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Januar 1529.
„Item und als in der klag gemeldt, als ob wir wider unser Eidgnossen von Bern vj° man nach eim tagzuo Beckenried uszogcn sötten hau ze., geben wir die antwurt. Als menklich weißt, wie unser lieb Eidgnossenvon Schwiz gegen iren landlüten von Doggenburg in unruowen gestanden, darum si zuo tagen uns und andreOrt uinb ein trüw ufsechen ermant, daruf so haben wir sölichen uszug gcthan und sust wider niemand.^) Daswellen wir hiemit verantwurt han. Und ob schon sundrig Personen etwas geredt, das ist inen nit befolchen gsin,geben ouch darum kein antwurt und lassen das ein red sin.
5. „Zum fünften, berüerend die houptsach, als unser Eidgnossen von Bern klag gar merklich und hcrtberllert und verfaßt, wie daß wir mit unserm paner und macht uns erhebt, über den Brünig uf ir ertrichgezogen, den meineidigen ufrüerischen puren zuo hilf und beistand, und unfern Eidgnossen von Bern land undlüt, (die) statt Undersewen, das schloß Wyßenouw, das kloster Jnderlappen, ouch andre dörfer gwaltiklichingenommen, geplündert und verwüest, und das alles an(e) billich rechtmäßig Ursachen, unabgeseit, wider diegeschwornen pündt w>, wie dann der letst artikel nach der leng inhalt; sölichs uns nun zum höchsten beschwert;dann die fach niendcrt der Meinung und gcstalt, wie sy fürgcben, ergangen und gchandlct ist.
„Und damit, lieben Eidgnossen ir sandtpottcn und menklich verstand, uß was grund ^und nrsach wir bewegt,daß wir über den Brünig gezogen sind, hat es die gestalt. Demnach sich merklicher großer widerwill und zwytrachtunder deren von Bern underthanen, es syc zuo Hasle, in den gottshuslüten (von Jnderlappen ?) und andreniren nachpuren allenthalben erhept von wegen, daß ir Herren und obern von Bern in stäter üebung und Handlunggegen inen gestanden, damit ir underthanen dasclbs umb vom nmpt der Helgen meß, von den würdigen sacra-menten und von andern christenlichen brüchen und ordnungen stüenden und sich inen, iren herreu und obren, imnüwen mißglouben glichförmig machten und iren Mandaten gehorsam wärend, das aber den guoten frommenbiderben lüten dem merteil ganz widerwertig und nit gefellig was und vermeinten, wann st) iren Herren undobren alles das täten, inen gäben und gehorsam wärend in allen zytlichen dingen wie von alter har, so hettenir Herren und obren sy wyter nit ze nöten; sy wären inen ouch wyter nit schuldig; ir Herren sollen sy ouch bydem glauben und iren fryheiten und altem Harkomen, wie sy an ein statt von Bern kommen, bliben lassen. Deßhalbsich die fach so vil zuotragen, daß ein söliche merklich party(ung?) im land allenthalben ward, daß die guotenalten cristen und der merteil zuo Hasle, ouch by den gottshuslüten und anderswo in großen sorgen stuonden,daß si weder libs »och lebens sicher wären, angesechen daß ir gegenparty, die nüwglöubigen, ein schweren ruggenund bystand an iren Herren und obern hetten. Deßhalb si uns um rat, trost und hilf angesuocht, da wir nitallein für uns selbs, sunder mit rat andrer lüten, setz nit not ze melden, den guoten bidcrbcn lüten discn rat undtrost geben, daß si iren Herren und obren von Bern gehorsam sin in allen zimlichen dingen, wie von alter har,ouch inen geben und alles das thuon, was si inen schuldig syen, wie von alter har, und sich deß in keinen wegsperen, und sofer si das thüend, und der merteil under inen des willens syen, by dem alten glouben zuo bcliben,so achten wir unser Eidgnossen von Bern so redlich, fromm und grecht, daß si nit understan (wurden), diebiderbcn lüt von irem alten glouben, alten fryheiten und Harkomen mit gwalt zuo trengen und zuo nöten; irMandaten geben das ouch nit zuo, ze.
„Wo aber je das alles nüt helfen, dann daß ir Herren und obren understan wollten, si mit geweckt darumze nöten, so sollen si iren Herren und obren das recht fürschlachen, das recht anruofen und begeren und sich rechtserbieten an zimliche billiche end und ort. Wo aber sölichs alles nüt helfen, und diewyl dann unser Eidgnossenvon Bern zum dickern mal in geschrift und von mund durch ir Kotten zuo tagen uns und andren Orten derEidgnoschaft zuo antwurt gebe», die pünd, so wir Eidgnossen zuosammen haben, berüerend den glouben nüt, dergloub gang vor und sye fryg, und besunderlich als unser Eidgnossen von Bern jetz zuoletst ir treffenlich botschaftby uns zuo Underwalden an einer landsgmeind gehept, unter andrem vilfaltigem fürtrag si uns gefragt, ob wirdie pünd an inen halten, da (haben) wir inen gesagt, daß wir die pünd trttwlich gegen inen halten (wellen),
') Mit dieser Stelle ist zu vergleichen der Abschied Nr. 557, besonders Note 3), im vorausgehenden Band.