April 1520,
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9. „Daß aber etlich unser Eidgnosscn verdrieß haben nnd zno Unwillen bewegt sind worden, von wegendaß wir mit unsern Eidgnosscn von Zürich und andern zno handthab des gottswort mit christenlichen burgrcchtenvereint sind, dadurch wir bp evangelischer warhcit beliben mogint, und denen widerstand ze thnond, die unsdarvon mit gwalt unundcrricht mit göttlicher schrift triben wellten, ist doch das alles beschccheu mit vorbehaltungder alten pünden und burgrechten und ganz ane iren schaden,
19. „Des crpietens und willens wir noch Hut by tag sind, nämlich die geschworncn pünd an allen denengetrüwlich ze halten, die hinwiderlunb dieselben an uns bißhar gehalten und fürer erstatten wellend, unangesechendaß uns uff unser vilfaltig ansuochen von etlichen unsern Eidgnosscn nie kein volkomcn cndtliche antwurt (hat)mögen verlangen, ob st) die pünd an uns halten weitend oder nit. Doch ist genzlich unser Meinung, daß dißalles dem göttlichen wort und dem waren glauben, den Christus Jesus unser Heiland und siu apostel gelertHand, kein hindrnng, Nachteil noch abbruch bringe.
11. „Wir wellend uns mich hicmit erlütert haben, wo jemands, wer der wäre, der unser getrüw liebEidgnosscn und christenlichen Mitbürger von Zürich oder ander, die uns in dem glauben glichförmig und dorumb»ut bürgerlicher Verwandtschaft zuogethan sind oder noch werden, von des gloubens wegen understücnde an lpb,eer, guot, landen oder lüten ze rechten, trengen, beleidigen oder gewaltigen, daß mir zuo inen unser lyb undguot und alles, das uns gott verlichen hat, setzen werden; darnach wüß sich jederman ze richten, alwegen mitder lütrung, daß wir niemand vom noch zum glouben zwingen wellen, wie hie ob davon geschriben stat.
12. „Zuo beschluß so ist unser früntlich ermanen und begär an unser Eidgnosscn, daß st) dhein srömbdgejt uns ins land laden, dann wir von des gloubens wegen mit inen unsern Eidgnosscn »it schlachen werden,st) fachens dann init uns an, und wcrdind darzuo verursachet, wie ungern wir das thuan wclltend. Beschechenund den vier potten obbemelt uff ir bcger antwurts und abscheids wys geben, Donstag rrij Aprilis Anno ze. xrir°."
Stattschriber zuo Bern.
Die Antwort Berns wurde am 22. aufgesetzt, aber erst am 23. vor den Großen Rath gebracht. — Ausdem Rathsbuch ist noch zu bemerken, daß den Voten der Brief vorgelesen wurde, welchen Murner nach Straß-bnrg geschrieben hatte, und daß sie eine Abschrift (mitzunehmen) begehrten.
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Zürich. 1530, 23. bis 24. April (Dvnstag St. Jörgen Abend f.)
Zürich: Abschied! Bd. ic, c. M, Stanisicrchiv Bcr» : Mgem. eidgcn, Absch, IN!, sei, Kl>ut»»Sllrch!t> Tolotpur» : Absch, Ld, 15,K'antanöarchiv Schasshausen : Abschiede. Staatsarchiv Vasel: Abschiede. Stadtarchiv (Consta»!,;.
Gesandte: Zürich, (Heinrich Walder; M. Binder; M. Thumisen; M. Bleuler). Bern. (Lienhardhübsch!; Niklaus Manuel). Basel. (Jacob Götz, Salzherr; Joder Brand). Solothurn. (Urs Stark,^ckelmeister). Eon stanz, (Jacob Zcllcr, Ncichsvogt; Hans Wellenberg).
»Abscheid der tagleistung bau uns nachfolgenden Orten, Puntsgnossen, Zuogcwandten nnd Mitbürgern,"""'l'ch Zürich, Bern. Glarus, Basel, Solothurn, Schaffhnscn, Appenzell, Sant Gallen,^lilhusen, Biel, deßglychcn der stett Chur nnd Costanz botschaften in der statt Zürich gehalten"...
1- „Als dann diser ylcnder tag von unsern getrüwen lieben Eidgnossen von Zürich, ungezwifelt guoteribüri'nver Meinung, iit ir statt angesetzt nnd beschritten Ivorden voir wegen des tagens, so sich die fünf Ort^9zern, ltri, Schwhz, tlnterwalden und Zug mit den Ferdinandischen oder Kciserschen uff vorvollfüerte gesprüchFeldkirch, setz aber zuo Waltshnot nnderstihend und gebruchend, habend wir die gesandten botten uff disenuns alles deß, so vor ongen gewesen, als die gcschriften und Warnungen, so unsern Herren und obern