April 1529.
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2. „Es soll auch kcins unser Eidgnoßschaft Oerteru weder durch sich selbs gemeinlich oder die iren, nochdurch ire underthane», verwandten und zuogehörige oder snnst jemanden anders, wer joch der wäre, das anderin fachen den gelouben, die conscienz, kilchen und ire güeter beträffend, und umb deren willen fügenden, fechten,nyden, hassen, schenzlcn, schälten, mit eigcnein gewalt frävenlich überziechen, gewaltigen, ouch niemand den andernvon sinem gelouben und deßhalb angesechcnen ordnnngen nöten, trybcn, noch snnst in keinen weg weder an lyb,eer, gnot, stetten, landen, lüten oder underthanen, verwandten und zuogchörigcn dhcinerlei schwach, schand nochschaden, heimlich noch offenlich angestatten noch zuofüegen und niemandt dem andern darumb das sin zc »einenoder die sinen abzusträngen in keinen weg fürnemcn noch nndcrstan, sundcr einander für lieb und wärt undvon einander vcrgnot han, onch tngcntlich und früntlich mit einander zuo tagen sitzen und da fromklich undtapferlich, all fachen des glonbens hindnngesctzt, in allen andern händlen und geschäften gemein unser Eidgnoß-schaft, das usserlich regiment, land, lüt und dcrglychcn weltlich fachen belangend, einander das best und wägistraten und helfen, meeren und da handle» sollen, was unser aller nutz, lob und eer, und wie solichs von altemharkommen ist.
3. „Und ob einichs oder meer unser Eidgnoßschaft Orten das ander gemeldtcr fachen halb ze überziehen,an sinen oder siner underthanen, zuogchörigcn und verwandten landen, Inten, lyb, eer und güctern zuo schädigenoder zuo beleidigen, oder mit gewalt von sinem gloubcn, kilchenbrüchen, güetcrn und deßhalb fürgenommcnenordnungen ze tryben oder ze nöten, durch sich selbs oder andere, mit was gewaltsami joch das wäre, understanwurde, das Gott vcrhueten, damit dann solichs verkommen und unser aller eewigen geschwornen pündten destfürer in eewiger brüederlicher trnw, frid, rnow und einigkeit, jedes by dem sinen belibe, wclichem Ort oder densinen dann dises begegnet, so sollent die übrigen Ort alle gemeinlich dassclb Ort und die sinen, wie vorstat,so also genötigt werdcnt, vor solichcr gewaltsami und überbrnch mit guoten triiwcn ze beschirmen, ze schützenund ze handhaben, by iren eeren und eidcn gebunden sin.
4. „Doch ist hierin luter usgedingt und mit angedingten warten vorbehalten, wo under uns ein oderMeer Ort, weliches doch das wäre, dem Evnngelio und der rechten waren leer Cristi, wie die nach rechter evan-gelischer art nach vermög heiliger biblischer gcschrift usgelegt werden soll, anhängig und dieselben leer b>) inenangenommen wäre, und dann das oder dieselben Ort mit andern, eim oder meer Orten, so villicht solichcr leernit anhängig, an grafschaften, Herrschaften, landen, lüten, schlössen, stetten, markten, dörfern, was es joch fürflecken und wie sie jemer genempt sind, und an derselben landschaften, geginen und flecken oberkeiten teil undgemein hettind, also daß si nit eim einzigen Ort on mittel, sundcr noch eim oder meer zuoständig wärind,daß dann dieselben gemeinen landschaften, Herrschaften, täler, gemeinden, stett, märkt, dörfer und ander flecken,so nit eins einzigen Orts allein sind, hierin ganz fry ungebunden sin, sunder jetz und Harnach, so dickest sywellend und es inen eben kompt, das wort gotts und das Euangelion Cristi, wie obgelütert ist, anzuonemen,die verwandten gotsdienst fallen ze lassen, frygc chur und wal, onch so dickest es inen fuoklich, darumb zuoMeeren und dem, so also mit meerer Hand abgefeilt ist, nachzckoinmen und daby ze belyben, ouch predicantennach irem gefallen ze setzen und mit irer kilchen Zierden und güetern, wie (sy) des getrnowend ze genießen,Ze handle» und ze ordnen, völlig macht und gemalt haben, von dem oder denen Orten, so onch teil daranhettind und villicht der fach widerig wärind, ungesumbt und in all weg nnverhindert; dann die übrigen Ort,so villicht ires sinns sind, sölich gemeinden by iren meeren wider mcnklichen umb der eer gots willen zuohaudthabcn gnot fuog und macht haben, ouch dcß pflichtig sin sollent, unangesehcn daß villicht deren Orten,so evangelischer leer, minder, und deren, so bäpstlichcn satzungcn anhängig, meer wärind; dann hierin das minderdem meeren nit wychcn soll.
5. „Wo onch also ein statt, dorf oder gemeind das wort gotts also anzuonemen meeren und einenpredicanten, zuo verkündung desselben geschickt, anncmen wurde, den sollent das oder die übrigen Ort, so ouchteil daran Hand und aber der fach widcrig sind, nit ufjagcn noch vertrybcn, oder im einich lasier, leid, schandoder schad, weder durch sich noch ire amptlüt, verwandten oder underthanen, an sinem lyb oder guot umb deswort gottes willen znofücgen, ouch in nit uß den gcrichten, darin er gesessen, füeren oder schleifen, sunder ob erusserthalb des wort gotts etwas verschulden, dardurch er strafwürdig wurde, alsdenn in in denselben geeichten