Februar 1529.
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4. „Und dieweil disc ainung on am hilf nit sein, so mag man dieselb hilf ans ain anzal raisiger undzu fueß stellen, also daß man zu jeder zeit, so der hilf not und die erkennt werden sol, rate zusamen schicke, dieerkennen, wie stark die hilf sein solle, ganz, Halbs oder ein kleinerer teil, wie dann im löblichen Pundt zuSchwaben beschickst. Und in alweg sollen die raisigcn nit ausgelassen und ain raisiger für drithalben zu fueß ge-rast werden.
5. „Das auch kam tail, ob im gleich übergriff von des glaubcns wegen beschehc, darnmb selbs kam kriegmit der gegentnt ansähe, es war dann fach, daß er in den eist darzue gedrungen würde, sich seinem vcrmügcnnach biß ans weiter hilf zu retten und gwalts zu erwercn, sonder die andern verwandten vor beschreib» unddemnach mit rat gehandelt und die tat und was not und gut, nngcschn wirdct, bcslosscn und vollzogen werde.
l>. „Und daß in sölher ainung auf unser feiten unser lieber Herr und brudcr kaiscr Karl und die erbainung,so wir und unser Haus Osterreich mit gemainen Aidgcnossen haben, dergleichen die ainigung des loblichen Pundtszu Schwaben ausgenommen werd.
7. „Es soll auch etlichen surften, prelatcn, Herrn und stetten, ob sy in disem verstand und einnng zukumen willens warn, platz vorbehalten werden.
II. 1. „Und so man also in die Handlung kombt, mügcn sich unsere commissarien auf disen tag mit derAidgnossen gesandten Widerreden und verneinen, welche fürsten, prelaten, Herren oder stett unser jeder getrawe,in soll) plindtniß zu bringen, zu bewegen und zu practicieren und darein anzenemen seyen, ungezweifelt dieAidgnossen werden die baid fürsten Saphol) und Lottringen anzaigcn und sich mit inen ze handln underfahcn,oder villeickst selbs begcrn, daß wir solhs sambt inen und für uns selbs thun.
2. „Dnrgegen mögen unsere commissarien den Aidgnossen anzaigcn, daß wir der gleiche» Handlung mitetlichen, uns und diser fach gelegen, geistlichen und weltlichen fürsten, grasen, vom adcl und stetten auch zuthun willens seyen.
3. „Es mag auch ans disem tag beratslagt werden, ob und ivie man mit den getackten stetten, bey deneinstails der inwoner des altn glaubcns und einstails der ncwen scctcn anhcngig, und in inen selbst nit einhelligseyn, handin und sy bewegen möckst, daß sy auch in disc ainigung komcn und also ainer cristenlichen ordnnngerwarten, oder das sy doch nit wider dise ainigung seyen, sonder sich kains tails annemen.
4. „Und was also in dem allem ans dem erwecken tag gehandelt wirdet, das doch alles nit bcsließlich,sonder allain ans ain hindcrsichbringen an uns lind an der aidgnösstschen gesandten Herrn und obren gestelltwerden, das sollen unsere commissarien uns, Ivo wir dann stin werden, auch unser oberösterreichische regierungzu Jnsprngg durch etlich aus inen oder in schrift berichten, und so sich die Handlung zu ainer verstnndtnuswol anlaßt, also daß unsere commissarien amen lautern guten willen bey den Aidgnossen vermerken, sollen syden abschid ans ain andern tag und ain gelegne malstat weiter zu fridlichem (förderlichem?) und entlichembcsluß ze hnndlcn mit inen machen und denselben tag so gernnmb bestimmen lassen, damit wir dannockst unsratlich entschliefst» und von Speir, oder wo wir sein werden, unsere rät nit notdürftigen befelhen darzue fertigenund schikhen mügen.
5. „Unsere commissarien sölln auch der Aidgnossen gesandten zu Feldkirch aus den Herbergen lösen undin dem allen das best für uns handle», wie sy zu thun wol wissen und unser gncdigist vertrauen zu inenist. Datum."
In ckorso: „27 Januarii 1529, Instruction gen Feldkirch, ^ck roMw."
Statthalters-Archiv JnuSlirucki Postarchiv II. W2. (Copirt vo» Nr. D. Sch ö nhe r r (Archivdirecwr) und gütigst »>itg-th-ill durch die Oberredactron.)
2) 1529, 14.-18. Februar. Dem folgenden Entwurf») fügen wir synoptisch die von beiden Seitengestellten Aenderungs- und Zusatz-Anträge bei.
*) Die Schreibung schließt sich, mit Vermeidimg von Härten und Unregelmäßigkeiten, dem Original so treu wiemöglich an.