Mm 1529.
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burgs die Mittheilung einer Copie der Instruction bewilligt worden, damit dasselbe seiner Botschaft gleichlautendeVollmacht geben könne, w. St. A. B-r»! Teutsch Miss. ». SSI ».
5) 1529, 19. Mai. Solothurn an Freiburg. Da man bisher in dem Span mit dem Herzog vonSavopen, wegen des genfischen Burgrechts, sich nach Möglichkeit für gütlichen Ausgleich bemüht, so habe manjetzt abermals eine Botschaft nach Genf verordnet, um für Annahme des Vertrags zu arbeiten, und bitte nunFreibnrg, zu erwägen daß aus diesem Handel, wenn er nicht beigelegt werde, Krieg und großer Schaden zuerwachsen drohe, weßhalb man zum höchsten begehre, sich desselben zu entledigen, die Genfer abzuweisen undihnen die Folgen von Kriegen zu Herzen zu führen, damit sie die freundliche Unterhandlung der zwei Städte(Zürich und Basel) annehmen und mit dem Streit zu Ende kommen, w. K. A. Freiburg - A. Solothurn.
6) 1529, 2V. Mai. Bern an seine Boten in Genf. „Wir habend von unfern botten, so zuo Baden,ouch in Ländern gsin, allerlei seltsamer geschwinder prntiken, so vorhanden sind, verstanden, die uns zuo merk-lichem schaden reichen möchten. So nun uns solichs begegnet, und unscrthalb die notdnrft erhöischt, daß derjensisch Handel uns abkömme, befelchen wir Ach nochmals wie vor, daß ir ernstliche bcwcrbnng an die von Jensthüend, daß sy inen die fach lassen abkon, so st) doch gennogsamlich versichert werdend. Dann slechtlich, wo st)not angieng, so könnden noch möchten wir inen kein hilf bewysen, uß Ursachen, daß wir in großen sorgen undgefarlicheiten stand, und unser fach uns vil nöcher anglegen dann ir ding; darum st) sölichs wol bedenken söllendund alles, das ir inen lut der instruction fürghalten; dann wo st) je sich nit wellten ivpsen lassen, wurdet: wirredlicher Ursachen halb bewegt, von dem burgrcchten ze stan; das söllend ir inen trungenlich anzöigen, sich dar-nach müssen ze halten." St. ». »«>,: Teutsch Miss. n. so: v.
95.
Lttcern. 1539, 13. Mai (Donstag bor Pfingsten).
Staatsarchiv Zürich; Acten I. Cappeleckrieg. Staatsarchiv Lttcern: Acten NeligionShändel. Staatsarchiv Bern: Allgem. eidg. Abschiede, !!!!. 199.
Kantansarchiv Solothnr»«: Absch. Bd. 15. .Natttonöarchiv Schafshansen : Abschiede, .ttantanöarchiv Basel: Abschiede.
Ans den Vortrag der Rathsboten der acht Orte nnd der Städte St. Gallen, Mühlhanscn und Biel(s- Nr. 79) antworten Schultheiß, Räthe und Hundert im Namen gemeiner Burger der Stadt Lucern in fol-gendem Sinne: 1. Man danke ihnen für ihren geneigten Willen und freundschaftlichen Gruß. 2. Auf die Er-wähnung, nach dem Beispiel der seligen Altvordern die Gesetze Gottes bor Augen zu nehmen :c., habe manZu erwidern, daß man nichts Anderes begehre, als den Willen Gottes und seine Gerechtigkeit zu erfüllen, wiees die Vordern seit mehrern hundert Jahren gethan; man sei auch ganz der Meinung, daß die Liebe denFrieden und die Einigkeit erhalte, wenn sie nicht abschweife von dem alten wahren Glauben; daß aber Un-friede nnd Zwietracht nichts Gutes bringen; darum haben auch die Väter keine Aenderung in dem uraltenchristlichen Glauben zugelassen, und davon sei der Eidgenossenschaft Lob, Ehre und Glück hergekommen. Jetztaber, seit einigen Jahren, habe der böse Feind sein Gift unter die Eidgenossen gcsäet; wie die Schlange denersten Vater und Mutter aus dem Paradiese getrieben, ebenso habe man jetzt verführerische Pfaffen undMönche, welche den rechten Glauben zu verdrängen streben; um solches zu verhüten und Kinder und Kinds-kinder bei dem wahren Glauben zu erhalten, sei man entschlossen, diese nichtsnutzigen Pfaffen samt ihrer fal-fchen Lehre zu vertreiben »nd nicht zu dulden. Und wiewohl man dcßhalb für Nachfolger des bösen Feindesgehalten werde, der die Christen verführen wolle, antworte man Nein und danke der hl. Dreifaltigkeit, derwürdigen Mutter Gottes und allen lieben Heiligen, sie bittend um Standhaftigkeit, um die Seelen zu erretten.