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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1529.

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wider recht und alle billigkeit bishar bcwysen. Dicwil ir nun sölichen gwalt, muotwill und schmähung allwegon straf Hingan lassen, darzuo all unser vor und nachgeben, ouch kein billigkeit helfen, und weder göttlichs»amens noch unserer eeren verschont werden, ouch uns und den unfern sölich schand, Verachtung, gotzlesterungund hochmuot fürcr uit ze lidcu, sunder ouch vor gott und der welt hoch verwyslich sin will, sind wir zuocrrcttnng göttlicher und unserer eeren und suis heiligen worts, sölichen ungerechten bösen gwalt göttlicherkraft »idcrzelcggen und zc strafen trungcnlich verursacht und zuo räch gcnöt worden, und wölkend, sovil unsgott genad und stcrki vcrlicht, die on unter Verzug mit der Hand und gewaltiger tat an üch rechen und sölichenumotivill keins wcgs nachlassen, das wir üch hicmit heiter ankünden, und dardurch rmser ecr gegen üch sampt»nd sundcrs für uns und alle, die uns hierin anhängig und hilflich sin, verwarct habe» wölkend, in urkunddiß bricfs, der init unser statt fürgcdrugktcm secret insigel verwarct und in der selben unser statt Zürich inoffnem Nat geben ist Zinstag des achten tag Brachots im rv° und rrir"" jar." Datum des Entwurfes; diebesiegelte Urkunde datirt Ziustags Medard! (was übrigens das Gleiche bedeutet).

St. «. Zürich: Arn» I. Cappclertricg. St. A. üuccr»: A. R-l>g!o»shüiidci.

2) Die Absage an Schlvyz, d. d. 9. Juni (Mittwoch nach Medard!), zugleich als Entgegnung aufdessen Schreiben vom 39. Mai gefaßt, entwickelt die im Rathschlag vom 1. Juni (Nr. 199, N. 7) angedeutete»Motive (I, 1); dagegen wird der Handel mit Unterwalden und das Bündniß mit Oesterreich gar nicht berührt.

il». ik.

3) 1529, 9. Juni. Manifest von Zürich (Druckcrcmplare).

Allen christglönbigcu menschen und in sundcrs denen, so in unser Eidgnoschaft von Orten und Zuogc-wandtcn wonend, wünschend wir Bürgermeister, Nat, Burger und voll von Zürich, gnad und frid von Gott,mit nachfolgendem fürtrag. Als mcuklichcm bewüßt, wie die von Undcrwaldcn mit fräfner vcrmcssenhcit mit irpaner, und ivns spieß und stang tragen macht, usgemacht und wider alle pündt, ecr, cid, uachpurschaft, wideralle rechtbott, früutliche vcrmanung und anstall, unseren gctrüwen lieben Eidgnosscn und christlichen niitburgernzuo Bern in ir land gefallen zc., und wie sich die fach zuo fridcn geschickt, genannte von Bern sich gegeninen ganz gnädiklich geneigt, onch wir in hindrung des fridens uühit anders fürgenommen, weder verdinge»,daß sy künftiger zyt wider die warheit des Evangelij ivcder practieiertind noch handletind, und sujt weder an ireer, die sy doch übel bcivnrt, noch an lyb noch guot ze beschwüren fürgenommen; harwidrnm aber sy mit stolzemgmüct und gcböch uit allein alle früutliche Meinung veracht, sunder ouch in Hangendem friden.mit den Ferdinau-dischen, sampt den andren vier Orten, Luccrn, Uri, Schwyz und Zug, einen pnndt gemacht, unfern glaubenZe durächtcu, und mit namen ußgcdingt, was sy mit gedachtem Ferdinands hie disct Nyncs in unseren landenmit einander gwünnind, solle der fünf Orten sin, darin lychtlich crwcgcu ivirt, daß sy uns willens von demunseren mit cim frömbdcu ziig ze tringcu, welchs doch wider alle natürlichen recht ist, nit allein wider die pündt,daß sy unseren crbfyeuden, wider welche wir so oft von ansang unser Eidgnoschaft mit ganzen trüivcn by einandergestanden sind, zuogfallcn, uns zuo höchstem Nachteil und gruntlichem verderben, so doch wir das burgrccht mitden frommen von Kostenz mcnklichcm unschädlich, aber einer Eidgnoschaft zuo höchste», guotcu und fridcn gemachtund in dem christliche» burgrecht gar nit fürgenommcn, jcmants ze durächtcn noch vehcn um des gloubenswillen, sy aber schon unser land geteilt habend, und die bärcnhut verkauft, cc sy den bärcn gestochen. Es istouch demnach mcnklichcm bcwüßt, wie die fünf Ort uns setz uil jaren har geschmächt, gelestcrt, geschcdiget, nndcr-knickt und mancherley wegen veracht und angriffen, welches wir in rrv artiklcu offenlich habend lassen ußgon,in denen wir so warhastig alle stuck dnrgcthon, daß kein frommer noch warhaftcr einigen strafen oder der»nwarhcit schellen n,ag. Noch habend wir über disc uncrbcrcn Händel alle betrachtet, was unser Herr EhnstusJesus um unsertwillen erlitten, und uns, so fcrr wir cinigerlcy bessernng an inen gschen hcttind, verwegen zuo(der) ecr Gottes sölich unlydenlich fachen ze vertöwen und dulden. Aber so wir ouch sidhar mit schwärercnunlydcnlichercn fachen von inen angriffen, wie hernach folgt, wil eS je zuo undcrtruckung des Evangelij undgemeiner grcchtigkcit so bärlich lange», daß wir ce den tod söllcnd lydcn, weder das unerber läbeu einen für-gang lassen haben vor Gott und der welt.

2!»