Druckschrift 
4,1,b (1876) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1529 bis 1532
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

Januar 1529.

§

by u»S zno Underivaldcn und Hinwider wir mit imm gcpraticiert haben zc., nllcs nach inhalt dcr klug, und wiewols>) mit wyt umbschwcifenden wortcn anzug tnond und understand uns zno verunglimpfen, doch so wirt von incnkein grnnd noch gcwüßne anzöngnng erscheint, Ivo, in wclicher gcstalt und mit wem und zno wclichcr zit wirdas gethan hnbend, das doch in einer innren gegründtcn klug Mich bcschechcn sollt; duln) wol zno merken, daßir grund und klug nllein erdichten Worten und keiner gerechten tat und wurhcit harflüßt; dann an(e)alles mittel wir sölichs, wie si nf uns klugen, nit getan; mag onch niemcr mit der warhcit, dem rechten gemäß,an tag gebracht werden. Damit aber ir, unser lieb Eidgnossen die sandtbottcn, auch unser Eidgnosscn vonBern und mcnklich müssend, in was gestalt si Kotten zno uns und wir zuo incn geschickt, und was si gehandelthabe», hat sich ungefarlich um Saut Jörge» tag begebe», daß die von Bricnz ir botschaft zuo uns ßan Uudcr-walden geschickt und uns nach langer red erzelt, wie si wider ir Herren und obern von Bern ufbrochen sigen zc.,das uns nn zum höchsten verwundert und darnb kein gfallen gchept, daruf wir von stund unser potschaft ganTun geschickt, das best darzwüschend zuo rede» und zuo verhelfe», damit die unrnoiv gestillt und nbwcg gethanwcrd, da wir nit anders müssen, dann unsere Kotten haben das best und wägest dnrzno gcredt und gethan undgeholfen, damit die unruow nidergetruckt und nbweg gethan wnrd; verhoffen ouch, unser Eidgnossen von Bernhaben sölichs domnls von uns wol verguot gehaben.

Es hat sich onch begeben, daß unser lieb nachpuren zuo Hasle in großer zwytracht und unruow van wegender meß und dcr Helgen sacramcnten gstanden und sich partyct Hand, und daß si in sölichen sorgen stuonden,daß si all stund nit wußten, wenn si mit dcr tat und dcr Hand gegen cinandrcn handlctind. Es wnrd ouchvon etlichen zuo Hasle gcredt, ja wir sind nit sicher von denen von Underivaldcn, und ander reden, die damalsnsgiengen, dadurch wir also bewegt guoter trüwer Meinung und nachpnrschaft, und haben unser botschaft znoinen geschickt, da sunst guot gesellen by rrviij mit inen gelassen, die all keiner andern Meinung hinüber ganHasle kommen, dann iren zwytracht helfen zuo stillen und das best darzuo zc reden, das ouch die unfern gethanund mit namcn zuo denen von Hasle gercdt, daß sie iren Herren und obern gehorsam sin und inen alles dasgeben und tnon, so si incn schuldig sigen zc., und incn gsagt, daß si (mit) lib und guot gegen uns sicher sinund nüt dann alles guoten (sich) zuo uus verstehen füllen.

Es haben ouch mit namen die dry mann, nmman Augustin, ammnn im Dorf und amman Brucker, denunfern zuo antwnrt geben, daß si an dcr gemeind des; eins und das mer worden sy, iren Herren und obernhaben si das recht fürgeschlagen, und wo man si nit by recht bliben lassen, so wellen sy zno beiden partycn alllib und guot zuosammen setzen und einander» zuo recht helfen, mit vil andern warten, jcy alles zuo meldenzuo laug und unmöglich. Und snnst vor und nach, so dick und wir unser botschaft hinüber geschickt, so ist daskeiner anderen Meinung gcschcchcn, dann si vor unfal und damit si nit an cinandrcn kämind, zno vcrhüeten undincn allmcgen zuo Hasle und anderswo sagen lassen, daß si iren Herren und ober» gehorsam sin, inen alles dastuou und geben (füllen) wie von alter hnr, deß onch die bidcrbcn lüt allwegcn urpüttig und guotwillig gsinsind, und soferr si das thücgcnd, sycnd wir guoter Hoffnung, ir Herren und ober» werden si von dem altenchristenlichcn glauben, von der meß und den Helgen sacramenten nit trengcn noch zwingen, snndcr si daby blibenlassen zc.

Uns ist ouch vorhar von nnsern Eidgnossen von Bern, wann wir etwo zno zitcn unser botschaft inspennen zuo denen von Hasle geschickt, in stündlicher antwurts wys begegnet, uns darum gedankct und mit nnSold unfern Kotten gcredt worden, was mir den iren von Hasle guots tüegend, das wellen si nit minder, dannHütten wir incn das gethan, zuo guotcm anncmen zc. Das uns nu bewegt, in sölicher merklichen zwytracht,als die bidcrbcn lüt jctz ein zyt gestanden, inen das best ze thuond und zno verhelfen, damit si in rnowen nnvfriden und by dem, wie si von alter harkommen sind, bliben möchten. In sölichor und keiner andern gcstalthaben wir je zuo ziten unser botschaft zuo inen und si zuo uns geschickt. In Hoffnung, daß wir damit nitwider die geschworen pünd gehandlet, und daß wir mit ceren und warheit uns um discn nnzug gnuogsam ver-antwurt haben.