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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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134 April >529.

uinb sin mißhandel zuo beklagen und nach deren bruch und recht, was hicrnmb erkennt wirt, und nit anderszno strafen. Dann wo solichs übcrfaren, haben in die übrigen Ort mit der Hand zuo rächen und die, so imwider recht leids gcthan, darnmb anzehallen, wie da oben von der überfarung luter gemeldet, und so thür undwärt er der gemeind, deren er vorgangen, gewesen ist, abermvls ob der evangelisch besinnten Orten minderwärind, nnangesechen.

6. „Und diewpl je nach evangelischer göttlicher leer niemand an siner gcrechtigkcit ützit vorzehalten ist,und dann die geistlichen ding den weltlichen zytlicheu oberkeiten an iren rechtsaminen unvergriffeu und in allweg unnachteilig sin und niemandem cinichcn abbruch gebären sollcnt, da so ist luter hierin abgercdt und angc-dingt, daß sölich frpung des wort gottes dheinem Ort nyit an sinen gerechtigkciten in zytlichen nsserlichen dingenützit benemcn oder abbrechen, besunder die gemeinden und bidcrwen lüt, so also in gemeinen Herrschaften daswort gottes annämend, ir zins, zehenden, zoll, stür und ander gerechtigkciten wie von alter här one alles wider-sprächen geben und also denen Orten, so teil und gemein an der oberkeit Hand, ir rechtsami folgen und werdenund daran gar kein abbruch noch intrag thnon, besunder ouch allen iren und irer amptlüten zpmlichen ccrlichcngcbottcn und vcrbotten, in zeitlichen üsserlichen dingen, als bidcrwen nnderthanen gebärt, gehorsam und gewärtigsin und sich darwidcr kcins wcgs uflänen (sollent).

7. „Wäre ouch daß etwa ein meer kloster oder der geistlich genemptcn hus, wie das gcnempt, oder wasordeus und wäsens joch das spge, so in landschaften, gebieten und oberkeiten, da wir Eidguossen, eins, zwei,drü, minder oder meer Ort, teil und gemein Hand, gelegen, abgan, es wäre daß die Personen desselben endesmit lpbgedingen versehen oder sunst durch den tod hingenommen wurden, wie und welicher gestalt sich das zuo-trüege, was und wie vil dann guots vorhanden ist und erübcrigt werden mag, es syge an ligendem oderfarendem, das soll alles denen Orten, so an solicher Herrschaften oberkeit teil Hand, folgen und zuo glpchemanteil, wie ander derselben gemeinen Herrschaften gefäll und inkommen, nnder sy geteilt werden.

8. „Und so dann dise abred allein der dingen halb, so das wort und die leer gotts, die conscienz undden gotsdienst belanget, fürgcnommen, da so ist hierin luter und mit usgedrucktcn Worten angedingt, daß st)allen unfern vorgenden eewigen pündcn, alten fründschaften, burgrechten, berichten, Verträgen, bricf und siglen,deren erlüterungen, ernüwernngcn und bestätigungen, wie unser »ordern und wir die gegen und mit einandergehept und von inen loblich uff uns kommen sind, ganz unverletzlich sin, sundcr die br> allen iren eeren, würden,uswysungen und kreften destminder nit belpben, und durch uns alle sampt und sunders denen trüwlich, fromklichund eerlich, was uns die bindent, zuo allen teilen nachkommen und gelebt werden, und st) ouch gänzlich onMinderung Heeren vorbehalten stn follent. St. >l. Zürich: Acten I. Uappelerlrieg.

Dieser Entwurf, der offenbar, dem Stanser Verkomnmiß nachgebildet, einen neuen eidgenössischen Gruud-vertrag darstellen sollte, ist von dem Zürcher Stadtschreiber Bepel verfaßt. Ein Datum trägt er nicht; dasselbeergibt sich aber annähernd aus den Verhandlungen über den Frieden mit Unterwalden, indem Zürich seit dein2t). März unabläßig auf eine grundsätzliche Erledigung aller schwebenden Fragen drang und, um eine solcheanzubahnen, die von Bern selbst empfohlenen Vergleichsmittel verwarf. Es dürfte also unser Concept in denletzten zehn Tagen des Monats März oder zu Anfang April ausgcarbcit^ worden sein, und zwar, wie sichohnehin vermuthcn ließe und bei dem intimen Verhältnis; zwischen Bepel und Zwingst als ganz unabweislichanzunehmen ist, unter dem Einflüsse des Letztern. Bezügliche Notizen fehlen leider gänzlich.

Eine Reinschrift haben wir nirgends finden können; eine wahrscheinlich nach Bern geführte wird dortverloren gegangen sein. Indessen erscheinen uns die von Bern aufgesetzten Artikel als ein, allerdings schwacher,Reflex der Vorschläge Zürichs. Mit diesen beiden Programmen war nun, vorläufig einerseits, eine Grundlagezu wesentlichen Bestimmungen des ersten Landfriedens gewonnen.