Marz 1529.
kommen und Spanier mit ihnen bringen; deßgleichen wissen „sie" (die Berner?) von den steten Rüstungen zuJserten. K. A. Frelburq: Nnthsbuch Nr. 46.
2) 1529, 17. März. Schultheiß, kleine und große Räthe von Bern und die Gesandten von Freiburgan Zürich (deßgleichen an Basel): Es werde bereits wissen, was in der letzten Zeit zwischen dem Herzog vonSavopen und den Genfer» gehandelt und verabschiedet worden; die Mühe und Kosten aber, welche die Botenvon Zürich in der Sache angewendet, haben nun so viel gefruchtet, daß der Herzog die von ihnen aufgestelltenArtikel nicht besiegeln wolle, was doch seine Boten zugesagt hätten, sondern neue vorbringen lasse, die den an-dern „ungleich" seien; man schlage sie jedoch ab und habe der Botschaft vorgestellt, wie schimpflich es wäre,von den abgeredeten Artikeln abzufallen und die andern anzunehmen; in gleichem Sinne habe man dem Herzoggeschrieben und ihn um baldigen Bescheid („potschaft") ersucht, da man von den obgenannten Artikeln nichtvwenicl chie, weniger die seinigcn aufnehmen wolle. Dies melde man, damit Zürich (Basel) erwägen könne, was folgenmüßte, wenn dem Abschied (von St. Julien) nicht nachgelebt würde, wobei man für die gehabte Mühe freund-lichen Dank erstatte. St. A. Bern: Tmtsch Miss. It. Zw. — St A. Zürich: Zl. Gens I. so.
3) 1529, 17. März. Dieselben an den Herzog. Vorstellung daß seine Gesandten die Annahme und Besiegelungdes Abschieds von St. Julien zugesagt haben, daß die Artikel billig seien und nicht verändert werden können,daß auch Zürich und Basel es übel aufnehmen dürften, wenn die Bestätigung verweigert würde, und deßhalberneuertes Ansuchen um Besiegelung und Beobachtung des Vergleichs, mit dem Begehren schleuniger Antwort.
St. A. Bern: Welsch Miss. A. 130 k, 131».
4) 1529, 26. März, um Mittag. Bern an den Herzog von Savoyen. Ungeachtet aller Freundschafts-beweise, die man ihm gegeben, sowie auch der an ihn ergangene» schriftlichen und mündlichen Gesuche betreffenddie Lage der Genfer müsse man sehen, daß das von ihiw'Verheißene nicht gehalten, und der verabredete Friedenicht beobachtet werde, was er in den jüngsten Briefen «oontlllsntisstuw» erkennen lasse; von Tag zu Tagewerden die Genfer von seinen Unterthanen heftiger angefochten und geschädigt und durch eine neue Ansammlungvon Kriegsvolk bedroht, über welche Treulosigkeit (psrllclmm) seiner Angehörigen man sich nicht genug verwun-dern könne; daher crmahne man den Herzog nochmals, seiner Zusage genugzuthnn und zu verschaffen, daßdie Edellcute in seinem Gebiet die Genfer nicht mehr belästigen; sonst würde man sich verpflichtet sehen, diesentapfere Hülfe zu bringen, weßhalb man dringend schleunige Antwort begehre, w. (»äutas tumultuarts», est.)
St. A. Bern: Latein. Miss. I. 284 k. Deutsche Minute im Nathsbnch 221, p. 125.
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Bern. 1529, 18. März.
Slnatslirchlk Zürich: Acten I. Cappelerkrieg. Staatsarchiv Verl» : Instructionen, 270 K. Nathöbnch Nr. 221, p. 00 88.
.^antonöarchiv SchaMausen: Abschiede.
Verhandlung betreffend den Vergleich mit Unterwalden. — Es folgt hier im Wortlaut der wesentliche Act:
1) „Als dann die crsamen botten der drygcn Orten Basel, Schaphusen, Appenzell, sambt derGrawe» Pündtcn, die dann in dem span, so sich zwttschend minen Herren und denen von Undcrwaldenhaltet, bishar mit ganzem fliß und ernst bearbeitet, hüt vor minen Herren Räten und Bürgern, sambt denbotten der drygen Orten Glarus, Friburg und Solothnrn, crschincn sind und erstlich obbemelt schid-lüt und früntlich undcrtädingcr nach der lenge erzelt Hand, was sich bißhar des underwaldischcn Handels halbzuogetragen, und was fürer daruß, wo dersclbig nit solt hingelegt und betragen werden, erwachsen möchte,habend sp uff solichs hin mit früntlichen tngentlichen und lieblichen warten obbemelt nunc herr(cn) Schultheiß, Rätund Bürger mit hochgcflißner bitt ernstlich ankert und ermant, daß sp umb gottes und sins ewigs worts, auch