April 1529.
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einander,: gebunden, und sunst in bekanntnuß eines einigen gotts und säligmachers, eins tonfs, einer Hoffnungund den zwelf stucken rechts uralten waren cristenlichen gloubens glich gesinuct und zuo allen teilen cristen,alein in den kilchenbrüchen, die man um gelt täglichs ze kaufen und zuo verkaufen pfligt, daran uichzit gelegen,zerteilt sind, und wir je nit wüssen noch erdenken mögen, was si) doch sich also von uns abzewenden und mitunfern erbfigenden verstäntnuß und einungen ze machen verursacht, diewil wir uns zuo inen bishar und nochnützit dann alles guots versehen, auch unser lib und guot zuo inen ze setzen nrbüttig, so syge an sy unser gartrungenlich ernstlich bitt, (daß) sy uns sölicher ursach und bcwegnnß berichten und sich nit also hoch und schwerdes gloubens halb (der doch menklichem frig sin soll) gegen uns belestigen oder beschweren, sunder unser ge-schworn eewig pünt und gemein unser vattcrland bas hierin bedenken, ouch die trüw, früntschaft, einigkeit undliebe, so wir von unfern altvordrcn unz uf dise zit loblich mir einandern harbracht, zuo abkerung ires fürnemensbewegen, ouch sy die groß unruow, zertrennung, schad, schand und spott, so uns zuo allen teilen hierus erwachsenmöcht, beduren, das alles inen inniklich zuo herzen gan lassen, von gemeltem irem fürnemen güetlich und frünt-lich stan und hierin den eeren nachfaren, deß wir uns in ansehung alter früntschaften, trüw und liebe, so vonunfern altvordern säligen mit hohen eeren an uns gewachsen, gänzlich zuo inen, unfern gctrüwen lieben Eid-gnossen versehen, und dagegen alles, das inen lieb und dienst und wir inen schuldig sind, für und nit hinder,mit ganz willigem gemüet alle eer und früntschaft ze bewisen und uns aller spennen mit inen zuo darumb an-gesetzten tagen güetlich zuo verglichen und aller zimligkeit gegen inen zuo faren ganz geneigt und gnotwillig sinwällend."
Der Verfasser, Stadtschreiber Beyel, betitelt das Stück: «Instrnotio nogooij truotnncki nxuck ^nürgus(lnntouuu: Holvotios, ut ckssistnut a Lonaxuotutis Usgis Lolrsmoruru. «
St. A. ZiN'ich! Jnstr. II. IIS—ILS, auch A. I. Capp. Krieg. — St. A.Bern: Allg. eidg. Absch. VN. LS?—sog. — St. A. Lucern: A. Ncligionshiindel. —
K. A. Solothurn: Absch. Bd. IS. — Stadtarchiv Constanz.
71.
Zlorschach, Alheineck etc. 1539, 23. April f.
Staatsarchiv Zürich.
Verhandlungen einer zürcherischen Botschaft. — Hervorzuheben sind folgende Geschäfte:tt. 1529, 23. April (St. Jörgentag), Rorschach. Auf Anbringen und Vortragen der Herren vonEllrich an gemeine Gottcshausleute ist ihre Antwort: 1. Auf dem Mehr uud Beschluß der LandsgemeindeLümischwyl, bei dem Gotteswort zu bleiben, zu verharren und nicht davon abzulassen. 2. Da Zürichgeschrieben hat, daß sie dem neu gewählten Abt ohne weitern Bescheid nicht schwären sollen, so geben sie dies-mal hierüber keine Erklärung aus dem Grunde, daß der Abt von ihnen noch keine Huldigung gefordert hat;sofern er dieselbe verlangt, werden sie ohne Wissen und Willen der Herren von Zürich und anderer Obern"'cht schwören. 3. Sie werden einen Ausschuß thun, damit sie gerüstet und versehen wären, wenn sich „etwaserheben" sollte, wo(niit) man versuchen würde, sie vom Gotteswort zu drängen. Si. «. Zim-h: Act-» i. C»pp-l°rkrt-g.
I». 1529, 24. April, 4 Uhr Nachmittags, Rheincck. Die Zürcher Boten, Jos von Kusen und Jacob^erdniüller, an ihre Obern. 1. Auf ihr Schreiben von St. Gallen aus, betreffend den in Altstattcn gefangenenStatthalter von Forsteck, Hans Egli, haben sie zu ihrem Befremden noch keine Antwort, erwarten sie deßhalbstündlich. 2. Gestern seien sie zu Rorschach vor den 21 „Gegni" (Gemeinden) der Gotteshausleute erschienen, derenetwa 139 Mann (Ausschüsse) gewesen; diesen haben sie den Auftrag der Obrigkeit eröffnet und darauf den bei-legenden Abschied s») erhalten. Heute seien sie nach Rheineck und Thal gekommen, wo sie den Leuten vor-ig