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April 1329.
wie aber etlich Ort die geschwornen pünd an uns gehalten, das müsse man auch mal, deß wir uns billichercrklagen möchten, dann wir bishar noch niemands überzogen, keinen krieg angefangen, auch noch nie das zethuond fürgenommen, noch uns darzuo gerüst, als aber etlich Ort than habind, das (so) offenbar ist, daß esniemands verlougncn kan noch mag; wiewol wir gnuogsam redlich Ursachen darzuo gehept, wo uns frid, ruowund einigkeit, ouch gemeiner unser Mdgnoschaft wolfart nit so vast angclägen wäre, so wir vornacher von fridenund ruowen wegen vil gelitten und gewartet, daß man uns gcwalteklich uff unser ertrich gezogen zc., do wirceren halb uns nit lenger enthalten mögen, sonders unser fiend ab unserm ertrich triben müesscn, haben wirglimpfs, Ursachen und fuogen gnuog darzuo gehept. Was sich derselbigen zyt vor und nach verlassen, wie diepünd an uns gehalten zc., ist noch unvergessen zc.
2. „Und darumb, ob glich wol unser getrüm lieb Eidgnossen und christenlichen Mitbürger von Zürich sichrüsten und in die gegcnwcr schicken, deß wir doch nit sonders müssen tragen und nit glauben, daß st) jemandsüberzüchen wellind, soll inen doch sölichs unverwiseulich sin, und niemands unbillich bedanken, uff die vilfaltigenund gloubhaftigen Warnungen, so inen und uns täglichen zuokomen, ouch in ansechen der seltsamen sorklichengeschwinden laufen und allerlei treuwungen, so setz vor ougen schweben, gcschwigen die bewerbung, so die fünfOrr an die Keiserschen und Ferdinandschen anfangs zuo Feldkirch und setz jüngst zuo Waldshuot haben lassen langenund noch in stäter wärbung sind, und zuo denen fründschaft suochen, dero vordcrn durch iro der Eidgnossenvordem usscm land vertriben sind; ouch ungemeldct die rüstungen und heimlichen pratiken, so allenthalben ver-scchcnlich zuo undertruckung des göttlichen worts vor sich eräugt haben und setz aber vorhanden sind zc.
3. „Zuo dem daß die, so die unseren sin sollten und aber wider ir cid und ecr dermaß gehandelt, mitufruor und andern unerbern unredlichen fachen, dorumb sy dann landflüchtig worden, by und hinder den fünfOrten sichren wandel, wonung, underschlouf und ufenthalt haben.
4. „Ouch Murner, der uns mit so unwarhaften unverschamptcn erverletzliche» Worten angetastet, by denensichrung und ufenthalt hat, die unser eer nit minder dann wir ze bewaren schuldig wären; wie gemäß das allesden pündcn sie, ist lichtlich ze ermessen.
5. „Sölich und dcrglichcn beschwärlicheiten uns und allen denen, so das heilsam wort gottes lieben, billichcnverursachen fällten, änderst darzuo ze thuond, wo uns gemeiner löblicher Eidgnoschaft lob, nutz, eer und ufenthalt,ouch frid, ruow und einigkeit sampt cristenlicher brüedcrlicher licbi nit so vast zuo herzen gienge; derwegen wirbishar vil mit gcdult verdruckt und übergan lassen, zuo gott »erhoffende, (daß) er sinen Handel und die sinenendtlich nit verlassen werde.
K. „So aber etlich unser Eidgnossen fürgeben und sich crklagen, uns damit ze verunglimpfen und unfernglouben verhaßt ze inachen, wir und unser zuogewandten sien fürnemens und willens, sy und die iren von demalten glouben (also sprechen sy) mit gemalt ze zwengen und die iren abtrünnig ze machen, ist offenbar, daßuns daran ungüetlich beschicht; dann uns solichs in unser gedank nie komm und noch nit beschechcn soll, undwir wol liden mögen, (daß) man uns des gloubens halb gerüewigot gelassen und die unfern wider uns nitufgewisen hett, wären mir vil unruowen vertragen gsin; dann wir wol bericht, daß der gloub ein frie unver-diente gab von gott ist, und menschlicher gwalt den weder geben noch hinnemen mag.
7. „Harumb wir uns allwegen erlütert haben, jederman glouben ze lassen, das er getruw gegen gott zeverautwurteu, und niemands weder zuo noch vom glouben ze zwingen, und besonders unser Eidgenossen i» ireneignen landen und gepieten, die sy allein zuo regieren Hand, des gloubens halb rüewig, ungenöt und unbekümbertze lassen, und sy noch die iren weder darvon noch darzuo mit gwalt ze trengen, vil minder harumb mit inenMachen oder krieg anzefachen, wo sy hinwiderumb uns und die unfern deshalb ouch rüewig, unangefochten undnnersnocht lassen, fürer dann noch bißhar beschechcn.
8. „Aber an denen orten und enden, do wir mit inen gemeinlich oder sonderlich ze regieren Hand, wellenwir, daß die evangelische leer unverspert sie, und wo an den selben orten das gotts wort mit merer Hand voneinem oder mer kilchspil angenomen wirt, darby wellen wir (sy) mit hilf des almächtigen, wo sy jemands mitgwalt wider recht darvon wisen wellt, handthaben, schützen und schirmen und sy darvon nit trengen noch darnmbstrafen lassen, deß wir als ein christcnliche oberkcit schuldig sind, und deß glimpf, recht und fuog haben.