend die von Schwyz offenlich haruß gelassen gegen Herren Jacobs früntschaft, sy wellinduns stark gnuog sin, die Wallisser gegen den Berncren richten und den Keiser an Zürich.
Zum sibenden habend sy nff achtenden tag Brachst ein taglcistung schon angeschlagen und botschaft ver-ordnet gen Waldshnot zuo den Keiserischcn, und da von eim kricgschcn anschlng ze handlen, daß uns der Keif"usscrt Nhyns har angryfc, und jy innerthar. Dcß wir guot müssen tragend; dann sy ersten tags Brachtdarin öffentlich geratschlngt. So wir ja über alle zuovcrsicht der beßrnng, mit schaden unser und der unstreubefindend, dz sy nit allein weder gricht noch recht, fridcn noch pündt haltend, sunder über dz alles unsbekriegen, verderben und zerstören trachtend, habend wir uns, wie wol schwarlich, dann wir nit nnbericht, >vv6uss kriegen folget, je müessen verwägcn, damit wir und die unseren by fryheit und grechtigkeit blyben mögind,