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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Mai 1529.

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3.Solich und dergliche» Meinungen sollend ir inen fürhalten und (si) trungenlich crmanen, daß die artikelangenommen werdind zc., und daby sagen, wie sy das burgrecht gehalten in dem, daß sy mincr Herren burgcrund underthan(en) by nacht und nebel ufgewiglet Hand, das richtig wider das burgrecht sye, da nun min Herrengenuogsam ursach gehebt, inen domals das burgrecht abzekünden, das sy aber nit wellen thuon, bis sy die vonJens witer versichert wurden, als jetzmal beschechen ist.

4.Witer so habind die von Jens thein gwalt gehebt, sölich noch ander burgrecht (inzegan?), lut einesverzichungsbriefs, den die savoyischcn anwält den mittleren anzeigt Hand zc. (11. April 1519?), darumb sy billichendie versichrung annemen, ir glück und heil, lob, nutz und eer »it usschlachen sollen; dann wo sy sich jetzmal nitwysen ließend, mögend sy als die verständigen wol ermessen, was inen darus entspringen wurd; deß wellendmin Herren sy getrüwer Meinung 'gewarnet und hiemit ir eer bewart haben zc.

5.Uech ist ouch in bcfelch geben, alles das ze handlen, was zuo friden und ruowen dienet, dess ir vollengwalt Hand, ouch der banditen, todschlegen und anderer fachen halb.

6.Wo aber nach langer Handlung die von Jens je von dem burgrechten nit wellten stan, so wüßt irwol, wess sich min Herren Nät und Burger entschlossen, nämlich dem Herzogen des rechten geständig ze sinvermög und inhalt der pünden." St. A. B-m: Jnstnm. s»o v, soi. Bgl. Rathsbuch 221. p. 294,20s.

2) Die Gesandten von Frei bürg haben Vollmacht mit einzuwilligen, wenn die Genfer gemäß den vonZürich, Basel und Solothurn aufgesetzten Artikeln das Burgrecht abkünden lassen und jene Artikel gutwilligannehmen; wenn aber zu Drohungen gegriffen würde, um sie davon zu drängen, so sollen die Boten erklären,man wolle sie bei dem Burgrecht bleiben lassen und deßhalb das Recht erwarten; wenn die Sache sich dann sogestaltet, so sollen sie fordern, daß der Vertrag von St. Julien und die Sicherung bis zum Austrag des Rechtenin Kraft bleibe. K. A. Freibmg: Jnstruct. I. S4.

3) Ergänzenden Bericht gibt das Werk von Nogct (Tso 3rü88S8 st üöllsvs), l. 333335, zum Theilnach den Genfer Rathsbüchern. Am 26. Mai erfolgte die Abreise der eidgenössischen Botschaften; die ihnenübergebene Antwort enthielt eine bestimmte Ablehnung der gemachten Vorschlüge.

4) 1529, 31. Mai, Bern. Hans Bleuler und Joh. Balthasar Keller an Bürgermeister und Rath inZürich. Nach ihrem letzten Schreiben seien sie nach Genf geritten und haben da ihr Bestes gethan, aber nichtsausgerichtet; seit ihrer Rückkehr nach Bern habe der Herzog von Savoyen sie durch ein Schreiben ersucht, nocheinige Tage hier zu bleiben und seine Botschaft zu erwarten, was sie laut ihrer Instruction nicht abzuschlagenvermocht; sie melden dies aber, damit die Obrigkeit sie zu finden wisse. Da die Berner Gesandten, die etwasmit Zürich zu handeln vorhaben,hinterrücks" abgereist seien, so müssen die Boten diesen Brief mit derPost bestellen. St. A. Zürich: A. Genf.

101.

Zürich. 1529» 22. Mai (Samstag in der Pfingstwochc).

Staatsarchiv Zürich: Acte» I. Cappelcrlrieg; Rathsbnch k. S07t>.

1. Gesandte von neun Kirchgemeinden in den Freien Aemtern zeigen an, wie sie sich der alten Gottes-dienste zu entschlagen begehren und ihren Priestern befohlen haben, nur das Evangelium nach Inhalt derhl- Schrift zu verkündigen; wie aber der Vogt ihnen einigermaßen gedroht, wcßhalb sie in einiger Sorgestehen und dringlich um Rath und gutes Aufsehen bitten; dabei erbieten sie sich, in weltlichen Dingen allenihren Pflichten gcnugzuthnn und in Sachen, die das Gotteswort berühren, sich an die Weisungen Zürichs zuhalten. II. Darauf wird den Kirchgcnossen der neun Gemeinden gcrathen, nochmals über die Abstellung der