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4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
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Januar 1529.

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diesen Bericht:Daß unser lieben Aidgnossen von Zürich gsandten ir red und antwort mißverstanden; sonderwie sy in unser statt ankamen, habint sy in die Herberg zur Kronen nach uuserm burgermnister geschickt undin gebetten, noch etlich zuo im zuo beruofen; do habint sy inen den Handel, das burgrecht zuo Costanz betreffend,fürgehalten und begert, bedunke sy (das) guot sin, daß wir denn weltind von uns ain botschaft mit inen genStaiu verfertigen. Daruf habint sy gcantwurt, es bedunke sy unfruchtbar sin, daß unser botschaft daby sig,sonder wüssint sy unser Aidgnossen die fach wol zuo Handleu und bedörfiud unser botschaft nit darzuo; aberwellind sy gern für Rat, das möchtind sy thuon, und (haben) solichs inen haimgesetzt. Daruf würind syverritten nnd nit für Rat begert. Nu als wir vernomen, daß unser lieb Aidgnossen von Zürich und Bernain burgrecht mit denen von Costanz angenommen, hat uns das wol gefallen und von herzen wol gcfröwt, undmöchtind wol liden, daß solch burgrecht allweg und ewig bestüende. Wir haben ouch allweg unfern Kotten, diewir zuo tagen geschickt, befolchen uf der Kaiserschen schriben gemelten unfern Aidgnossen von Zürich und Bernhilf und bystand nit abzuoschlachen, sonder sich allweg zuo erbieten, was die pündt vermögind, dasselb als getrüwredlich Aidgnossen zuo erstatten." Schließlich könne man die Botschaft von Zürich nicht unerinnert lassen, washe übrigens wohl selbst wisse, daß man das Widerwärtige, was den Zürcher» begegnet, jederzeit herzlich bedauertund die Gesandten innner in dem Sinne instruirt habe, ernstlich dahin zu wirken, daß jene von andern Eid-genossen nicht ausgesöndert würden; wenn Zürich etwa schriftlich zu vernehmen begehrt, wessen es sich von dieserSeite zu versehen hätte, habe mau jcweilen guten Trost gegeben, und wie dessen Botschaft in ihrer Instructionselbst anführe, habe man sich allezeit beflissen, in guter Nachbarschaft förderlich undräthlich" zu sein, was manauch ferner ungespart an Kosten und Mühe zu thun sich erbiete, und so bitte man Zürich, diese gute Freund-schaft erhalten zu helfen, u. s. w.

Zu I. II. 3. und 4. Im Staatsarchiv Zürich (A. Schaffhausen) befinden sich mehrere in dieser Zeitaufgenommene Kundschaften über die fragliche Befugniß der Kyburger Grafschaft. Zu vergleichen ist Nr. KI»im vorausgehenden Band (IV. In, S. 1472, 1473).

14.

Zürich. 1529, o. 27. Januar.

E>a»«<»-chi» Et. G«Ue».

Vortrag einer Botschaft von St. Gallen über die kirchlichen Verhältnisse der Stadt, besonders in Be-ziehung auf die Abtei.

Nur vermuthungsweise reihen wir einen bezüglichen Act hier ein (N. 1). Für das Datum dieser Ver-handlung glauben wir in N. 2 eine» dienlichen Anhaltspunct zu finden.

1) 1529, (Januar?), St. Gallen. Instruction für den Gesandten nach Zürich, in Betreff der Rechte derStadt au der Kirche deS Klosters. Vor einigen Jahren sei durch Achilles de Grassis, bevollmächtigten Boten desPapstes Julius, nach mühsamer Unterhandlung in dem Streit wegen der Kirchen zum Münster nnd zu St. Laurenzengütlich gesprochen und in besiegelten Briefen festgesetzt worden, daß St. Laurenzen Kirche als eine Pfarre gelten,das Münster aber die vornehmere Kirche sein solle, mit einigen Vorbehalten betreffend die Gottesdienste anFesttagen, die Schule, den Friedhof zc. (4 Artikel). Daraus gehe offenbar hervor, daß die pfärrlichen Bräuchedem Münster nicht ganz entzogen feien, sondern den Kirchgenossen in und vor der Stadt der Zugang frei stehe,