Februar 1529.
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wcßhalb sie hoffen, daß im Rechten erkannt werde, es habe dem vr, Murncr nicht geziemt, solche Schandschriften-c. wider sie zu verbreiten, und daß er, wenn er sie solcher Laster und Unehren nicht überweise („besetze"), selbstleiden und an Leib und Leben entgelten solle, was sie zu erwarten hätten, wenn sie solche Leute wären, — mitVorbehalt, diese Klage nach Umständen zu mindern oder zu mehren.
Wollte Mnrner hierauf seine Sache damit beschönigen, daß nicht er, sondern die kaiserlichen Rechte dieLeute, die thätlicher Weise mit den Kirchcngütcrn handeln, als Diebe und Kirchcnräuber erkennen, und sie daherbillig als solche gescholten werden dürsten, so wäre zu antworten! Wenn auch die geschriebenen Rechte sagen,wie Jemand genannt und gestraft werden solle, der Kirchengüter an sich risse oder fremde irrige Lehren annähme?c., so sei es dem I)r. Murner doch nicht zugestanden, von sich aus, vor einem rechtlichen Erkcnntniß, dieHerren von Zürich derart zu schmähen, da sie nach nie von gebührender Obrigkeit psr onrmns oo^nitionornals Diebe und Ketzer erklärt worden seien. Daraus, daß eine Satzung sage, wer diese oder jene Satzung nichthalte, solle als Dieb oder Kirchcnräuber zc. gelten, folge nicht, daß Jeder nach seinem Gefallen einen Anden:ohne Recht schmähen und antasten dürfe; sondern es müsse die vermeinte Uebertretung zuvor sx oktioio einge-klagt und des Beklagten Verantwortung angehört werden; sofern er dann als irgend welcher Uebelthätcr recht-lich erkannt werde, gestalte sich die Sache anders; das sei aber Zürich betreffend noch nie geschehen und weidehoffentlich nie begegnen.
Ferner habe die Obrigkeit kein Kloster oder Stift mit Gewalt beraubt; denn nachdem die Ordenspersonendie Wahrheit erkannt und ihren Stand als unnütz und schristwidrig befunden, habe die Mehrzahl frei, ohneZwangsal, das Ihre den Herren übergeben; cS habe auch das (Großmünster?) Stift, ohne eines das obersteim Constanzcr Bisthum, die erste „Ucbergcbniß" gcthan, nachdem das mehrmalige Versprechen des Papstes,gelehrte Leute hieher zu schicken, um uns eines Bessern zu berichten, nicht erfüllt worden sei. Wenn einzelnePrälaten das Gebiet von Zürich verlassen haben, so sei solches darum geschehen, daß sie das Recht wegen ih:c:Vergehen zu fürchten schienen; das Ihrige abzutreten, habe sie aber Niemand genöthigt. Zum Beweise diene,daß einige Stifte, als an: Oetcnbach, zu Cappel und zu Küsnacht, bis heute ruhig bei ihrer eigenen Verwaltunggeblieben seien.
Wenn aber Murner sagen wollte, es dürfe Niemand ohne besondere C:laubniß des Kaisers, als de:hohen Obrigkeit, über geistliche Güter'verfiigen, so ist zu entgegnen:
„Dnß nnscrn Herren als ein: und ncmlich den: obcristcn Ort der Eidgnoßschnft nit minder . . . gczyinc,mit der geistlich gencmpten Personen und güctcrn je nach gestakt der fach, gelegenhcit der zyt und löufcn zehandle::, dann dem Keiscr; dann si) das obcrst houpt und die hohe obcrkcit in iren landen und gebieten, wederdem Keiscr noch sunst keinem fürsten nf erden underworfcn sygent, mich sunst gar keinen Herrn noch oben: inZytlichem rcgimcnt crkennent. . . Glich wie die krön zno Frankrich, die Vcncdigcr und derglichcn in irenlanden und gebieten mit der geistlichen und andern güctcrn irs gefallcns und guot bcdunkcns ze handle:: undZe ordnen siiog und recht, also hat mich ein löbliche Eidgnoßschaft und jedes derselben Ort nß hohen obcrkcitsmacht, unerforscht und unangeschen des Keisers oder cinichs andern fürsten bewilligen oder crlouptniß, macht undgcivnlt, mit den iren in iren Herrschaften und gebieten zc handle::, zc ordnen, zuo gebieten und zno verbieten,wie es sy je zun: besten bcdunkcn, die zyt, löuf und notdurft das erfordern wcllcnt. Diewil nun der Keiscr unseroberer nit ist, und wir in: mich, wie gehört, keiner oberkeit geständig, wie söltcn und möchten uns dann sinegesatz hindern, binden oder entbinden." ....
„Es ist ouch nnvcrborgcn, simdcr landkundig und offenbar, dnß Fcrdinnndus, de: finst von Oeste:rych,der dach on mittel ein fürst des Rychs, nit allein den: Keiscr undcrworfen, simdcr auch sin statthalter in tütschenlanden ist, nächster zyten die kilchen gcblündert, kelch und andere kleinat und kilchcngcz:erd in Ocsienych und etlichenandern sinen landen genommen, die zuo sine::: nutz und notdurft gebracht, nicinands darmnb gcschücht noch angescchen.So nun sin als ei,,: fürsten und verwandten des Rychs, des Keisers bruoder und statthatte:, d:: sine: obe:keit onmittel underworfcn ist, und die appcllation von in: für das keiserlich Ka:::me:gc:icht gat, sötich btündc::: undoerschiueinen der kilchenkleinntcrn eigens fürncmens und guotbedunkcns gezimpt, ivav sött dann unsc:c he::en, als