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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Juni 1529.

knecht; denen muoß er schweren, ghorsam und gewärtig zuo finde. So ist es ouch nie in einer Eidgnoschafterhört, daß man in sölcher gstalt ein Ort der Eidgnoschaft sollte ane alle rechtlich erfolgung sins stats, gerechtig-keit, vogtyen und ämpter also entsetzen. Darum, lieben Eidgnossen, üwerm begeren und schryben statt ze thuond,will uns ganz nit gezimen und unsers achtens üch nit minder dann uns nit gebürlich noch erlich syn, mitfrüntlicher bitt, daß ir die fach bas bedenken, von üwerem fürnemen abzcstan und solch unser antwurt in trüwerMeinung und (im) allerbesten, als es beschicht, von uns ufnemen." St. A. Luc-n>: A. R-agi°»§hSnd->.

Einen Abdruck hat das „Archiv f. schweiz. Neformationsgeschichte", II. 136, 137. Ebcndort findet sichein Vorgang erzählt, der obige Missive ergänzt; wir lassen die Stelle hier folgen:

7) „Dise antwurt schicktend unser Eidgnossen von Lucern ouch flur, wie dann der bott von Bern für rätund gemeinden der andern drü Orten Uri, Schwyz und Zug wollt, vor gedachtem botteu von Bern zuo jedemOrt, damit man st) by glycher antwurt fundc. In dem nun, und ce der Berner bott in (den) Ländern vorden gemeinden gefertigct, was der angesetzt tag hie, mit dem vogt nfzuoryten, und als der bot von Bern nitheim noch mit antwurt, dann er erst am fünften tag Junij wider gen Lucern kam, (kam) noch ein bott vonBern harab; denen gab man abgehörte antwurt uf, und wolltend wir mit uuserm landvogt fürfaren. Also amSunntag früej kam unfern Eidgnossen von Lncern und uns botschaft, daß die Zürcher mit eim fennli knechtenzuo Muri lagend im klostcr," zc. zc.

8) Vortrag der Bcrncr Gesandtschaft (Manuel?) in Zürich (3. Juni 1529).

„Her Bürgermeister, from zc. Schnlthes, klein und groß Rat der statt Bern habent minen mitgesellenund mich abgefertigot, euch als unfern iusonders lieben und trüwen Eidgnossen und cristenlich Mitbürgern erst-lich ze sagen iren früntlichen gruoß und alle hilf in allen nöten zc. Zum anderen, diewyl ir als u. t. l. Eidg.dem landvogt von Underwalden nit wellend lassen gen Baden inriten und solichs unseren gnedigen Herren vonBern anzeigt, hat unser Herren guot sin bednnkt, solich inriten mit der früntlikeit ze hindern, Hand also deniiij Orten zuogeschriben und sy gcbetten, diewil der underwaldisch Handel noch nit ze end gebracht, sye ir bittund beger, daß st) die vier Ort vcrschaffcnt, daß die Underwaldner mit irem ufzug mit dem vogt gan Badenabstandint und den alten vogt, so von Schwyz zuo Baden ist, biß zuo ustrag der fach zuo Baden blibcn lassindzc. Dann unsere Herren Schultheß und Rät sind nit willens, einichen krieg anzefachen, sunders zuovor ircgemeinden aller schwach und schand, inen zuogefüegt, genzlichcn berichten, darmit so man in ein feld kom, keinschwach und schand ingelegt werdi; dann man sye gar kriegsch, so es schön weiter sy(g) und die snnn schin;wenn es aber ützit ein wenig regnoti, so wurd ein großer unwill under dem volk zc. So nun aber die ant-wurt von den vier Orten uns zuokommen nit komlich ist, mögent wir unser gemeinden allenthalben so bald nitzuosamen bringen und gehaben; darzuo so habent die iren (unfern?) etlich uff dem land mit iren nächsten Nach-kuren von Luccrn ein verstand gmacht, einandren nit ze schedigen, und also vil unrat ze besorgen; die Eid-gnossen syent hertköpsig, und ob (eb) sy gelt ußgebind, st) liessint ce ein Eidgnoschaft undergon; darzuo sowißt das gotts wort nit anders dann frid und einigkeit. Ir unser trüw lieb Eidgnossen und cristenlich Mit-bürger von Zürich, die da die ersten und anfenger sind gsin, habent mit der güetigkeit vil erlanget und ze wegenbracht; so habent ire Herren von Bern domalcn fast gescheidcn, es wär sunst langest krieg worden. Nu ist wolmöglich und zc glouben, daß man gelt und pencion geb, und nun richlich; dann man in gar vil mindrcn undkleinfücgeren fachen, dann dise ist, gelt geben hat; aber es ist vil einfaltigs schlcchts volk, das uss rechter from-keit daruf verharren wil. Dann ich reds thür und als hoch ichs reden kan, daß ich im ersten mich letz undfyendselig gnuog gestellt Hab, bin aber ouch bericht worden. Warlich man mag mit spieß und Halbarten denglouben nit ingcben. So habe man noch kein krieg drumb angefangen. Sölichs betrachtent ire Herren garcigenlich. Dann der Keiser Hab nit sovil ze schaffen, dann daß er wol, so wir etwas anfiengint, mit uns für-nämen mächt. So habind die Wallißer vj°" man, die wartend, wenn wir etwas fürnemint mit den Eidgnossen,so wärint sy uns hinnen im ncst, jucktind demnach von stund an wider heim, wer weit inen thuon. So ist derHandel mit dem Herzogen von Safoy ouch nit ußgemacht und wüssent ouch noch nit, woran wir sind zc., mitvil warten, was sorg er uff im trage; wo man aber uns wellte bekriegen und über ziehen, weltind wir unser