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März 1529.
Inhalt des Landrechts, wie die Boten wohl zu sagen wissen, v. Da der Convent in St. Gallen nicht mehrsicher ist, so stellt der Abt an Schwyz das Gesuch, es möchte bewilligen, daß er Einige ans dem Cvnvente füreine Zeit lang nach Einsiedel« schicken dürfte, und zwar auf seine Kosten; er wolle darüber inzwischen auch anden Abt von Einsiedeln schreiben, k. Es wird gemeldet, wie einige Bauern von Rorschach am Samstag vorLätare (6. März) vor das Schloß daselbst gekommen und in dasselbe haben eindringen wollen.
Zu Zur Ergänzung sind noch folgende Acten beizuziehen, aus denen sich unter Anderm ergibt, daßobiger Tag schon früher begann:
1) 1529, 2. März (Dienstag vor Mittefasten), Nachts, (Wyl). Jacob Frei, Schirmhauptmann, anBurgermeister und Rath mZürich. 1. Heute haben vier Boten von Lucern und Schwyz, die hieher gekommen,ihm angezeigt, daß sie etwas mit ihm zu reden haben, daß sie aber bis morgen warten wollen, da sie aucheine Botschaft von Glarus erwarten. Wenn sie ihm etwas zumuthen, das wider das göttliche Wort und Zürichwäre, so gedenke er sie mit guten Worten abzufertigen, nämlich so: Was ihm die IV Orte gemeinsam befehlen,wolle er thun; da sie aber noch nicht beisammen seien, so könne er nichts handeln. 2. Der Abt lasse den Gottes-hausleuten heimlich versprechen, ihnen viele Beschwerden abzunehmen, um sie gegen Zürich zu gewinnen; darumhabe er, der Hauptmann, diese Absicht aufgedeckt und angefangen, dagegen zu wirken.
St. A. Zürich: A. Abtei St. Gallen.
2) 1529, 4. März (Donstag vor Mittefasten). Jacob Frei an den Burgermeister von St. Gallen.„Gnad :c. zc. Ich lan üch müssen, wie die drüy Ort by uns zuo Wil sind gsiu, und hands die statthalter,techen und rät beschickt von wegen der handlig mit dem Münster, und da sy gasend (aßen), huob an der tächenalle Handlung an zuo reden, wie ir min Herren dassclbig tan habend, von wort zuo wort, und wie ir uf sinn-liche Handlung recht geboten hcttend. Uf sömlichs seit er, was er von dem Convent in empfälch hctt ghan widernmhan zuo antwurten, glicher gestalt recht zuo bieten nf all fryheiten, briefen, sprüchen und vertrügen, nach(der) länge nit not zuo schriben, das er nun getan hett. Uf sömlichs mottend sy den Handel anfan(gen) undluogen, wie sy im tuon wettend; do stuond ich dar und vermeint, sprüch und verträg gebend so vil zuo, daßmin Herren von Zürich ouch darby söttend sin in eiin sömlichen Handel. Uf sömlich(s) mir der statthalterantwurt geben,' ich wär von minen Herren da und sött sömlichen Handel helfen handlen; dann wann ein anderenHauptmann da wär, so hettends dasselbig Ort ouch nit bcschriben. Uf das ich antwort (gab) und danket demstatthalter, daß er mich so für geschickt hett, daß ich sött können ein semlichi crlichi statt Zürich regieren; insömlichem fal aber jedoch so seit ich den Eidgnossen, daß ich mit wurd helfen handlen hinder minen Herren;dann es stüend mir nüt zuo. Uf sömlichs stuond ich ns. Nach (einer) län'gi beschicktents mich wider harinund seitend, sy hellend sich mit einander» underredt, sy könntent mich nit zwingen noch müessen, die mal söttan mir stan, ob ich by inen well sitzen oder nit, doch so möchtend sy mich wol liden. Uf sömlichs stuond ichus. Do Hand sy sich entschlossen, gan Saut Gallen zuo riten und die fach selb(s) zuo erfaren. Uf semlichshan ich vernan, daß einer under inen ist, der ist uf unser fiten an klein (ein wenig); zuo dem hau ich michtan, das ist der von Glaris, (aber) nit der Tschudi; der hat mir gefeit, das) sy nüt in empfälch habind zuohandlen, sonder sust das best darzuo zreden; ouch so Habs nit der ganz Rat geschickt, tum der viert tail vomRat; ouch achti er wol, sy werdind nüt anders hinfür handlen, dann wie min Herren von Zürich; ouch seit er,(er) hett noch vil mit mir zuo reden, aber es hett jetz nit fuog, die anderen wurdend die fach merken, all(e)sMit vil meren Worten." . . . Stadtarchiv St. Gallen.
Der folgenden Verhandlungen wegen schalteil wir noch einen andern Act ein:
3) 1529, 6. März (Samstag nach Ocnli), zur Rathszcit. Zürich an St. Gallen. „Wir werden bericht,wie ir Herren Abt zuo Samt Gallen sechstnsend guldin zuo erlegen willens, und dicwyl aber uns sölichc crlcgnngund nblösung diser geschwinden sorklichen zyt nit fuogsam sin bcdunken will, in anscchung (daß) er Herr Abtuns dest mer unruow damit angestatten oder villicht sunst den jenigen, denen es billich verfangen, entwert werdenmöcht, so ist desshalben an üch unser gar früntlichs begeren, ir wclliud uns zuo sundrem gefallen solich losuugund erlegung eegerüerter houptsumma »schalten, und ob die erlegt, one unser vorwissen zuo gemelten Herren Abts