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Mai 1529.
?». 1529, 19. Mai (Mittwoch nach Pfingsten), Zürich. Rathsbeschluß: „Als dann die biderwen lüt imThurgöM und sunst allenthalben her täglichs und on underlaß mit setznng und entsetzung irer Pfarreren undpredicanten mine Herren unrüewigend, und einer gemeind dis, der anderen jens derselben prcdicanten halbanlyt; damit dann mine Herren sölichs nahiloufens eins teils gerüewiget und die biderwen lüt dest ee gefür-dert und irs anligens entscheiden werden mögend, habend sy sich erkennt: Wenn nun hinfür solich klagenkommen, es sige setzens, entsetzens, ufnemens, abwisung, verhörung oder anderer dingen halb, was sich sölicherPfarre» und pfrttenden halb zuotragen möcht, dasselb ein Burgermeister erstlich nit für Rath nemen, sunderfür die Herren, so vornaher über die schöpfung und benamsamung der pfrüenden gesetzt und verordnet sind,wysen, dieselben dann M. Uorichen und wer sy darzuo not und geschickt bedunkt, zuo inen nemen und davöllig gewalt und befelch von minen Herren haben sollen, in disen dingen ze handlen, ze heißen und zuoordnen, was sy cristenlich, je nach gstalt und gelegenheit der fachen und Personen, für erbar, billich und gnotansechen will. Wölte inen aber etwas hierin zuo schwer werden, mögend sy wider an mine Herren langenund dieselben fürer, was sy gut und billich dunkt, handlen und erkennen lassen." St. A. Zürich: R°qswch.
Zu 1». Mit diesem Beschlüsse war dem zürcherischen Ehegericht eine Competenz übertragen, die in derFolge wichtige Erörterungen hervorrufen mußte.
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Gens. 1529, 21. Mai f.
Staatsarchiv Vera: Instructionen, iV. 300 Ii. ätai»tol»sarchiv Freiburg: Jnstrnctionen, Bd. I. 81.
Gesandte: Zürich. Johannes Bleuler; Johann Balthasar Keller. Bern. Sebastian von Meßbach,Schultheiß; Hans Franz Nägcli; Reinhard von Wattenwyl. Basel. — Freiburg. Anton Pavillard;Peter Tossis; Peter Früyo, Gerichtsschreiber. Solothurn. (Unbekannt.)
Verhandlungen betreffend den in Nr. 94 entworfenen Vergleich zwischen dem Herzog von Savoyen undder Stadt Genf.
Es liegen uns nur wenige bezügliche Acten vor:
1) 1529, 14. Mai. Instruction der Bern er Boten nach Genf.
1. „Erstlich sollend ir (an Sindiken und Räten?) vermögen, daß die artikel, so die uudertädinger derdry Stetten gestellt Hand, der ganzen gemeind fürgehalten werdind, und daby sagen, wie min Herren sölich artikelirs thcils angenommen habind, daß ouch sy die Jenfer obberüert artikel annemcn und von dem burgrechten stanwcllind; dann schlechtlich min Herren diser zyt keinen krieg könnend noch mögend liden von wegen der seltsamensorglichen löufen, pratiken und untrüw, so verhandelt sind, do nun von nöten, daß min Herren wol für sich scchenund irs lands warten.
2. „So nun dem also, und aber dargegen die von Jens mit gnuogsamer sichrung wol versechen und zuoruowen gestellt werden mögen, vil bas dann mit dem burgrechten, zuo dem daß sy den merklichen kosten, soüber sy und min Herren ein lange zit har gangen, fürer nit mögen erliden, sye inen vil weger und nutzlicher,güetiklich von dem burgrechten ze stan dann darby ze beliben; dann sollten min Herren mit recht darvon (alswol zuo besorgen ist) gewisen werden, inögen die Jenfer wol bedenken, was inen darus erwachsen, und wasnachtheils inen zuostan wurde; darumb füllend sy die fachen wol betrachten und inen selbs, ouch minen Herrenzuo ruowen helfen, (so) wellen inin Herren nüt dester minder früntlichen und nachbürlichen leben, ouch darobund daran sin, daß die sichrung lut gestellter artiklen gehalten wcrd.