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Mai 1529.
mit ml andern frästen ungeschickten warten, als ir selber wol fachen und wüsten, darum auch unser vögt si nitstrafen dürfen.
4. „Und dieimst dann die k. Mt. zuo Ungern und Behem w. durch sine rät und sundrig Personen anuns geworben, ist nit minder, so wir die groß Verachtung und tröwuug, so wir von etlichen Orten und vonden zuogewandten täglichs erlitten und hören müessen, bedacht, haben wir tagleistungen erstlich zuo Veldkilch,darnach zuo Waltshuot gesuocht und daselbs ein verstand und einung, allein zuo erhaltung uns und die unfernby dem alten waren cristenglouben, mit der k. Mt. gemacht und beschlossen, doch mit vorbehaltung -c. lut dervereinung, da wir vermeinen und getruwen, das mit Gott und allen eeren wol zuo verantwurten, und init namen,wer sölich cristliche einung und verständtnus begert zuo verhören und darin zuo komen, die wellen wir st gernhören lassen, und beschämend uns dero nit, dann allen denen, so darin begeren zuo kommen, denen ist platzgelassen worden.
5. „Darum, lieben Eidgnossen, uß sölichen und deheinen andern Ursachen haben wir sölich einung ange-nommen, nit daß wir jemands begeren zuo beleidigen noch zuo beschedigen, sunder daß wir uns selbs und dieunfern mögen by unfern herrlikciten, oberkeiten, gerechtikeiten, altem Harkomen und znogehörden und by dem altencristenlichen glouben erhalten und beschirmen; darum so welle jeder pott das zum besten heimbringen.
ö. „Witer, nachdem dann in dem span und zweitracht zwüschen unfern lieben Eidgnossen von Bern undUnderwalden sich unser lieb Eidgnossen von Basel, Schaffhusen und Appenzell getrüwlich gearbeitet, weder kost,müeg noch arbeit gespart, deß wir inen Höchen dank sagen, und die fach dahin gebracht haben, daß ein fridenund bericht abgeredt und beschlossen und der selben dryer Orten Kotten von unfern Eidgnossen von Bern gewaltund ein besigleter abscheid geben ist, den friden zuozesagen und zuo beschließen, als ouch beschechen ist, undwir uns nüt anders versechcn, (dann) es wäre daby belyben; so aber wir uff hüttigen tag anzug getan, dü-nnst doch unser Eidgnossen von Zürich intrag in sölichen friden ze tuond vermeinen, ob es by dem friden, soabgeredt und beschlossen und unser Eidgnossen von Bern angenommen haben, belibe oder nit, dann vor allendingen uns das ze wüsten ganz notdürftig ist, da aber unser Eidgnossen von Bern nit luter antwurt geben,ob si daby bliben wölken oder nit;
7. „Welichs uns die vier Ort hoch beschwert, dann wir uns deß in deHein weg versechcn und genzlichvermeint, unser Eidgnossen von Bern die hellen das zuosagen und den gwalt, so si der dryen Orten botten, denundertädingern, getan und geben, bas bedacht und in keinen wäg sich beweget und hinderstellig machen lasten.
8. „Und wiewol uns angemuotet und fürzogen ward, daß man vorhin solle red halten von wegen dervogtyen, wie man sich daselbs verglichen mächt, von wegen des gloubens, damit man zuo ruowen käme; so aberuns nit antwurt worden, hat uns gar nüt gepüren noch gelegen sin wellen, jetzmal von sölichen mittlen zuoreden; soferr aber si den friden, wie er abgeredt, angenommen und zuogeseit zuo halten, so hellen wir befelchund gwalt gehept, von wegen der vogtyen von mittlen zuo reden, damit man daselbs zuo ruowen komen wär.Wir erpieten uns ouch noch, wo der friden in sinem wärt bestat und angenommen wirt, daß wir mit andernOrten darüber sitzen und von wegen der vogtyen von mittlen zuo reden, damit man ouch zuo ruowen komen inöcht,und uns dermaß darin zuo bewysen, damit an uns nüt erwinden sol. Und diewyl wir nüt anders begeren,dann daß man uns by unfern herrlikciten, oberkeiten, gercchtigkeiten, zuogehörden und by dem, so unser elternund vordern mit dem swert und sust in ander weg gewunnen nnd überkamen, ouch by unserm alten harge-brachten vätterlichen cristenlichen glouben bliben lassen wölle, und uns nit also darvon mit gwalt und an(e)recht entsetzen wölle, deßglichen wir gegen allen und jetlichem Ort besunder ze tuond ouch urpüttig und willigsind, und uns nüt lieber ist, dann frid, ruow und einikeit. Wir reden ouch deheinem Ort darin, in siner ober-keit zuo glouben, in Hoffnung, es werde gegen uns ouch beschechen.
9. „Darumb ist unser bcger, daß jctlicher bott das zum trüwlichosten heimpringen an sin Herren undobern, mit mer und bessern worten, dann obstat, damit ein insechen getan, daß wir und andere Ort und einjetlichs by dem beliben mög, das im zuogeseit, und wie von aller har, und bsunder in den vogtyen, was einmers under den Orten, so dann daran zuo regieren haben, je zuo ziten wirt, daß es dann daby bliben (söll).