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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Mai 1529.

5.Soferr aber derselb getäter flüchtig und landrümig wurde, und aber güeter hinder im verließe, söltedas rechte uff söliche verlaßne Hab gehalten und gebrucht werden, und so dasselb in gebürlichen gestalten beschäche,alsdann obberüerte pen onch hin und ab sin.

6.Und damit Hann deHein gefare gebrucht, oder jemand geschonet oder fürgehalten werde, so diß näm-lich Händel wären, faltend min Herren von den drycn stetten als schidlüt, so sy deß bericht und erfordrot, ir bot-schaft darzuo senden, darby zuo sind und zuozesächen, in was gestalten gehandlot wurde.

7.Wo aber min gnediger Herr von Savoy oder die von Jens je zuo zyten vermeinen wurdent, daßsy nit überträtten, gemnotwillot oder gefräfnot hettend, sölte der Handel zuo güetlicher oder rächtlicher erlütrungkamen uff siben man, nämlich zwen, so min gnediger Herr vorgemelt darzuo verordnen wurde, zwen von minengnedigen Herren von beiden stetten, und dry den raten der stetten Zürich, Basel, Solotorn, von jeder einendurch sin Herren und obern harzuo ze verordnen und in der statt Biel zuo besamnen, und was dieselben sibenzuogesatzten mit gemeiner stimm oder dem meren erkennen, dem sollte gelept und nachkommen werden ane witerweigern und appellieren, und sölichs beschächen in kosten der party, so rechtlich underligen, darzuo solich rächtein zweyen manoten vollzogen und geendet, es wäre dann, daß von kuntschaft oder anderer redlicher Ursachen wegenwiters zytes not wurde, alle geferd Hindan gesetzt.

8.Doch (ist) harin witer vorbehalten und ußgedingt, wo der fürst einen gewaltigen Überzug uff diestatt Jens thuon wurde, daß sölichs in der summ der zechen tusent krönen nit begriffen sin, sunders zuo derobbemclten zuogesatzten crkanntnuß stau, wie sin gnad das abtragen und widerleggen sölte nach gcstalt der fach,und himvider, wo die von Jens einichen gewalte wider sin gnad fürnemen wurden, daß sölichs onch zuo derzuogesatzten rechtlichem usspruch kommen, und sunst nützit gewaltigs mit der getate fürgenommen werden, jetznoch hienach, von dheinerley ursach wegen.

9.Und so diß obbestimpt sicherheit durch all teil angenommen und bewilligot, alsdann sölte von beiderpartyen fryheiten, hcrrligkeiten, gerächtigkeiten und harkommenheiten ratschlag und underred gehalten werden, sichbeider siten demnach müssen ze schicken und ze halten.

19.So onch diß alles von den partyen angenommen, bewilligot, versprochen und zuogesagt würt, soldas obangeregte burkrächte tod, hin und ab sin, die ufgerichten brief und sigel zuo miner Herren von den dryenStetten Händen als kraftlos und unnütz überantwurt werden.

11.Doch so sol diß den alten pünten, pflichten, brief und sigeln, damit min gnediger Herr von Savoyminen Herren von beiden stetten und hinwider sy sinen gnaden verwandt sind, ganz unschedlich heißen und sin,sonders die selben in Urem wäsen und chreften beliben." St. A. Zürich: A. Savoyen.

Eine zweite Abschrift, Beilage des Zürcher Gesandtschaftsberichtes, lautet wörtlich gleich.

2) 1529, 14. Mai. Bern an Genf. 1. Beglaubigung einer Botschaft (ohne Namen). 2. Vorstellungder Folgen, die ein Abschlag haben würde, sofern man das Burgrecht zu widerrufen veranlaßt wäre; thätlicheHülfe vermöchte man unter den jetzigen Umständen nicht zu leisten; Genf möge also zu seiner Ehre und Wohl-fahrt nach Ruhe trachten, sc. St. A. B-m: WeW Miss. d.

Unter dem 15. Mai ist ein ähnliches Schreiben an Genf erwähnt und der Hauptinhalt angedeutet; manfürchte, im Recht von dem Burgrechtbekannt" (abgewiesen) zu werden, und was daraus erfolge, möge es selbst

bedenken. Rachsbuch, I>. ss».

3) 1529, 16. Mai (Pfingsttag). Bern an Frcibnrg. Antwort auf das Begehren, die den Boten nachGenf gegebenen Befehle anzuzeigen. Man schicke hiebei eine Copie der Instruction der übrigens bereits ver-rittenen Boten und bitte Freiburg, sich derselben anzuschließen und dergestalt zu handeln, daß der Span endlichbeigelegt werde;dann üch und uns, onch den armen lüten zuo Jens besonders in so gefarlichen und geschwindenlöufen und pratiken, so jetz vor ougen sind, eben vil daran gelegen will sin." . . .

St. A. Bern: Tentsch Miss. Ii.. 260 1>. K. A. Freiburg: A. Bern.

4) 1529, 16. Mai (Pfingsttag), 45 Uhr Nachmittags. Bern an seine Boten in Genf (Seb. v. Tach-bach, Hs. Frz. Nägeli, Hs. Reinhard von Wattemvyl). Anzeige, daß auf soeben eingelangtes Begehren Frei-