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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Mai 1529.

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es vor Goit zu verantworten hoffe w. Der gemeinen Vogteien halb habe man jedoch begehrt, daß bloß dasMehr gelten solle, und die Eidgenossen mehrmals ernstlich in diesem Sinne ersucht und ermahnt, aber immerumsonst, indemsie" ohne Unterlaß thätig gewesen, jene Unterthancn durch ihre vielen Zusagen ihnen alleinanhängig zu machen; wie dies den Bünden gleiche, könne Jedermann ermessen, a. Wie erklärt worden, daßdie Eidgenossen bei einander Trost und Hülfe haben sollen :c,, gebe man zu, daß beiden Theilen nichts ehren-voller und nützlicher sein könnte; man bedaure von Herzen (Gott sei es geklagt), daß es so weit gekommen,da man keine Freude und Lustdazu" gehabt, und daß die Eidgenossen sich nicht glückhaftigcr und schicklichervnt einander vertragen; weil man aber eingesehen, daß man von den genannten Orten keine Ziemlichkeitwehr erwarten dürfe, indem dieselben sich hinter den Andern, und Wider deren Willen, mit Konstanz undandern Städten und Herrschaften, in und außerhalb der Eidgenossenschaft, durch besondere Verständnisseund Burgrechte mit Eidespflichtcn verbunden, was sie, wenn sie Willens gewesen wären, die alten Bünde zuhalten, nicht nöthig gehabt und nicht gethan hätten, und da sie auf wiederholte Ermahnungen und Bitten,bavou abzustehen, auf die Mittheilnug der ernstlichen Schriften von dem Kaiser, und auf die Vorstellung derwahrscheinlichen schlimmen Folgen der Sache nicht geachtet haben, so sei man bewogen und verursacht worden,samt etlichen andern Orten eine Vorsorge zu treffen und darauf eine Abrede zu machen, nicht in der Absicht,^wiand zu beleidigen oder etwas mit Gewalt zu versuchen, sondern sich zur Gegenwehr zu stellen, wenn manVes Glaubens wegen angefochten oder bedrängt würde; man sei auch keineswegs geneigt, Jemand zu überziehen,sondern immer bereit, nach bestem Vermögen einen Krieg verhüten zu helfen. 6. lieber die Handlung derervon Mühlhausen und St. Gallen empfinde man nicht wenig Bedauern, da doch zu erwarten gewesen, daßsw sich mit den alten Bünden begnügt und bei genauer Besichtigung derselben und gutem Willen erkannthätten, daß sie kein Recht gehabt, sich gegen einzelne Orte besonders zu verpflichten. «Z. Der Schmähungenhalb si>j der Meinung, daß von beiden Seiten, mehr als gut, gefehlt worden, was man bedaure; deß-hvlb seilau mich immer dafür gewesen, daß dienachtheiligcn" gedruckten Büchlein und die Schmützworteabgestellt würden, da nur Böses daraus erwachsen könne, k. Auf den Wunsch, daß man von jener Vercinungabstehen möchte :c., erwidere man, daß die betheiligten Orte zu künftigen Tagen sich über eine gemeinsameAntwort verständigen werden, wozu sie Glimpf und Ehre zu haben glauben, g. Den Vorschlag, daß dieEidgenossen sich unter einander vereinbaren sollten, billige man van ganzem Herzen; man werde auch wederKosten noch Arbeit sparen, wenn andere Orte des gleichen Willens seien, worum mau sie, in Betracht derwvhlthätigen Folgen, freundlich gebeten und ermahnt haben wolle.

Das in Nr. 79 citirtc Actcnstück gibt zu diesem Abschied folgende Daten:

Ans Mittwoch Mittag (5. Mai) seien die Boten nach Uri verreist, wobei sie ihre Pferde in BrunnenZurückgelassen; an der Auffahrt, dem folgenden Tage, haben sie vor der Gemeinde freundliches Gehör gefundenund eine halbe Stunde nachher in ihrer Herberge durch Ammann Türler schriftliche- Antwort erhalten. Nachdem Schluß der Gemeinde seien Ammann Türlcr, Ammann Dictli und Ammann Albrccht zu ihnen in dieHerberge gekommen mit der Anzeige, daß sie von der Gemeinde beauftragt worden, sich für Ammann Trogerzu verwenden, mit gar freundlicher Bitte, ihn bei den Obern bestens zn empfehlen nnd dafür zu wirken, daßer wieder überall sicher und unbcleidigt wandeln könnte, indem sie der Hoffnung seien, derselbe werde sich künftigohrlich nnd wohl halten. Er selbst habe einmal mit den Boten gespiesen nnd viel Gutes versprochen, auchseine Unschuld bezeugt und dargethan, daß erweiter versagt" sein möchte, als an der Sache sei.

Vgl. Nr. 10, k.