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Januar 1529.
Bern piet ligge; deßhalb, was min Herren da gehandlet, deß haben si glimpf, recht und fuog und niemandsdarmnb ze antwurten.
„Und als der cid des Pfingstmcntags in dero von Underwalden antwurt abermals hoch anzogen, auch inderselben antwurt ctlich wort stand, als nichtige klag und dcrglichen, die anzeig geben, daß die selbige antwurtdurch etlich gestellt, die ir sprach nit zuo Underwalden gelert, geben min(en) Herren ein argwon, sölichs demzuozemesscn, der si vor mit der unwarheit als ein erlös man an iren cercn gescholten hat zc. Doch des eidshalb lassends min Herren by der antwurt bclibeu, die si den acht Orten geben und im truck Hand lassen usgan,mit dem anhang daß die cid, die wider gott sind, als derselbig was, niemands verbunden sye zc halten; wäredem Herode nit weger gsin, er hett im selbs den cid ufgehebt, dann daß er Johannen: enthaupten ließ; gcschwigendaß etwan cid geschworen sind, die göttlich und recht warend, und aber wie si gehalten, das weißt man wol;doch wellend min Herren niemands hicmit siner eeren beladen han.
„Und wicwol obbemelt artikel und dcrglichen, so in dero von Underwalden antivurt vergriffen, gar nützuo disem Handel dienend, habend doch min Herren die sürnemsten nnangerüert nit wellen lassen fallen, mitprotestierung, wo künftiger zit sich begeben, und die notdurft erhöuschen wurd, witer und vollkomenlicher darüberze antwurten, daß si es thuon sollend und mögend.
„Witer, so vilberüert von Underwalden zuo bcschluß irer antwurt sich hoch crklagen und vermeinend nitgefelt noch gefreflet han, und (daß) uß grund desselben inen ir kosten abtragen sölle werden zc., wie spöttlichdas sye, das könnt und möcht einer, der siner sinnen nit gewaltig, gar liechtlich ermessen; darumb es keinerverantwurtung bedarf. Darzuo, weliche party redlich Ursachen Hab, die pundtbrief harus ze fordern, oder widerdie pündt gehandlet Hab, ist ougenschinlich und hievor gnnogsam anzeigt.
„Zuoletst, diewil die von Underwalden wüssens begeren, ob min Herren die pündt an inen halten wellenoder nit und lut derselben das recht bruchen zc., ist daruf miner Herren cntschluß und endtlich antwurt, sy habindbißhar die geschwornen pündt gegen menklichcm, als frommen lüten zuostat, gehalten und syend noch unverrucktenwillens, denen fürer statt ze thuon gegen denen, die si auch hinwiderumb an inen gehalten, aber denen vonUnderwalden deßhalb weder ja noch nein uf ir beger ze sagen, werden si um dheiu fach thuon, vor und ee inenabtrag inhalt ir volfüerten klag bescheche; demnach werden si mit gebürlicher zimlicher antwurt begegnen.
„Es füllend die pottcn, so gan Baden uf uächstkünftigen tag verordnet werden, witer zuo disen fachen reden,was die notdurft und gestaltsame des Handels erfordert, und si füeglich und fruchtbar ze sin bedunken wirt, zc."
St. A. Zürich: A. Bern.
Daß nur diese eine Copic noch vorhanden ist, mag wohl als etwas auffällig betont werden.
11.
Solothurn. 1529, 25. Januar (auf Condersionis Pauli).
TtaatSarchiv Bern : Allgemein- eidgen. Abschiede vir SS5. Kantonsarchiv Tolothur» ! Abschiede Bd. XV. Rnlhsbuch Nr. IS.
I. Die Gesandten von Bern — Peter Stllrler, alt Venner; Junker Hans Rudolf von Erlach — erstattenvor kleinen und großen Rüthen den Dank ihrer Herren für die letzte Antwort betreffend den Handel mitUnterwalden, stellen dann aber vor, wie nahe Solothuru ihnen verwandt sei, so nämlich daß es in der Sachenicht Mittler sein könne, sondern in der Güte und im Recht zu Bern stehen sollte, weil alle drei Städte(gleichsam) eine, und Leid und Schmach der einen Leid und Schmach der andern sein müsse, :c. II. Darauserwidern die Näthe: Wie letzthin erklärt, seien sie gutwillig, Bünde und Vurgrechte, Briefe und Siegel buch-stäblich treu zu halten; dessen könne sich Bern zu ihnen versehen; da sie aber bisher sich unparteiisch und